Moderne Methoden zur Empfängnisverhütung - das Diaphragma

Fach Deutsch

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 31.08.2018

Schlagwörter

Diaphragma

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit der mechanischen Methode zur Empfängnisverhütung, dem Diaphragma. Es wird dessen Aufbau und Funktionsweise erklärt sowie Faktoren wie Sicherheit und Zuverlässigkeit erläutert.

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Bei einem Diaphragma handelt es sich um ein nicht – hormonelles Mittel zur Empfängnisverhütung. Es handelt sich daher um ein mechanisches Mittel zur Empfängnisverhütung der Frau. Es funktioniert durch den Verschluss des Muttermundes, durch den das Eindringen des Spermas in die Gebärmutter verhindert wird.

Die Funktionsweise eines Diaphragmas

Das Diaphragma ist als eine schalenförmige Kappe aufgebaut. Es besteht aus einem sehr weichen Material und handelt sich in der Regel aus Latex oder Silikon. Diese Kappe besitzt eine integrierte Metallfeder. Das Diaphragma wird von der Frau kurz vor dem Geschlechtsverkehr eingesetzt. Der Muttermund der Frau ist nach der Einführung des Diaphragmas komplett verschlossen. Es ist von großer Bedeutung, dass das Diaphragma der Frau perfekt passt. Die Ermittlung der Größe erfolgt in der Regel durch den Frauenarzt und beträgt im Normalfall zwischen 60 Millimeter und 90 Millimeter.

Das Diaphragma ist nicht als alleiniges Mittel zur Empfängnisverhütung nicht ausreichend. Darüber hinaus kann es nicht beliebig lange getragen werden. Es kann frühestens acht Stunden nach dem Geschlechtsverkehr wieder von der Frau entfernt werden, darf aber auch hygienischen Gründen auch nicht länger als einen Tag, also 24 Stunden, getragen werden. Das Diaphragma kann nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen, deshalb sollte zusätzlich ein Kondom verwendet werden.

Die Geschichte und Entwicklung des Diaphragmas

Das Diaphragma hat sich als Mittel zur Empfängnisverhütung nicht durchgesetzt. Bei den nicht – hormonellen, also mechanischen Verhütungsmitteln, ist das Kondom am weitesten verbreitet. Die den hormonellen Mitteln zur Empfängnisverhütung wählen die meisten Frauen die Mikropille oder die neue Minipille, welche beide einen ähnlichen und sehr guten Pearl – Index besitzen.

Die Anwendung von Kondomen ist leicht und es bedarf keiner großen Vorbereitung. Ein Kondom ist schnell übergestreift und auch die Beschaffung ist einfach. Kondome gibt es in Drogeriemärkten, Supermärkten, Discountern, Apotheken, Tankstellen und weiteren Geschäften. Dies bedeutet, dass Kondome leicht erhältlich sind. Außerdem sind Kondome sehr günstig zu haben und Schützen nicht nur vor einer ungewollten Schwangerschaft, sondern auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Ein weiterer Aspekt, der das Kondom so beliebt macht, ist dass die Anwendung schmerzfrei ist. Das Kondom gilt, sofern es richtig angewendet wird und nicht beschädigt ist, als ein zuverlässiges Mittel zur Empfängnisverhütung. Die Kombination aller genannten Vorteile, macht deutlich, weshalb die meisten Menschen das Kondom als Mittel zur Empfängnisverhütung wählen.

In Deutschland haben sich auch hormonelle Mittel zur Empfängnisverhütung durchgesetzt. In diesem Bereich sind die Pille und die neue Minipille, die sichersten Methoden, um eine Frau vor einer ungewollten Schwangerschaft zu schützen. Darüber hinaus gibt es auch Notfallpräparate, welche umgangssprachlich „die Pille danach“, genannt werden. Die Beliebtheit dieser Methoden lässt sich dadurch erklären, dass diese sehr zuverlässig sind, wenn sie korrekt eingenommen werden. Bei der Anwendung ist jedoch zu beachten, dass diese gewissenhaft vorgenommen wird, denn Abweichungen bei der Einnahmezeit oder ein „vergessen“ der Pille, führen zu einem Risiko einer Schwangerschaft.

Das Maß der Zuverlässigkeit bei der Verhütung

Es existieren zahlreiche Verhütungsmittel auf dem Markt. Dies gilt sowohl für hormonelle Methoden zur Empfängnisverhütung, als auch für mechanische Methoden zur Empfängnisverhütung. Um eine Vergleichbarkeit zwischen den verschiedenen Methoden möglich zu machen, wird eine Maßeinheit hierfür benötigt. Dieses Maß, stellt der Pearl – Index dar. Je kleiner er ist, desto sicherer und zuverlässiger ist das entsprechende Verhütungsmittel. Der Pearl – Index eines Diaphragmas liegt zwischen eins und zwanzig, was eine große Spanne darstellt. Das Kondom besitzt einen Pearl – Index zwischen zwei und zwölf. Die Pearlindizes von einigen „Pillen“ haben einen Pearl – Index, welcher kleiner ist als eins. Dies macht deutlich, dass die hormonellen Methoden, sicherer zu sein scheinen, als die rein mechanischen. Dennoch ist das Diaphragma insgesamt ein relativ zuverlässiges Mittel zur Empfängnisverhütung, insbesondere wenn es zusammen mit einem Kondom verwendet wird. In diesem Fall schützt es sogar vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Ein Diaphragma wird immer gemeinsam mit einer Verhütungsgel oder einer ähnlichen Verhütungscreme benutzt.

Mögliche Risiken und Nebenwirkungen bei der Verwendung eines Diaphragmas

Prinzipiell kann ein Diaphragma von jeder Frau verwendet werden, es sei denn es liegt eine Allergie gegen das Material vor. Da zur Ermittlung der korrekten Größe ein Besuch beim Frauenarzt unumgänglich ist, kann dieser auch gleich eine mögliche Materialunverträglichkeit oder Allergie abklären. Außerdem darf die Verwenderin eines Diaphragmas auch keine Unverträglichkeit bzgl. künstlicher Spermiziden haben. Allerdings gibt es für Verwenderinnen mit einer solchen Unverträglichkeit Ersatzprodukte, welche verwendet werden können. Diese basieren auf einer Zitronensäurebasis oder auch auf einer Milchsäurebasis. Die Anwendung funktioniert gleich, jedoch haben die Ersatzprodukte den Nachteil, dass sie nicht so lange wirksam sind, als die spermizidhaltigen Produkte. Da die Ersatzprodukte und deren Verwendung noch nicht sehr verbreitet ist, gibt es bzgl. deren Sicherheit sowie deren Pearl – Index noch keine zuverlässigen Tests und Studien. Dennoch wird vermutet, dass der Pearl – Index der Ersatzprodukte, ähnlich dem der spermizidhaltigen Produkte ist. Bei der Anwendung des Diaphragmas ist neben der Wahl des geeigneten Produktes auch eine hohe Selbstdisziplin sowie die Beachtung sämtlicher Regeln der Gebrauchsanleitung für einen sicheren Schutz wichtig. Auch das Einsetzen des mechanischen Hilfsmittels ist nicht ganz einfach und erfordert etwas Übung. Daher ist die Verhütungsmethode Diaphragma eher für ältere und erfahrenere Frauen geeignet.