Ich weiß nicht was soll es bedeuten – Heinrich Heine

Fach Deutsch

Klasse 9

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 02.07.2018

Schlagwörter

Ich weiß nicht was soll es bedeuten Heinrich Heine

Zusammenfassung

Dieses Referat behandelt das Gedicht "Ich weiß nicht was soll er bedeuten", welches auch unter dem Namen "Lied von der Loreley" bekannt ist und von dem deutschen Dichter Heinrich Heine im Jahre 1824 verfasst wurde.

Kostenlose Tipps zum Erstellen eines guten Referates

Wir haben für Dich eine Zusammenfassung bereit gestellt, die dich anleitet ein gutes Referat zu schreiben.

Tipps anschauen

„Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ ist der Anfang von dem Lied „Die Lore – Ley“, welches auch unter dem Titel „Lied von der Loreley“ bekannt ist. Die Anfangszeile wird auch gelegentlich als Name für das Lied verwendet. „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ ist ein Gedicht von Heinrich Heine aus dem Jahre 1824. Das Thema dieses Gedichts ist die Loreley Sage. Vertont wurde das Gedicht im Jahre 1837 mit einer Melodie von Friedrich Silcher. Insbesondere die Version mit der Melodie ist sehr bekannt geworden.

Der Dichter Heinrich Heine

Der Verfasser des Gedichts war Christian Johann Heinrich Heine, welcher besser als Heinrich Heine bekannt ist. Er wurde am 13. Dezember 1797 in Düsseldorf geboren und wurde zu einem der wichtigsten deutschen Dichter und Schriftsteller im 19. Jahrhundert. Heinrich Heine starb am 17. Februar des Jahres 1856 in Paris in Frankreich.

Heinrich Heine war als Dichter der Romantik sehr erfolgreich. Er gilt sogar, als der letzte Dichter der Romantik und auch als der Überwinder der Romantik. Heinrich Heine machte die alltägliche Sprache tauglich für die Poesie und Lyrik. Er erhob das Feuilleton sowie den Reisebericht zu einer Kunstform und gab auf diese Art der deutschen Literatur eine neue Bedeutung. Es gelang ihm insbesondere der deutschen Literatur, eine zuvor noch nie da gewesene elegante Leichtigkeit zu verleihen. Die Gedichte und Werke von Heinrich Heine waren insgesamt sehr erfolgreich. Sie wurden zahlreiche Male veröffentlicht und auch in viele andere Sprachen übersetzt und vertont. Heinrich Heine liegt hier im Vergleich zu anderen deutschen Dichtern weit vorne. Seine Arbeiten sind weltbekannt und weltweit erfolgreich. Aufgrund seines politischen Engagements, seiner kritischen Art und seiner Arbeit als Essayist, Satiriker sowie Polemiker war Heinrich Heine jedoch nicht nur berühmt, sondern in gewisser Weise auch berüchtigt. Da Heinrich Heine Jude war, wurde er von den Nationalsozialisten und antisemitisch eingestellten Menschen gehasst und über seinen Tod hinaus verachtet. Heinrich Heine war ein typischer Außenseiter und Einzelgänger. Dies spiegelte sich auch in seinem Leben und seinen Arbeiten wieder.

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten (Lied von der Loreley)

Es folgt der Text des Liedes von der Loreley in der ursprünglichen Fassung sowie eine anschließende Interpretation des Gedichtes:
Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
dass ich so traurig bin;
ein Märchen aus alten Zeiten,
das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Die Luft ist kühl und es dunkelt,
und ruhig fließt der Rhein;
der Gipfel des Berges funkelt
im Abendsonnenschein.

Die schönste Jungfrau sitzet
dort oben wunderbar;
ihr goldnes Geschmeide blitzet,
sie kämmt ihr goldenes Haar.

Sie kämmt es mit goldenem Kamme
und singt ein Lied dabei;
das hat eine wundersame,
gewaltige Melodei.

