Kästner´s erste Jahre

Fach Deutsch

Klasse 10

Autor muckel316

Veröffentlicht am 11.08.2018

Schlagwörter

Erich Kästner

Zusammenfassung

Emil und die Detektive, Pünktchen und Anton oder Das fliegende Klassenzimmer - alles Werke von Erich Kästner. Aber wer war Erich Kästner und wo wurde er geboren? Wie und wo lebte er und was waren seine ersten Veröffentlichungen?

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Erich Kästner

Emil Erich Kästner, ein berühmter Autor, Publizist und Drehbuchautor, wurde am 23 Februar 1899
in Dresden als Sohn von Emil Richard Kästner ( geboren 1867 – gestorben 1957 ), der als Sattlermeister in einer Kofferfabrik tätig war, und seiner Frau Ida Kästner – eine geborene Augustin – (geboren 1871 – gestorben 1951 ) geboren. Seine Mutter war als Dienstmädchen tätig und arbeitete zwischenzeitlich in Heimarbeit, mit Mitte dreißig wurde sie Friseurin.

Er selber sagte einst, dass er zu seiner Mutter ein sehr intensive Beziehung, dies war schon in seiner Kindheit merkbar, denn ihr Liebe bekam vorrangig er zu spüren. Jemand anderes – nicht einmal ihr Mann – spielte eine große Rolle in ihrem Leben nach der Geburt ihres Sohnes Emil Erich.
Dieses Verhältnis spiegelte sich auch in seinem Erwachsenen Leben wieder, denn während seiner Zeit in Leipzig und Berlin schrieb er täglich Briefe und auch Postkarten an seine Mutter, zudem tauchte das Mutter-Motiv immer wieder in seinen Romanen auf.
Jedoch war sein Leben auch von Gerüchten gezeichnet, denn es tauchte ein unbestätigtes Gerücht auf, das ein jüdischer Arzt namens Emil Zimmermann ( geboren 1864 – gestorben 1953 ) - der als Hausarzt der Familie Kästner tätig war – der Vater von Erich sei.

Kästner selbst sagte, das er aus einfachen Verhältnissen entstamme.

Ab dem Jahr 1913 besuchte der damals 14 Jährige Kästner die Freiherrlich von Fletchersche Lehrerseminar in der Dresdener Neustadt. Die Ausbildung brach er jedoch drei Jahre später ab, da er sich doch gegen die Ausbildung zum Volksschullehrer. In seinem Buch „Das fliegende Klassenzimmer“ findet man viele Informationen zu seiner Schulzeit, man kann auch sagen, dass das Buch Autobiographisch ist. Seine reguläre Biografie erschien im Jahr 1957 unter dem Titel „Als ich ein kleiner Junge war!“ Darin ist ein Zitat von Kästner zu finden, wo es um den ersten Weltkrieg ging. Darin schrieb er „ Der Weltkrieg hatte begonnen und meine Kindheit war zu Ende.“

Als 17 Jähriger wurde der junge Erich Kästner zum Militärdienst einberufen und machte seine Ausbildung in einer Einjährigen-Freiwilligen Kompanie. Durch die brutalität, die zum Alltag beim Militärdienst gehörten, ließen ihn später zu einem Antimilitaristen werde. Und aufgrund eines Ausbilders, dessen Name Waurich war und dem er später auch das Gedicht Sergeant Waurich widmete, hatte er Zeit seines Lebens eine Herzschwäche. Als der Erste Weltkrieg beendet war, absolvierte er das Strehlener Lehrerseminar und nur ein Jahr später machte er am König-Georg Gymnasium sein Abitur und wurde dort mit Goldenen Stipendium der Stadt Dresden belohnt.

Nach seinem erfolgreichen Abitur ging Kästner im Herbst 1919 nach Leipzig um dort an der Universität zu studieren. Er hatte dort das Studium der Geschichte, Philosophie, Germanistik und Theaterwissenschaft. Ab dem Jahr 1922 wohnte er in der Hohe Straße 51 zur Untermiete. Die Hohe Straße 51 befand sich in dem Leipziger Musikviertel. Während der Inflation und auch aufgrund seiner finanziellen Notsituation hatte er neben dem Studium mehrere Nebenjobs. Unter anderem arbeitete er in einer Parfümerie und sammelte auch die Börsenkurse für Buchmacher.

