Lyrik der Romantik

Fach Deutsch

Klasse 12

Autor sar1901

Veröffentlicht am 30.05.2018

Schlagwörter

Romantik Gedichte

Zusammenfassung

Dieses Referat handelt von der Lyrik der Romantik (1795-1848) und spezialisert sich neben Allgemeinheiten besonders auf die Sprache, die Rhetorischen Figuren und die Merkmale, welche Gedichte dieser Art ausmachen.

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Tipps anschauen

  • Geschichte: Revolutions- & napoleonische Kriege
  • Frühromantik (1796-1802), stark philosophisch, theoretisch orientiert
  • Hochromantik (1806-1813)
  • Spätromantik (1813-1835) zunächst nur Literatur des Mittelalters, die nicht auf Latein verfasst
  • Bedeutung ab 1740: fantasievoll, schwärmerisch oder (in Bezug auf Landschaften) wild, malerisch
  • war in der Empfindsamkeit dem Nüchternen und Philisterhaften entgegengesetzt
  • „Universalliteratur“, auch für Volk, nicht nur Elite -> letzte Stufe des Idealismus nach “Sturm und Drang” und “Klassik”
  • Vorgänger des poetischen Realismus

Weltbild & Lebensauffassung:

  • Hoffnungen der Aufklärung schnell zerstört
  • Industrialisierung -> Utopie der Selbstverwirklichung des Individuums in Gesellschaft verblasst
  • Romantisches Ich sucht Weg nach Innen
    -> Flucht in idyllische Natur, heile/geordnete Welt des Mittelalters
  • Sehnsucht = bestimmendes Gefühl
  • Romantische Sehnsucht: ohne wirkliches Ziel, kann dauerhaft sein, geht aus sich selbst hervor

Sprache:

  • Nachahmung der Volkssprache in den Kunstmärchen
  • Fernweh (Exotik), Subjektivismus, Gefühl, Vermischung von Traum und Wirklichkeit
  • Lyrik: Stimmung und Gefühl, volksliedhafte Elemente, Motive aus Mittelalter, Sagen- und Märchenwelt
  • oft Volklied (3x4), Sonett (2x4, 2x3), Balade (3-6x3-6), Einstrophig
  • oft Paarreim (Wirkung: fortlaufend, naiv, fröhlich, unkompliziert, eingängig), Kreuzreim (Verwirrung, enge Verbundenheit, rhythmisch, fröhlich, lebenslustig, Singsang), Haufenreim(aaaa), (Singsang-Kinderlieder, naiv), umarmender Reim (geborgen, Ruhe, Sicherheit, Harmonie, abschattend), verschränkter Reim(abcabc), Schweifreim(aabccb), (letzter Vers/Pointer: Überraschung, Singsang, ungeheure Bindungskraft), Kettenreim(ababcbcdc), Kehrreim(Wiederholung ein/mehrerer Verse im Gedicht), Körnerreim(in Strophe kein Reimschema, jedoch in anderen Strophen, abc efg abc efg → Zusammenhang d. Strophen), Waise(ein Vers passt nicht in Reimschema d. Strophe)
  • Versmaß: Jambus (x,X,x,X), Trochäus (X,x,X,x), Daktylus (X,x,x,X,x,x), Anapäst (x,x,X,x,x,X)
  • Versgrenze: Enjambement (Satzsinn geht über Vers/Strophe hinaus, schwach/stark)-> Verbindung, Bruch des gewohnten Stils, Freiheit Zeilenstil (Satz endet mit Vers/Strophe)
  • Laute: a,u,o,au… → düster, bedrückend, traurig ; e, i, ei… → fröhlich, heller, friedlicher
  • Kadenzen: weiblich (küssen, Figuren), männlich (stark, fort)

Autoren:

  • Novalis
  • Joseph von Eichendorff
  • Jacob und Wilhelm Grimm
  • Clemens Brentano

Motive:

  • Zuneigung zum Unbegrenzbaren, Fantastischen und Wunderbaren (Gegensatz zur Klassik)
  • Einbildungskraft/ Fantasie
  • besonders beliebt: “Nacht”-Motiv (Chaos, Urmutter, aus der das Leben entstand)
  • Nacht steht (im Gegensatz zum christlichen “Licht”-Motiv) für eine feindliche Macht, als ein Tor zum Jenseits
    -Natur als Stimmungsraum
  • „blaue Blume“: Symbol für die Erfüllung und harmonische Vollendung
  • Erneuerung des Irrationalismus
    -Träume als umfassende, gemeinsame Sprache aller Menschen
    -Kinderwelt (Kindlichkeit als Ideal) als Ausweg aus dem alltägl. Regel- und Systemzwang, weil sie Naivität, Spontanität, Ursprünglichkeit und Einfachheit symbolisiert
  • Wirklichkeit soll “durch die Brille des Dichters” neu geschaffen werden (trotz des Wissens, dass der kreative Prozess nie vollendet werden könne)
  • Religion (Himmel, Flügel, Engel)
  • Reisen, Weite, Wanderschaft (Aufbruchsstimmung, entfliehen)
  • Mittelalter (geordnet, friedlich, Sehnsucht)
  • Philister → Alltag, Langeweile, faul, Religion nur als Ausgleich am Sonntag, gleicher Ablauf
  • Farbe Blau → Harmonie, Frieden, Unendlichkeit, Zufriedenheit, Ferne

Rhetorische Figuren:

syntaktische Struktur:

  • Ellipsen (unvollständiger Satz, Auslassung Wort/Satzteil)
  • rhetorische Frage
  • Anapher (Wiederholung Wort am Versanfang); Epipher (gleiche am Versende)
  • Parataxe (Aneinanderreihung Hauptsätze), Hypotaxe (Satzgefüge HS und NS)
  • Alliteration (Wiederholung Anfangslaut)
  • Parallelismus (Wiederholung gleicher syntaktischer Fügungen „Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht“)
  • Aposiopese (Satzabbruch vor entscheidender Aussage „Ich glaube -)
  • Parenthese (Einschub in einer abgerundeten Satzkonstruktion „So bitt ich – ein Versehen wars, weiter nichts – für diese rasche Tat dich um Verzeihung“)
  • Polysyndeton (gleiche Konjunktion „Und es wallet und siedet und brauset und zischt“)
  • Repetition (Wiederholung Wort-/Satzfolge → Steigerung d. Eindringlichkeit „Keiner, aber auch keiner hat widersprochen“)
    Wortwahl:
  • Neologismus (Wortneuschaffung)
  • Ironie
  • poetische Ausdrücke
  • Euphemismus (Beschönigung „verscheiden“ → sterben)
  • Hyperbel (Übertreibung)
  • Litotes (Bejahung durch doppelte Verneinung „nicht hässlich“)
    Bildhaftigkeit:
  • Personifikation (Vermenschlichung)
  • Symbole (Sinnbild, das auf etw. Allgemeines hinweist „Taube“ → Frieden „Ring“ → Treue, Ewigkeit) - Vergleich (Verbindung zweier Dinge durch Hervorhebung d. Gemeinsamen „…stark wie…“) - Metapher (Bedeutungsübertragung, Verknüpfung zweier nicht miteinander verbundenen Dinge „Rabeneltern, Herz brechen“)