Den Schiffer im kleinen Schiffe
ergreift es mit wildem Weh;
er schaut nicht die Felsenriffe,
er schaut nur hinauf in die Höh.

Ich glaube, die Wellen verschlingen
am Ende Schiffer und Kahn;
und das hat mit ihrem Singen
die Lore-Ley getan.

Das zentrale Thema ist das der verschmähten, nicht erwiderten Liebe. Fast jeder Mensch hat diese Erfahrung schon einmal gemacht und diesen Schmerz bereits selbst einmal gespürt. Es ist möglich, dass Heinrich Heine hier ein autobiografisches Erlebnis in sein Gedicht einfließen lässt. Das Kämmen mit einem goldenen Kamm stellt eine narzisstische Geste dar. Eine andere Art und Weise der Interpretation des Gedichts ist eine Auseinandersetzung des Dichters mit der Romantik oder zumindest der romantischen Poesie und Dichtung.

Diese ist in der Gestalt der Lore Ley wieder gegeben. Heinrich Heine benutzte in seinem Gedicht Motive und Symbole sowie Darstellungsmittel der Romantik ebenso wie solche, des klassischen Volksliedes. Er verwendete sie, um sie anschließend ironisieren zu können, um sich von ihnen zu distanzieren. Dieser Schreibstil war Heinrich Heine wichtig, er verwendete ihn in mehreren seiner Gedichten.

Bedeutung von „Ich weiß nicht, was soll es Bedeuten“ bis in die heutige Zeit

Das Gedicht war zur damaligen Zeit sehr angesehen und wurde zahlreiche Male veröffentlicht und in den Unterschiedlichsten Sammlungen und Zeitungen abgedruckt. Durch die Vertonung, erlangte es zusätzliche Bekanntheit und war sehr einprägsam. Das Lied von der Loreley ist auch heute noch Bestandteil der Lehrpläne vieler Schulen, sodass das Gedicht an die nächsten Generationen weiter gegeben wird. Durch diese Verbreitung spielt das Gedicht auch in der heutigen Zeit noch eine Rolle, auch wenn dessen Wichtigkeit abgenommen hat. Viele Schülerinnen und Schüler befassen sich in der Schule nur mit dem Gedicht, da es „Pflicht“ ist. Dennoch wird das Gedicht an manchen Schulen im Rahmen von Lyrikprojekten intensiver und tiefgehender behandelt.

Im 19. Jahrhundert gab es die meisten Fassungen des Liedes. Es waren insgesamt mehr als 40 Fassungen bekannt. Die erste Vertonung durch Friedrich Silcher blieb jedoch bis heute die bekannteste vertonte Fassung von „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“. Dennoch gab es auch weitere Fassungen, die große Bekanntheit und Beliebtheit erlangten. Hierzu gehörte insbesondere die im Jahre 1841 entstandene und 1856 überarbeitete Fassung von Franz Liszt. Dieser hatte das Gedicht unter dem Titel „die Loreley“ als Lied und Klavierstück vertont. Das Lied galt als gefühlvolles und sentimentales Volkslied. Selbst im Nazi Deutschland soll das Lied, insgeheim, beliebt gewesen sein, obwohl der Dichter Heinrich Heine ein Jude war und von den Nationalsozialisten gehasst wurde.

Es hält sich das Gerücht, dass die Nationalsozialisten sich nicht getraut haben, das Lied von der Loreley aus den Lyrik Anthologien zu entfernen, weil sie die wahre Bedeutung des Stückes erkannt hätten. Die Nazis leugneten jedoch den Urheber Heinrich Heine, indem sie das Gedicht und Lied einem „unbekannten deutschen Dichter“ zuordneten. Das Werk und lyrische Vermächtnis Heinrich Heines dauert bis heute an. Er ist einer der bedeutendsten deutschen Dichter die es je gegeben hat.