Max Frisch - Andorra

Fach Deutsch

Klasse 7

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 20.08.2018

Schlagwörter

Andorra Max Frisch

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit dem Drama "Androrra" des Schweizer Schriftstellers Max Frisch. Das Kernthema des Buches ist Antisemitismus. Es wird auf die Geschichte des "Juden" Andri eingegangen und die Vorurteile gegenüber Juden genannt.

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Bei dem Roman „Andorra“ handelt es sich um ein von dem Schweizer Schriftsteller Max Frisch verfasstes Drama. Dieses ist in der Form einer Parabel aufgebaut und geht auf die Auswirkungen von Vorurteilen und Mitläufern zum Thema Antisemitismus ein.

Hauptfigur des Dramas ist Andri, ein junger Mann, welcher der uneheliche Sohn einer Ausländerin ist. Sein leiblicher Vater schämt sich aufgrund dieser Tatsachen für seinen Sohn und gibt diesen als seinen jüdischen Pflegesohn aus. Andri muss in seinem Alltag permanent mit Vorurteilen und Antisemitismus kämpfen. Am Ende des Dramas wird er von Rassisten aus dem Nachbarvolk getötet. Die Bewohner von Andorra greifen nicht ein, obwohl sie Andri, hätten retten können. Sie rechtfertigen ihr Verhalten und leugnen ihre Schuld am Tod von Andri.

Die Premiere des Dramas „Andorra“ fand am 02. November 1961 in Zürich in der Schweiz statt. Er handelte sich um eine sehr erfolgreiche Theateraufführung und im Laufe der Zeit wurde „Andorra“ eines des wichtigsten Werke, seit dem Ende des zweiten Weltkrieges.

Handlungsstarb des Dramas

Die Bevölkerung von Andorra befürchtet eine Attacke durch ihr Nachbarvolk, welches Juden jagt und ermordet. Es existieren viele Vorurteile und großer Hass gegenüber den Juden. Hierunter muss Andri sehr leiden, da sein Vater sich für ihn schämt und deshalb als seinen jüdischen Pflegesohn ausweist.

Andri schlägt sich durch und jobbt in einer Küche der Dorfkneipe. Er ist in Barblin verliebt, eine junge Frau, welche seine Halbschwester ist. Andri ist sich des Verwandtschaftsverhältnisses jedoch nicht bewusst. Er ist schüchtern und traut sich zunächst nicht, ihr seine Liebe zu offenbaren. Andri ist höflich und achtet auf die öffentliche Meinung. Er versucht sich stets anzupassen und geht Konfrontationen aus dem Weg.

Andri absolviert eine Tischlerlehre und hat großes Talent für diesen Beruf. Darüber hinaus mag er diesen sehr. Bei der Lehrlingsprobe baut er einen fest verzapften Stuhl, welcher nahezu perfekt ist. Ihm wird jedoch eine schlechte Arbeit eines anderen Prüflings zugeordnet, was zu Folge hat, dass Andri durch die Prüfung fällt. Sein Ausbilder setzt ihn daraufhin als Verkäufer ein. Er hat große Vorurteile gegen Andri und denkt, dass dieser als Jude sowieso besser für den Verkauf geeignet ist. Dies ist die erste Situation, wo sich Andri gegen die ungerechte Behandlung, welche ihm wiederfährt, wehrt.

Kurz nach diesem Ereignis gesteht Andri Barblin nun doch seine Liebe. Diese gibt ihm jedoch einen Korb, worüber Andri sehr enttäuscht ist. Er denkt, dass seine jüdische Zugehörigkeit die Ursache ist und beschäftigt sich fortan mit den Vorurteilen gegenüber Juden und dem Antisemitismus. Er hat sich im Laufe der Zeit mit seiner Rolle als Jude abgefunden und arrangiert. Dies ändert sich auch nicht, als das rassistische Nachbarvolk „die Schwarzen“, einmarschieren. Er ist sich des Schicksal, welches ihn als Juden erwartet bewusst und will dieses annehmen. Er wird nach dem Einmarsch schnell als Jude erkannt und festgenommen. Er folgen zahlreiche Misshandlungen, wie beispielsweise das Abhacken eines Fingers. Dies ist der Punkt, an dem die Bevölkerung Andorras genug hat und endlich eingreifen will. Allerdings kommt die Hilfe für Andri zu spät. Er wird von „den Schwarzen“ ermordet.

