Mondnacht – Eichendorff

Fach Deutsch

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 16.07.2018

Schlagwörter

Mondnacht Eichendorff

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit dem Gedicht "Mondnacht", welches von dem deutschen Dichter und Schriftsteller Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorf im Jahre 1835 verfasst und zwei Jahre später veröffentlicht worden ist.

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Bei dem Gedicht „Mondnacht“ handelt es sich um ein von dem deutschen Dichter und Schriftsteller Joseph von Eichendorff verfasstes Gedicht, welches er im Jahre 1835 schrieb und zwei Jahre später erstmalig veröffentlichte. „Mondnacht“ gehört zur Naturlyrik und ist eines der bekanntesten und erfolgreichsten Gedichte von Eichendorffs in dieser Gattung.

Der deutsche Dichter und Schriftsteller Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff wurde am 10. März 1788 in Oberschlesien auf dem elterlichen Schloss Lubowitz geboren. Er stammt aus adeligem Hause und genoss gemeinsam mit seinem anderthalb Jahre älteren Bruder Wilhelm eine gute schulische und universitäre Ausbildung. Insbesondere die Schulzeit der beiden Brüder war von der Lyrik und der Literatur geprägt, welche insbesondere Joseph Karl Benedikt begeisterte. Nach Beendigung seiner Schulzeit studierte er Jura und absolvierte während seiner Studienzeit auch zahlreiche Bildungsreisen. Im Jahre 1809 verlobte er sich mit seiner Freundin Aloysia „Luise“ von Larisch. Im Jahre 1812 schloss Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff sein Studium der Rechtswissenschaften in Wien ab. Bereits ein Jahr später diente er als Soldat. Er nahm zunächst als Lützower Jäger und später als Leutnant an den Befreiungskriegen gegen Napoleon teil.

Er überlebte diese Zeit unversehrt und kehrte im Anschluss an seinen Dienst nach Breslau zurück. Im April 1815 ehelichte Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff seine längjährige Verlobte Aloysia, genannt „Luise“, von Larisch. Im selben Jahr bekamen die beiden ihren ersten Sohn, namens Hermann. Es folgten Sohn Rudolf und die Töchter Therese, Agnes und Anna. Das Ehepaar von Eichendorff hatte also insgesamt fünf Kinder. Die beiden letztgeborenen Töchter starben jedoch bereits im Kindesalter. Im Jahre 1818 starb von Eichendorffs Vater und hinterließ hohe Schulden. Joseph Karl Benedikt von Eichendorff wurde 1821 katholischer Kirchenrat und Schulrat zu Danzig. Drei Jahre danach wurde er zum Oberpräsidialrat zu Königsberg berufen. Die Familie zog ein paar Jahre später geschlossen nach Berlin um. Zehn Jahre nach dem Umzug wurde von Eichendorff zum geheimen Regierungsrat ernannt.

Da er ein Lungenleiden bekam, ging er schon im Jahre 1844 in den Ruhestand. Während der nächsten Jahre zog er sich mehr und mehr aus der Öffentlichkeit zurück und beschäftigte sich intensiv mit der Literatur. Er übersetzte darüber hinaus auch zahlreiche religiöse Dramen von Pedro Calderon de la Barcas. Am 07. Januar 1849 starb Joseph Karl Benedikts Bruder Wilhelm. Dessen Tod traf ihn schwer, da die beiden Brüder stets ein gutes und enges Verhältnis zueinander hatten. Karl Benedikt von Eichendorff begann etwa Mitte der 1850er Jahre vermehrt Gedichte zu schreiben und auch andere Werke zu veröffentlichen. Nach dem Ende dieser intensiven Zeit, beendete er seine Laufbahn als Dichter und Schriftsteller. Im Anschluss daran, begann er damit sich publizistisch einzusetzen. Aus dieser Zeit stammt auch seine „Geschichte der poetischen Literatur“.

Karl Joseph Benedikt Freiherr von Eichendorff bekam erneut gesundheitliche Probleme, welche die Lunge betrafen. Er bekam im Jahre 1857 eine schwere Lungenentzündung, an der er am Nachmittag des 26. November 1857, verstarb. Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff wurde demnach 69 Jahre alt. Er publizierte bis kurz vor seinem Tod. Eines seiner bekanntesten Gedichte ist das Gedicht „Mondnacht“ aus dem Bereich der Naturlyrik.

Originaltext und Form des Gedichtes „Mondnacht“

Mondnacht
Es war, als hätt’ der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt’.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis’ die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

Das Gedicht „Mondnacht“ besteht aus drei Strophen, welche jeweils vier Verse haben. Das Reimschema des Gedichtes ist der Kreuzreim abab. „Mondnacht“ ist im alternierenden Versmaß geschrieben, bestehend aus dem Auftakt, drei jambischen Hebungen sowie variierender Kadenz. Der erste und der dritte Vers enden auf eine klingende Kadenz. Der zweite und der vierte Vers enden auf eine stumpfe Kadenz. Dies bedeutet, dass eine halbe Hildebrandstrophe in „Mondnacht“ vorliegt.

Rezeption des Gedichts „Mondnacht“

Das Gedicht „Mondnacht“ von Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff erlangte bereits kurz nach der Veröffentlichung große Bekanntheit. Aufgrund dieses Erfolges wurde das Gedicht, von dem deutschen Komponisten Robert Schumann im Jahre 1840 während des Übergangs von der Romantik zur Spätromantik vertont. Es bildete den Mittelpunkt seiner Liederkreises op. 39. Robert Schumann war jedoch nicht der einzige Komponist, der „Mondnacht“ vertonte, es folgten im Laufe der Jahre zahlreiche weitere Versionen und Vertonungen.

Eine äußerst bekannt und erfolgreich gewordene Vertonung ist die, des deutschen Komponisten Johannes Brahms aus dem Jahre 1853. Das Gedicht „Mondnacht“ war bei berühmten deutschen Dichtern und Komponisten sehr angesehen. Thomas Mann beispielsweise lobte es als „die Perle der Perlen“. Auch Theodor W. Adorno, Ulla Hahn, Peter Schwarz und Wolfgang Frühwald waren von dem Gedicht begeistern und fanden viele anerkennende Worte. Dies erklärt auch, warum das Gedicht bis in die heutige Zeit bekannt und erfolgreich ist.

Das Manuskript zu „Mondnacht“ wird heute in der Staatsbibliothek zu Berlin aufbewahrt und gilt als preußischer Kulturbesitz. Es stammt aus der Zeit zwischen 1835 und 1840 und enthält zusätzlich auch Ideen und Notizen zu den Gedichten „An meinen Bruder“ und „Der Glücksritter“.

Die noch heute andauernde Bekanntheit von dem Gedicht „Mondnacht“, welches zur Naturlyrik gehört, ist zum einen in seinen zahlreichen Veröffentlichungen und Vertonungen von namhaften Komponisten zu erklären aber auch darin, dass das Gedicht in den meisten Schulen, wie auch andere Gedichte von Eichendorff, fest im Deutschunterricht verankert ist.