Homo faber

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Klasse 10

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 20.05.2018

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Homo faber

Zusammenfassung

Dieses Referat handelt vom Roman Homo faber - geschrieben vom Schweizer Schriftsteller Max Frisch. Es erläutert den Charakter der Hauptfigur Walter Faber und gibt die wichtigsten inhaltlichen Aspekte wieder.

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Das Buch Homo Faber – ein Bericht wurde vom Schweizer Schriftsteller Max Frisch verfasst. Der Roman erschien im Oktober des Jahres 1957 im Suhrkamp Verlag. Das Buch wurde zu einem internationalen Bestseller und gilt als eines der erfolgreichsten Werke von Max Frisch. Homo Faber – ein Bericht wurde in viele Sprachen übersetzt und weltweit vertrieben. Häufig ist der Roman auch Bestandteil des Deutschunterrichts an Schulen. Aufgrund des großen Erfolges des Buches, wurde dieses im Jahre 1991 von Volker Schlöndorff verfilmt und kam mit dem Titel Homo Faber ins Kino. Im Folgenden Text wird jedoch der Roman zugrunde gelegt und behandelt.

Der Buchtitel des Romans setzt den Hauptcharakter Walter Faber in Bezug zum Begriff des homo faber, des schaffenden und tätigen Menschen. Walter Faber ist von Beruf Ingenieur. Er hat eine äußerst rationale und technisch orientierte Sicht der Dinge sowie Weltanschauung. Durch verschiedene Ereignisse wird Fabers geordnetes und strukturiertes Leben mit dem Zufall und der verdrängten Vergangenheit konfrontiert. Durch eine Verkettung diverser, mathematisch sehr unwahrscheinlicher, Ereignisse trifft Walter Faber im Verlauf des Romans auf einen verstorbenen Jugendfreund, seine erste große Liebe sowie auf seine leibliche Tochter, von deren Existenz er nichts wusste. Aufgrund dieser Unwissenheit geht er mit seiner Tochter eine Beziehung ein, welche tragisch endet. Erst zum Ende des Buches, als Walter Faber bereits todkrank ist, erkennt er, dass er Fehler gemacht und vieles versäumt hat. Aufgrund dieser Erkenntnis beschließt er sein Leben zu ändern.
Das Buch Homo Faber – ein Bericht enthält autobiografische Elemente. Außerdem verarbeitete Max Frisch dort auch Kernthemen, wie den Konflikt zwischen der eigenen Identität und der sozialen Rolle, der Bestimmung des menschlichen Daseins durch das Schicksal und den Zufall. Außerdem werden der Gegensatz von Technik und Natur und Mythos erörtert, bis hin zu einer gescheiterten Beziehung sowie dem verpfuschten, unvollkommenen Leben.

Der Roman beginnt in einem Flugzeug, mit dem der Ingenieur Walter Faber dienstlich von New York nach Venezuela fliegt. Sein Sitznachbar im Flugzeug ist zufällig Herbert Henke, welcher der Bruder eines Jugendfreundes von Walter Faber ist. Dieser heiratete vor langer Zeit dessen Jugendliebe, nachdem diese sich von Faber getrennt hatte. Diese Konstellation führte zum Ende der Freundschaft.

Im Verlauf des Fluges bekommt das Flugzeug gravierende technische Probleme, es fallen zwei Motoren aus. Dies führt den Piloten der Maschine dazu, eine Notlandung einzuleiten. Diese gelingt ihm inmitten der mexikanischen Wüste. Die Passagiere werden nach ein paar Tagen gerettet.
Dieses Ereignis veranlasst Walter Faber seine geplante Dienstreise zu verschieben. Er schließt sich Herbert Henke an, um dessen Bruder suchen, welcher in Guatemala verschollen ist. Zwar finden sie Bruder Joachim nach einiger Zeit auf dessen Plantage, jedoch hat er Selbstmord durch Erhängen begangen. Sein Bruder Herbert beschließt dort zu bleiben, während Walter Faber nach New York zu seiner geliebten Ivy zurückkehrt. Doch bereits nach kurzer Zeit, möchte Faber wieder weg von ihr und entschließt sich per Schiff nach Europa zu reisen, da er aufgrund des Flugzeugabsturzes eine Schiffsreise dem Fliegen vorzieht.

An Bord des Schiffes lernt er Sabeth kennen und verliebt sich schnell in sie, da sie ihn an seine Jugendliebe Hanna erinnert. Am letzten Tag der Schiffsreise, welcher zufällig auch Walter Fabers 50. Geburtstag ist, macht er Sabeth einen Heiratsantrag, welchen sie offen lässt.
Ihre Wege trennen sich in Paris. Walter Faber sucht die Stadt und insbesondere das Louvre in Zukunft häufig auf, in der Hoffnung Sabeth dort wieder zu treffen. Dies gelingt ihm auch. Sie reisen kurze Zeit später gemeinsam zu ihrer Mutter nach Griechenland. Es wird eine sehr romantische Fahrt, in der sie ihre Liebe zueinander wiederentdecken. Durch einen Zufall erfährt Walter Faber, dass es sich bei Sabeth um Hannas Tochter handelt. Obwohl er sehr intelligent ist, gelingt es ihm nicht, zu entdecken, dass Sabeth das gemeinsame Kind von ihm und Hanna ist. Eventuell liegt dies auch daran, dass Hanna und er sich während ihrer Schwangerschaft auf einen Schwangerschaftsabbruch geeinigt hatten. Die Beziehung scheiterte und Hanna trug das gemeinsame Kind ohne Fabers Wissen aus.

Passend zur Tragik des Romans, endet auch die Beziehung zwischen Walter Faber und Sabeth dramatisch. Sabeth wird von einer giftigen Schlange gebissen und stürzt anschließend eine Böschung herunter. Bei dem Sturz zieht sie sich schwere innerliche Kopfverletzungen zu. Faber bringt Sabeth persönlich ins Krankenhaus, erzählt dort jedoch nur von dem Schlagenbiss, was zur Folge hat, dass die Kopfverletzungen unbehandelt bleiben und Sabeth daran stirbt.
Nach diesen Ereignissen beschließt Walter Faber eine letzte Dienstreise zu unternehmen, bevor er zu Hanna zurückkehrt und diese heiratet. Von dieser Entscheidung beflügelt packt ihn auf seiner Reise zum ersten Mal ein seinem Leben eine regelrechte Lebenslust. Er beschließt sein Leben umzuwandeln und zukünftig zu genießen. Ihm wird auf der Reise klar, wie beschränkt seine bisherige Weltanschauung gewesen ist. Dennoch ist ihm im Unterbewusstsein bereits klar, dass es zu einer wirklichen Wandlung wohl nicht mehr kommen wird, da er todkrank ist. Sein stets verdrängtes Magenleiden entpuppt sich als Magenkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Er unterzieht sich in Athen einer Operation. Am Morgen des Operationstages endet sein Bericht. Dies lässt auf den Tod Walter Fabers schließen.

Bei genauerer Betrachtung der Menschen im Roman wird klar, dass allen Menschen, mit denen Walter Faber näheren Kontakt, ein trauriges Ende blüht. Während er selbst, Sabeth und Joachim sterben, bleiben dessen Bruder Herbert, seine geliebte Ivy und seine Jugendliebe Hanna als gebrochene Menschen alleine zurück. Insbesondere Hanna trifft es doppelt so hart, da sie sowohl ihre Tochter als auch ihren Jugendfreund und zukünftigen Ehemann verliert.