Isabell Werth und ihr Werdegang

Fach Deutsch

Klasse 8

Autor schnuckelwolke72

Veröffentlicht am 31.08.2018

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Isabell Werth

Zusammenfassung

Isabell Werth ist eine mehrfach ausgezeichnete und exzellente Dressurreiterin. Sie besitzt einen eigenen Reitstall in Rheinberg. Obwohl sie zwei Mal ein Verfahren wegen Doping bzw. nicht erlaubter Medikamente hatte, hat sie sich nicht unterkriegen lassen und gewann bisher 10 olympische Medaillen. Und damit ist sie bis jetzt die Rekordhalterin.

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Isabell Werth – Der Werdegang

Isabell Werth ist eine deutsche Dressurreiterin, die am 21. Juli 1969 in Issum geboren wurde. Issum liegt in Nordrhein-Westfalen und gehört zum Regierungsbezirk Düsseldorf. Sechsmal ist sie als Siegerin von den Olympischen Spielen heimgekehrt und brachte dabei sechs Gold- und 4 Silbermedaillen mit nachhause. Außerdem ist sie auch siebenfache Weltmeisterin, vierzehnfache Europameisterin und vierzehnfache Deutsche Meisterin. Mit ihren zahlreichen Erfolgen ist sie die erfolgreichste Reiterin und Dressurreiterin die es je gab und das nicht nur in Deutschland sondern weltweit.

Werdegang
Werth hatte schon früh Kontakt zu Pferden, da sie in einer landwirtschaftlichen Familie aufwuchs. Anfangs war sie im Spring- und Vielseitigkeitsreiten engagiert, dies ändert sich jedoch als sie, durch die Freundschaft zu einer Tochter von Uwe Schulten-Baumer, zu diesem Kontakt aufnimmt. Schulten-Baumer war ein bekannter internationaler Dressurtrainer, er verstarb am 28. Oktober 2014. Unter seinem Training wechselte Isabell zum Dressurreiten. Ende 1986 bot er ihr an seine Pferde zu reiten. Das Pferd Gigolo FRH, war bis zu den Olympischen Spielen 2000 das Spitzenpferd von Werth, nach den Spielen 2000 ist der Hannoveranerwallach in den Ruhestand gegangen. Ende 2001 trennten sich die sportlichen Wege von Isabell und ihrem Trainer Schulten-Baumer. Da es unteranderem auch Differenzen mit seiner Stieftochter Ellen Schulten-Baumer gab und beide deshalb Abstand voneinander benötigten. Dietrich Schulze und Madeleine Winter-Schulze, die neuen Sponsoren von Werth, kauften eine Vielzahl von Pferden aus dem Besitz von Schulten-Baumer, da Isabell immer auf diesen geritten ist. Die Dressurreiterin zieht daraufhin nach Mellendorf, ein Ortsteil der Wedemark in der Region Hannover, auf den Hof der Familie Winter-Schulze.
Ihr beruflicher Werdegang lang weit weg vom Reitsport. Nach der Schulzeit und dem Abitur 1989 in Rheinberg, studierte Isabell Rechtswissenschaft und war als Rechtsanwältin tätig. Bei der Karstadt AG war sie von 2001 bis 2004 beschäftigt, nebenbei vertreibt sie eine Reitsport-Kollektion unter ihrem Namen.
2004 verließ sie den Hof der Familie Winter-Schulze und kehrte zurück nach Rheinberg um dort ihren eigenen Reitstall zu betreiben. Werth und das Pferd Satchmo, stellten 2005 bei den Stuttgart German Masters einen neuen Weltrekord im Grand Prix auf. Dieser wurde ein Jahr später von Anky van Grunsven mit seinem Pferd Salinero abgelöst. Obwohl ihr Meisterpferd „Warum nicht“ durch eine Verletzung ausfiel, gewann sie dennoch bei den Weltreiterspielen 2006 in Aachen, Mannschaftsgold, wurde Weltmeisterin im Grand Prix Spécial und nahm die Bronzemedaille für die Kür mit nach Hause. Und das erreichte sie alles mit dem Wallach Satchmo.

