Nathan der Weise

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Klasse 9

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 24.06.2018

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Nathan der Weise

Zusammenfassung

Dieser Referat behandelt das Drama "Nathan der Weise" von Gotthold Ephraim Lessing aus dem Jahre 1779. Es wird der Inhalt der Dramas erklärt und die Bedeutung des Werks für die heutige Zeit erläutert.

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Nathan der Weise ist ein Drama, welches von dem Schriftsteller Gotthold Ephraim Lessing im Jahre 1779 verfasst wurde. Die Uraufführung des Theaterstücks fand am 14. April 1783 in Berlin statt. Das zentrale Thema des Dramas ist der Humanismus sowie der Toleranzgedanke der Aufklärung. Insbesondere die Ringparabel des dritten Aufzugs, wurde sehr bekannt und ist auch heute noch Bestandteil von Deutschunterrichtsreihen. Nathan der Weise besteht aus fünf Akten und ist Gotthold Ephraim Lessings letztes Werk. Die Hauptfigur des Stücks ist Nathan der Weise, dem das Drama seinen Namen zu verdanken hat.
Äußere Form des Theaterstücks

Bei dem Aufbau des Theaterstücks handelt es sich um ein klassisches Drama. Es besteht aus fünf Akten, die Helden haben einen Wiedererkennungswert, es werden rhetorische Fragen benutzt, es finden Sprecherwechsel statt, es gibt Satzbrüche und wenig Regieanweisungen sowie eine Minimierung der Handlung.

Das Metrum ist der Blankvers, welcher ursprünglich aus England stammt. Die Handlung unterteilt sich in fünf Akte, also fünf Aufzüge, welche wiederum in verschiedene Auftritte unterteilt sind.

Bei Nathan der Weise handelt es sich zwar um ein Drama, dennoch sind neben den tragischen Szenen auch komische und humorvolle Elemente zu finden. Aufgrund des Ausganges der Geschichte, handelt es sich weder um eine Komödie, noch um eine Tragödie. Die Ringparabel im dritten Aufzug bildet das zentrale Thema des Theaterstücks. Es geht im Kern um die Frage nach der einzig wahren Religion.

Inhaltsangabe

Die Handlung des Theaterstücks Nathan der Weise spielt in der Zeit des dritten Kreuzzuges. Dieser dauerte von 1189 – 1192 an. Das Drama spielt während eines Waffenstillstands in Jerusalem.
Die Hauptperson des Dramas ist der Jude Nathan. Er ist gebildet und ein Handelsreisender. Als er von einer seiner Geschäftsreisen zurückkehrt, erfährt er, dass Recha, seine Pflegetochter, von einem christlichen Tempelherrn aus seinem brennenden Haus gerettet worden ist. Der Tempelherr selbst verdankt sein Leben dem muslimischen Herrscher Sultan Saladin. Dieser hat den Tempelherrn begnadigt, weil er Ähnlichkeit zu seinem Bruder hatte.

Nathan ist ein sehr rational denkender Mensch. Zufälle oder gar Wunder haben in seinem Leben keinen Platz. Dies ändert sich selbst dann nicht, als das Leben seiner Pflegetochter, durch die oben genannten glücklichen Umstände, gerettet wird. Er erklärt Recha, dass es schädlich und gefährlich ist an Wesen wie Schutzengel und deren Wirkung zu glauben. Zunächst gelingt es ihm sogar, seine Pflegetochter von seinen Ansichten diesbezüglich zu überzeugen.

Sultan Saladin ist in finanziellen Schwierigkeiten, da er sich nicht gut mit Finanzen auskennt und sich nicht ausreichend mit der Thematik beschäftigt. Seine Schwester Sittah rät ihm, sich mit dem vermögenden und klugen Nathan zu treffen und sich von diesem beraten zu lassen. In Wahrheit hofft Sittah auf einen fairen Kredit, da Nathans Großzügigkeit stadtweit bekannt ist. Sultan Saladin verwickelt Nathan jedoch zunächst in ein Gespräch und möchte dessen, ebenfalls bekannte, hohe Intelligenz und Weisheit testen. Er stellt ihm hierzu die Frage nach der wahren Religion. Nathan erkennt jedoch das wahre Vorhaben von Sittah und dem Sultan. Er geht dennoch auf deren Spiel ein und entschließt sich, die Frage nach der wahren Religion mit einem Märchen, also einer Geschichte, zu beantworten. Dies ist die Ringparabel aus dem dritten Aufzug, welche der bekannteste Teil des Dramas ist. Sultan Saladin versteht die Botschaft der Ringparabel als Gleichberechtigung der drei großen Religionen und ist äußerst beeindruckt. Er wünscht sich, Nathan zum Freund zu haben und spricht ihn offen auf diesen Wunsch an. Nathan stimmt zu und gewährt Sultan Saladin von sich aus einen großzügigen Kredit.

Der Tempelherr, welcher Nathans Pflegetochter Recha gerettet hat, hat zwar Mut bewiesen aber eher aus Pflichtgefühl gehandelt. Er beachtete sie zuvor kaum, da er ihn ihr lediglich ein Judenmädchen gesehen hat. Nathan blieb dies nicht verborgen, er führt daraufhin beide zusammen. Der Tempelherr verliebt sich in Recha und möchte sie am liebsten direkt heiraten. Nathan wartet jedoch mit seiner Einwilligung, was auch an dem Namen des Tempelritters liegt. Dieser ist daraufhin erbost und sucht nach einer Lösung für das Problem. Er findet heraus, dass Recha gar nicht Nathans leibliche Tochter ist, sondern aus einer christlichen Familie stammt. Der Tempelherr sucht nun Hilfe und Rat bei dem korrupten Patriarchen von Jerusalem. Dieser will „den Juden“ finden und ihn zum Scheiterhaufen bringen und verbrennen lassen. Selbst Nathans edle Beweggründe für sein handeln, bleiben unberücksichtigt.

Im weiteren Verlauf wird klar, dass Recha und der Tempelherr Geschwister sind. Nathan der Weise vermutete dies bereits und war genau aus diesem Grunde gegen die Hochzeit der beiden. Er behielt das Wissen jedoch zunächst für sich. Des Weiteren stellt sich anhand von Aufzeichnungen eines Klosterbruders heraus, dass Recha und der Tempelherr Kinder von Sultan Saladins Bruder Assad sind. Also existiert eine enge Bindung und Verwandschaft zwischen den beiden sowie zwischen der jüdischen, christlichen und muslimischen Religionsfamillie. Diese soll anhand der Erkenntnis nochmals untermauert werden. Dies bildet gleichzeitig das Ende des Theaterstücks. Es endet mit zahlreichen, stummen Umarmungen aller Beteiligten und anschließend fällt der Vorhang.

Bedeutung des Dramas „Nathan der Weise“ in der heutigen Zeit

Nathan der Weise war Gotthold Emphraim Lessings letztes Werk und ist eine seiner berühmtesten Arbeiten. Insbesondere die im dritten Aufzug erzählte Ringparabel ist äußerst bekannt. Noch heute gehört Nathan der Weise zur Standardliteratur im Deutschunterricht an weiterführenden Schulen. Hierdurch wird der Bekanntheitsgrad des Theaterstücks immer weiter erhöht und an kommende Generationen weiter gegeben. In einigen Literaturkursen und Arbeitsgemeinschaften von Schulen, wird das Stück „Nathan der Weise“ oder Teile davon schauspielerisch dargestellt und auf Schulveranstaltungen aufgeführt.