Charaktere und Szenenübersicht
Im Drama „Andorra“ gibt es zwölf Sprechrollen. Namentlich genannt werden Andri und Barblin. Die anderen Personen werden anhand ihrer Berufe genannt. Die Bevölkerung Andorras bleibt namenlos und somit ein Stück weit anonym. Die meisten Menschen in Andorra haben Vorurteile und eine negative Einstellung gegenüber Juden und begegnen Andri auch dementsprechend.

Das Theaterstück „Andorra“ besteht aus insgesamt zwölf Szenen. Diese unterteilen sich jeweils in zwei Themenbereiche. Diese Themenbereiche hingegen beinhalten jeweils sechs Szenen. Im ersten Teil des Dramas, den ersten sechs Szenen, wird Andres Jugend sowie sein Leben als junger Mann und Jude sowie die damit verbundene Ausgrenzung thematisiert. Hierbei wird auf seine familiäre Beziehung und auch auf seine Liebe zu Barblin eingegangen. Im zweiten Teil des Dramas, den folgenden sechs Szenen, geht es um Andris Identifikation mit dem Judenbild. Hierbei wird auch darauf eingegangen, dass Andri bereit ist, für die Gesellschaft genau „der Jude“ zu sein. Dieser Prozess wird bis zum Ende, also Andris Ermordung, begleitet.

Andri

Die Figur des Andri ist der Hauptcharakter des Theaterstücks Andorra. Andri ist von den anderen Charakteren isoliert, da er Jude ist und obwohl er eine Hauptrolle im Stück spielt. Andri ist charmant, zurückhaltend, schüchtern und höflich, jedoch dennoch kein Musterknabe. Andri ist, anfangs, heimlich in seine Halbschwester Barblin verliebt, ohne zu wissen, dass diese seine Halbschwester ist. Andri wird seit seiner Jugend damit konfrontiert, Jude zu sein, bis er das Schicksal der Juden, tatsächlich als sein eigenes annimmt.

Barblin

Die Figur der Barblin ist ebenfalls eine Hauptfigur des Dramas. Sie ist die Halbschwester von Andri und die einzige Person, welche sich für ihn einsetzt. Seine Liebe erwidert sie jedoch nicht. Dennoch kämpft die bis zu dessen Tod für Andri.

Die Mutter

Die Figur „Die Mutter“ ist eine namentlich unbekannte Nebenfigur des Dramas. Sie ist die leibliche Mutter von Barblin.

Die Senora

Die Figur „Die Senora“ ist eine namentlich unbekannte Nebenfigur des Dramas. Sie ist die leibliche Mutter von Andri und gehört zur rassistischen Bevölkerung des Nachbarlandes.

Benedikt

Die Figur des Benedikt ist eine Nebenfigur. Benedikt ist Pater. Er ist einer der wenigen, der zunächst zu Andri hält, doch ihn letztlich auch nicht vor „den Schwarzen“ schützen kann. Pater Benedikt hat ein schlechtes Gewissen und ist der einzige, der sich seine Schuld an Andris Schicksal eingesteht.

Der Wirt

Die Figur „Der Wirt“ ist eine namentlich unbekannte Nebenfigur. Er ist der Mörder von Andris Mutter.

Prader

Die Figur des Prader ist eine Nebenfigur. Er ist Tischler und der Ausbilder von Andri. Er ist extrem antisemitisch eingestellt und schikaniert Andri. Nachdem dieser durch die Lehrlingsprobe fällt, fühlt Prader sich bestätigt und setzt Andri fortan im Verkauf ein.