Olympische Sommerspiele 2008
Mit ihrer Mannschaft, bestehend aus Nadine Capellmann, Heike Kemmer und sie selbst, wurde sie 2008 bei den Olympischen Spielen in Peking Olympiasiegerin. Im Einzelwettbewerb holte sie Silber, das war ihre vierte Einzelmedaille, insgesamt hat sie acht Medaillen gewonnen. Die Jahre 2007 bis Anfang 2009 liefen für Isabell noch gut. Mit dem Pferd „Warum nicht FRH“ gewann sie 2007 die Weltcupfinals und erreichte in den Jahren 2008 und 2009 den zweiten Platz. Im zweiten Halbjahr 2009 durfte Werth wegen einer Sperre nicht an Wettkämpfen teilnehmen, erst 2010, bei den Weltreiterspielen, zählte sie mit „Warum nicht FRH“ wieder zum deutschen Team und gewann die Bronzemedaille. Bei ihrem Comeback Turnier war sie die Fahnenträgerin der deutschen Mannschaft. In Rotterdam holte sie, mit „El Santo NRW“, Silber bei den Europameisterschaften 2011. Im darauffolgenden Jahr nahm die Dressurreiterin nicht an den Olympischen Spielen teil. Mit dem Ross „Don Johnson FRH“ hatte Isabell Werth sich 2013 für die Europameisterschaften qualifiziert und holte mit der deutschen Mannschaft Gold. Im Grand Prix Spécial erreichte sie nur einen der letzteren Plätze, da sie einige Patzer bei der Piaffe (eine Kunstgangart) und dem Einerwechsel (Wechsel vom Links- in den Rechtsgalopp oder umgekehrt) einbüßen musste. Mit „Bella Rose“, einer 10 Jahre alten Stute, trat sie bei den Weltreiterspielen 2014 an und gewann die Mannschafts-Goldmedaille. Mit dieser Goldmedaille wurde sie zur Rekordhalterin und löste damit Reiner Klimke ab. Diesen Titel konnte ihr bisher niemand streitig machen. Auf Grund von Symptomen einer Huflederhautentzündung fiel „Bella Rose“ erstmal für weitere Wettkämpfe aus. Sie sagte Bella wäre das beste Pferd das sie je hatte. Beim Weltcupturnier in Stuttgart im November 2014 war Isabell mit ihrer Stute noch sehr erfolgreich, doch in den Jahren 2015 und 2016 konnte das Pferd wegen Verletzungen nicht antreten. Mit „Don Johnson FRH“ trat sie 2015 bei Wettkämpfen an, dieser verletzte sich dann auch und fiel somit für die Olympischen Spiele 2016 aus. All ihre Spitzenpferde sind verletzt, ein Plan B muss her. Werth entscheidet sich dazu die Stute „Weihegold OLD“, die bisher von Beatrice Buchwald geritten wurde, für die Olympiaqualifikation zu nehmen. Das ist nicht das erste Mal das Isabell mit Weihegold ein Team bildet, denn während der Weltcupsaison 2015/2016 präsentierte die Reiterin das Pferd in zwei Prüfungen. Überraschend gewann sie mit Weihegold die Goldmedaille im Grand Prix Spécial während der Deutschen Meisterschaften 2016 in Balve. Die beiden wurden beim CHIO Aachen (Concours Hippique International Officiel bedeutet zu Deutsch Internationaler Offizieller Pferdesport-Wettbewerb) für die Olympischen Spiele 2016 nominiert.

Olympische Sommerspiele 2016
Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio holte sie die Goldmedaille mit ihrem Team so wie Silber im Einzelwettkampf. Damit wechselte der Titel „erfolgreichster Reiter bei den Olympischen Spielen“ den Besitzer, denn das war ihre zehnte Olympische Medaille und überholte Reiner Klimke. Während der Weltcupsaison 2016/2017 stellte Werth alle Reiter in den Schatten, denn sie gewann mit drei Pferden (Weihegold OLD, Don Johnson FRH und Emilio) in fünf Bereichen der Westeuropaliga. Zum ersten Mal auf eine Bewertung von über 90 Prozent kam Isabell bei der Weltcupkür in Lyon, eine Stadt in Frankreich. Im US-Bundesstaat Nebraska, genauer gesagt in der Stadt Omaha, triumphierte sie mit „Weihegold OLD“ zum dritten Mal bei dem Weltcupfinale der Dressurreiter. 2017 holte sie sich zum elften Mal den „Großen Dressurpreis von Aachen.
Die Dressurreiterin wurde für ihre hervorragenden Leistungen im Reitsport mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet. Das Silberne Lorbeerblatt ist die höchste zu verleihende sportliche Auszeichnung in Deutschland. Bei der Wahl zur Sportlerin der Jahres 2017 erreichte Werth den dritten Platz. Für die Christoffel-Blindenmission ist sie uneigennützig als Botschafterin tätig, das macht sie bereits seit Januar 2006. Werth ist nicht verheiratet, aber lebt mit dem ehemaligen Karstadt-Manager, Wolfgang Urban zusammen. Gemeinsam haben die beiden einen Sohn.

Verfahren wegen Doping bzw. unerlaubter Medikation
Beim Pfingstturnier in Wiesbaden, im Juni 2009, wurde ihr Wallach „Whisper“, bei der Dopingkontrolle positiv auf den Bestandteil Fluphenazin getestet. Der Verband „FEI“ sperrte sie daraufhin bis auf weiteres. Anfang September 2009 dann das Urteil – sechs Monate Sperre.
Im Jahre 2012 wieder ein Vorfall, diesmal wurde ihr Pferd „El Santo NRW“ positiv auf Cimetidin getestet. Diese Arznei wird bei Magenbeschwerden eingesetzt. Es ist bei internationalen Turnieren erlaubt, sofern man sich an die Regeln hält. Laut den nationalen Richtlinien zählt diese Substanz jedoch zu den verbotenen Medikamenten. Isabell Werth erklärte die positive Kontrolle damit, dass ein anderes Pferd das Medikament bekommen hatte und durch eine fehlerhafte Tränkanlage gelang das Medikament in die Tränke von El Santo. Von der ersten Instanz wurde sie gesperrt, die zweite Instanz hob die Sperre wieder auf, jedoch musste sie eine Geldbuße zahlen und somit wurde auch das Verfahren gegen sie eingestellt.