Seine Dissertation schrieb Kästner einst zum Thema „Friedrich der Große und die deutsche Literatur“. Promoviert hatte er 6 Jahre nach seinem Studien beginn, im Jahr 1925. Schon bald konnte Kästner sein Studium selber finanzieren, der Grund darin lag bei einer Einstellung zum Journalisten und Theaterkritiker für die Zeitung „Neuen Leipziger Zeitung“.

Nur zwei Jahre später wurde dem immer kritisch werdenden Kästner gekündigt, nachdem er dem Gedicht „Nachtgesang“ von Erich Ohser Frivolität vorwarf. Noch im selben Jahr zog er nach Berlin, wo er zunächst unter dem Pseudonym „Berthold Bürger“. Unter diesem Pseudonym arbeitete er weiter als freischaffender Kulturkorrespondent für die „Neue Leipziger Zeitung. Dies sollte aber nicht sein einziger Pseudonym sein, es folgten noch mehr. Unter anderen Melchior Kurtz oder auch Peter Flint.

Sein Leben in Berlin, welches von 1927 bis hin zum Ende der Weimarer Republik im Jahr 1933 stattfand, wurden einst als seine Produktivsten erwähnt. In diesen Jahren stieg er einer der wichtigsten Persönlichkeiten der Berliner Kulturszene. Zwei Jahre nachdem er nach Berlin gegangen war, wurde sein erstes Kinderbuch „Emil und die Detektive“ im Jahr 1929 veröffentlicht. Allgemein publizierte er in der Zeit sehr viel, es ging über Gedichte, Glossen, Rezensionen und Reportagen und zudem schrieb er auch regelmäßig für die unterschiedlichsten Tageszeitungen, eines war das Berliner Tageblatt. Ab dem Jahr 1928 bekam er Unterstützung, diese erfolgte durch seine Privatsekretärin Elfriede Mechnig, die ihm ab da 45 Jahre lang begleitete.

Noch bevor Kästner „Emil und die Detektive“ veröffentlichte, kam im Jahr 1928 sein erstes Werk „Herz auf Taillie“ auf den Markt. Dieses Buch umfasste eine Sammlung von Gedichten, die aus seiner Leipziger Zeit stammten.
„Emil und die Detektive“ entstand seitens Kästner´s durch eine Anregung von Edith Jacobsohn. Das Buch wurde in insgesamt 59 Sprachen übersetzt und in Deutschland verkaufte sich die Detektivgeschichte weit über zwei Millionen mal. Zwei Jahre später folgte ein weiteres Kinderbuch aus Erich Kästner´s Feder, der Titel lautete „Pünktchen und Anton“ und erschien 1931. Wieder zwei Jahre später folgte ein weiteres Kinderbuch, diesmal war es „Das fliegende Klassenzimmer“ dies wurde im Jahr 1933 veröffentlicht.

Im Jahr 1931 wurde das Buch „Emil und die Detektive“ verfilmt und es war großer Erfolg, jedoch fiel Kästner das Drehbuch nicht. Dies war ein Anstoß für Kästner, als Drehbuchautor zu arbeiten.

In den Jahren von 1927 bis 1929 lebte Emil Erich Kästner in der Prager Straße 17 in Berlin-Wilmersdorf, heute ist es zwar immer noch die Prager Straße allerdings hat sich die Hausnummer von 17 in 12 geändert. 1929 zog Kästner in die Roscherstraße 16 in Berlin-Charlottenburg. Dort lebte er bis ins Jahr 1944.

Kästner war lange mit Luiselotte Enderle liierte, sie ist jedoch nicht die Mutter seines Sohnes Thomas.

Kästner verstarb am 29 Juli 1974 in München.