Stilmittel

Fach Fach

Klasse 9

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 02.06.2018

Schlagwörter

Stilmittel

Zusammenfassung

Dieses Referat behandelt das Thema Stilmittel. Hierbei wird sowohl auf rhetorische Mittel und Figuren eingegangen, als auch auf lyrische Figuren. Es werden zur Veranschaulichung einige wichtige Stilmittel genannt.

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Ein rhetorisches Stilmittel oder eine rhetorische Figur ist ein Gestaltungsmittel bei der Verfassung von Texten oder Reden. Das Stilmittel dient der Ästhetik des Satzes bzw. als Ausschmückung der Rede. Es kann sowohl die Oberflächenstruktur als auch die Tiefenstruktur eines Textes verändern.

Der Einsatz von Stilmitteln

Der Einsatz und auch der Erfolg eines Stilmittels ist die besondere Betonung und Hervorhebung, welche der Leser eines Textes oder der Zuhörer einer Rede wahrnimmt. Diese Wahrnehmung kann entweder bewusst oder unbewusst geschehen. Stilmittel werden in der Regel absichtlich in einen Text oder in eine Rede eingebaut, um eine ausschmückende Wirkung zu erzielen.

Wichtige rhetorische Stilmittel

Es gibt zahlreiche rhetorische Stilmittel. Zur Veranschaulichung werden nun einige dieser Stilmittel erklärt. Hierfür werden sie zunächst genannt und beschrieben sowie ihre Wirkung erklärt. Anschließend findet eine zusätzliche Veranschaulichung durch ein Beispiel statt. Die rhetorischen Stilmittel bilden eine wichtige Grundlage für die Thematik der sprachlichen Mittel. Der Behandlung der folgenden Stilmittel liegt keine Rangordnung zu Grunde.

Die Alliteration

Eine Alliteration sind aneinandergereihte Wörter mit gleichen Anfangsbuchstaben. Diese kommen beispielsweise in der Lyrik in Stabreimen oft vor. Die gewünschte Wirkung einer Alliteration ist die hohe Einprägsamkeit sowie die betonende Wirkung. Ein berühmtes Beispiel für eine Alliteration ist: Milch macht müde Männer munter.

Die Anapher

Eine Anapher ist eine Wort Wiederholung am Satzanfang oder am Anfang von Satzteilen. Die Anapher kann auch am Anfang eines Verses stehen. Die Wirkung einer Anapher liegt in ihrer Betonung und ihrer Einprägsamkeit. Ein Beispiel für eine Anapher ist: bedeutend zu sein ist ganz nett. Bedeutender ist jedoch nett zu sein.

Die Hyperbel

Die Hyperbel ist eine, oftmals starke, Übertreibung. Ihre Wirkung liegt in der Betonung. Ein Beispiel für eine Hyperbel ist: „Sie ist schnell wie der Wind.“.

Die Ironie

Die Ironie ist eine Aussage, die das genaue Gegenteil von dem ausdrückt, was sie eigentlich, oberflächlich gesehen, darstellt. Die Wirkung der Ironie liegt in der Betonung. Die Ironie ist ein auch im Alltag häufig verwendetes rhetorisches Stilmittel. Beispiele hierfür sind: „Das hast du toll gemacht!“, „das wäre ja noch schöner.“.

Die Klimax

Die Klimax dient zur Steigerung vom Schwächeren zum Stärkeren. Ihre Wirkung liegt in der Betonung und der Eindringlichkeit. „Wir liefern unsere Pizza innerhalb von Deutschland, Europa und der ganzen Welt.“ „Die Erde, das Sonnensystem und in der ganzen Galaxie“.

Die Metapher

Die Metapher ist eine Verbildlichung eines Sachverhaltes. Das Bild und der Ausdruck haben hierbei ein besonderes Verhältnis zueinander. Eine Metapher hat stets eine veranschaulichende Wirkung. Ein sehr berühmtes Beispiel für eine Metapher ist: „der Wink mit dem Zaunpfahl“.

