Samuel Beckett und sein Werk "Warten auf Godot"

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Klasse 10

Autor sanddüne

Veröffentlicht am 06.05.2018

Schlagwörter

Samuel Beckett Warten auf Godot Schriftsteller Theaterstück

Zusammenfassung

Dieses Referat behandelt zunächst das Leben und Wirken des irischen Schriftstellers Samuel Barclay Beckett und stellt danach den Inhalt seines bekanntesten Werkes, das Theaterstück "Warten auf Godot" vor.

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Samuel Beckett:

Samuel Barclay Beckett war ein irischer Schriftsteller, der 1906 in Dublin geboren wurde und zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts zählt. Beckett verfasste hauptsächlich Dramen, aber auch Prosa und Lyrik.

Samuel Beckett war britischer Staatsbürger, erlangte nach der Unabhängigkeit Irlands 1921 allerdings die irische Staatsbürgerschaft. Seit 1937 lebte er in Frankreich. Seine ersten Texte schrieb er auf Englisch, danach vorrangig auf Französisch, später wechselte zwischen den beiden Sprachen. Mit 13 Jahren kam er in ein Internat, welches auch Oscar Wilde besucht hatte. Nach dem Studium romanischer Sprachen verließ er Irland und war einige Zeit als Englischlektor in Paris tätig. Er begann schon bald zu schreiben, sein erstes Werk, eine Kurzgeschichte namens „Assumption“, wurde 1929 veröffentlicht. Er unternahm verschiedene Reisen durch Europa, während er Museen und Galerien besuchte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem er Anhänger einer französischen Widerstandsbewegung war, wand er sich dem Theater zu.
Sein bekanntestes Werk, „Warten auf Godot“ verhalf ihm einige Jahre später zum Durchbruch als Autor. Samuel Beckett erhielt 1961 den Internationalen Verlegerpreis und wurde 1969 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.
Die Hauptthemen in seinen Werken sind die Sinnlosigkeit des menschlichen Daseins und die Aussichtslosigkeit, da sich in vielen Werken nichts Großes ereignet und die Figuren beginnen, sich zu langweilen und den Sinn ihres Lebens zu hinterfragen. Mit seinen Stücken prägte Beckett das absurde Theater.

Zu seinen bekanntesten Werken zählen unter anderem:

• Whoroscope (erstes Gedicht, 1930)
• Molloy (Roman, 1951)
• Endspiel (Drama, 1956)
• Glückliche Tage (Drama, 1960)
• Nacht und Träume (Stück für das Fernsehen, 1982)

Seine frühen Werke wurden stark von James Joyces beeinflusst – ebenfalls ein irischer Schriftsteller – für den Beckett eine Zeit lang als Sekretär und später als Übersetzer arbeitete. Beckett starb im Jahr 1989 in Paris.

Warten auf Godot

„Warten auf Godot“ ist ein Theaterstück von Samuel Beckett, das 1952 als Buch erschienen ist und 1953 in Paris uraufgeführt wurde, woraufhin es zum Welterfolg wurde.
Die erste deutsche Aufführung fand etwa ein halbes Jahr später im Schlosspark-Theater in Berlin statt.

„Warten auf Godot“, welches aus zwei Akten besteht, zählt zur Gattung des absurden Theaters und ist im Original auf Französisch erschienen.

Der Inhalt:
„Warten auf Godot“ beschreibt keine eigentliche Geschichte, sondern ist eher eine Abfolge von Beschreibungen und Handlungen.
Die Hauptfiguren bilden die beiden Landstreicher Estragon und Wladimir, die die ganze Zeit über nichts tun und auf einen sogenannten Herrn Godot warten.
Sie kennen ihn nicht und wissen auch nicht, ob es ihn überhaupt gibt, glauben jedoch, eine Verabredung mit ihm zu haben.
Sie warten das gesamte Stück über an einem nicht näher beschriebenen Ort, bestehend aus einer eine Landstraße mit einem Baum, und wie erwartet kommt Godot bis zum Ende nicht. Estragon und Wladimir unterhalten sich über verschiedenste Themen, sie streiten und versöhnen sich wieder.
Sie überlegen, Selbstmord zu begehen und arbeiten mögliche Theorien aus, besitzen jedoch keinen geeigneten Strick zur Durchführung, was sie an ihrem Vorhaben hindert.

Auffällig ist der immer wiederkehrende Dialog:

Estragon: Komm, wir gehen!
Wladimir: Wir können nicht.
Estragon: Warum nicht?
Wladimir: Wir warten auf Godot.
Estragon: Ach ja!

Im Laufe der Zeit trifft der Landbesitzer Pozzo mit seinem Diener Lucky auf die beiden und gesellt sich zu ihnen. Dabei führt er den mit Koffern beladenen Lucky an einem Strick, der ihm um den Hals gebunden ist. Lucky hat insgesamt nur eine einzige Sprechstelle im Stück, welche einen Monolog darstellt.
Eine weitere Person im Stück bildet ein Botenjunge, der als Ziegenhirte arbeitet und den Wartenden mitteilt, dass sich Godots Ankunft verzögere, er aber bestimmt kommen werde.

Im 2. Akt geschieht genau das Gleiche wie im 1. Akt, mit dem Unterschied, dass sich die Abfolge der Geschehnisse verändert. Pozzo und Lucky treffen wieder auf die beiden, allerdings ist Lucky in der Zwischenzeit stumm und Pozzo blind geworden, sodass Lucky nun Pozzo führen muss.
Die beiden können sich nicht daran erinnern, Estragon und Wladimir jemals begegnet zu sein (Pozzo sagt: „Ich erinnere mich nicht, gestern jemanden gesehen zu haben. Aber morgen werde ich mich auch nicht erinnern, heute irgendjemanden getroffen zu haben”).

Das Stück endet mit Estragons Worten: „Gehen wir!“ und der darauffolgenden Regieanweisung: „Sie rühren sich nicht von der Stelle.“