Der Parallelismus

Der Parallelismus stellt Sätze oder Teilsätze in einen symmetrischen Aufbau. Die Wirkung eines Parallelismus ist die Eindringlichkeit und die damit verbundene Einprägsamkeit. Ein Beispiel für einen Parallelismus ist: „das Wasser fließt, der Wind weht, die Blumen blüen.“.

Die Personifikation

Die Personifikation ist eine Vermenschlichung eines Gegenstandes oder eines Tieres. Dieser Gegenstand oder dieses Tier bekommt oder entwickelt menschliche Fähigkeiten oder Eigenschaften. Die Wirkung der Personifikation ist die Veranschaulichung. Beispiele für Personifikationen sind: „Die Zeit rennt.“, „Vater Staat“ oder Tiere, welche in Fabeln beispielsweise sprechen können.

Das Symbol

Das Symbol ist in der Regel ein abstraktes Bild oder ein abstrakter Begriff. Dieses ist oft kulturellen oder religiösen Ursprungs. Die Wirkung des Symbols ist die Veranschaulichung sowie die Einprägsamkeit. Beispiele für Symbole sind zahlreich zu finden. Symbole sind beispielsweise die weiße Taube als Symbol für den Frieden, das Jesuskreuz als Symbol für das Christentum, die weiße Flagge als Symbol für die Aufgabe, das Herz als Symbol für die Liebe und der Storch als Symbol für die Geburt.

Der Vergleich

Bei einem Vergleich werden mehrere Begriffe oder Sachverhalte durch die Wörter als oder wie miteinander in Beziehung gebracht. Grundlage hierfür ist, dass die Begriffe oder Sachverhalte sich in mindestens einer Eigenschaft ähnlich sind. Die Wirkung des Vergleichs ist die Anschaulichkeit und die Betonung. Beispiele für einen Vergleich sind: „so groß wie“, „so stark wie“, „so schnell wie“ oder „größer als“, „stärker als“ und „schneller als“.

Das Paradoxon

Das Paradoxon spiegelt einen Widerspruch wieder. Ein berühmtes Beispiel für ein Paradoxon ist das Zwillingsparadoxon in der Physik. Laut diesem altern Zwillinge unterschiedlich schnell, wenn der eine Zwilling auf der Erde bleibt und der andere Zwilling sich mit hoher Geschwindigkeit im Weltall bewegt.

Zusammenfassung mit Hilfe der Allgemeinen Definition des Stilmittels

Das Stilmittel ist ein Stil kennzeichnendes Ausdrucksmittel. Es wird immer dann angewendet, wenn Text, egal ob geschrieben oder gesprochen, ausgeschmückt werden soll. Insbesondere in der Kunst, in der Musik oder in der Sprachwissenschaft kommen Stilmittel sehr oft zum Einsatz. Die Stilmittel, welche in der der Sprachwissenschaft zum Einsatz kommen unterscheiden sich in der Regel von den Stilmitteln, welche in der Kunst oder in der Musik eingesetzt werden. In der Sprachwissenschaft handelt es sich bei Stilmitteln um rhetorische Mittel, wie solchen aus obigen Beispielen. Bei Stilmitteln, die in der Kunst oder in der Musik angewendet werden hingegen, handelt es sich um lyrische Stilmittel, wie zum Beispiel Reimschema, Metrik oder auch Rhythmen. Beide Arten von Stilmitteln werden in der Regel in die vier Kategorien Hinzufügung, Unterdrückung, Substitution und Permutation einsortiert.

Eine angemessene Verwendung von Stilmitteln und eine insgesamt gute Rhetorik hilft qualitativ hochwertige Texte zu verfassen beziehungsweise interessante und mitreißende Reden zu halten. Deshalb wird die Rhetorik des Öfteren auch als „hohe Kunst“ bezeichnet.