Herta Heuwer und die Entdeckung der Currywurst

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Klasse 7

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 19.08.2018

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Die Entdeckung der Currywurst

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit der Entdeckung des beliebtesten Imbissgerichtes, die "Currywurst", durch die Berliner Imbissbudenbetreiberin Herta Heuwer. Es wird die Geschichte der Currywurst erzählt und auch auf moderne Varianten eingegangen.

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Bei der Currywurst handelt es sich um ein typisches deutsches Imbissgericht, welches in der Regel aus einer Bratwurst, einer Krakauer oder einer Bockwurst, welche komplett oder in Scheiben geschnitten, mit einer tomatenhaltigen Currysosse und Currypulver gereicht wird. Bei der Wurst handelt es sich im Normalfall um feine, bereits vorgegarte Brühwürste, entweder mit oder ohne Darm. Die Currywurst ist bereits seit der Nachkriegszeit bekannt und beliebt. Sie wird meistens als Imbissgericht angeboten, ist mittlerweile aber auch in den Kantinen und sogar in manchen Restaurants angekommen. Darüber hinaus gibt es die Currywurst inzwischen auch als Fertiggericht für den Privathaushalt.

Die Geschichte der Currywurst

Die Currywurst kommt aus Berlin und ist in der Zeit nach dem Ende des zweiten Weltkrieges entstanden. Die Imbissbudenbetreiberin Herta Heuwer, betrieb seit dem Sommer des Jahres 1949 einen Imbiss an der Ecke Kantstraße / Kaiser Friedrich Staße in Berlin Charlottenburg. Sie entwickelte die typische Currysosse im September 1949 und servierte diese zur gebratenen Wurst. Somit war sie die „Erfinderin“ der Currywurst. Sie war stolz auf ihre Kreation und dekorierte ihren Imbiss mit verschiedenen Anschriften und Slogans, welche sie als die „1. Currywurst Braterei der Welt“, auswies. Im Jahre 1959 sicherte sie sich den Namen „Chillup“ für eine ihrer Sossen. Nach eigenen Angaben hat sich die Firma Kraft, heute Mondeléz, erfolglos bei ihr um das Rezept der Sosse, sowie das Markenrecht, beworben haben.

Herta Heuwer ließ sich, insbesondere im höheren Alter, als Erfinderin der Currywurst feiern, gab zahlreiche Interviews und hatte sogar Auftritte im Fernsehen. Im Jahre 2009 eröffnete in Berlin das deutsche Currywurst Museum, welches Herta Heuwer als offizielle Erfinderin anerkennt und ehrt. Seit dem Jahre 2003 gibt es am ehemaligen Standort ihres Imbisses eine Gedenktafel ihr zu Ehren.
Der große Erfolg von Metzger Brückners Wurst ohne Darm oder Pelle war der Notlage der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg zuzuschreiben. Es herrschte Nahrungsmittelknappheit in Deutschland. Naturdarm war Mangelware und nur sehr schwer zu bekommen. Bei der Herstellung von Wurst, wird die Fleischmasse bzw. Fettmasse in Darm gepresst, und steift anschließend dort aus. Dieser Prozess gibt der Wurst ihre typische Form. Durch die Herstellungsmethode von Metzger Brücker bekam die Wurst ohne Darm ihre Form. Erster Abnehmer war Famillie Jankowitz aus Berlin Spandau. Dies war die „Geburtsstunde“ der „Spandauer ohne Pelle“. Auch diese Wurst kam bei der Bevölkerung mit der Tomatensosse, nach dem Rezept und der Idee von Herta Heuwer sehr gut an.

Verschiedene Varianten der Currywurst

Die Currywurst ist heutzutage das beliebteste Imbissgericht und daher aus Imbissbuden und Kantinen nicht mehr wegzudenken. Auch auf Stadtfesten, Märkten, Trödelmärkten und ähnlichen Veranstaltungen, gibt es Wurststände, auf denen den Besuchern Currywürste angeboten werden. Diese erfreuen sich stets einer großen Beliebtheit. Es gibt verschiedene Varianten der Currywurst. Regional sind die Unterschiede teilweise sogar recht groß. Manchmal ist die Currysosse kalt und diese wird auch so über die warme Wurst gegossen und anschließend mit Currypulver bestreut. Die Currysosse selbst, ist in der Regel eher mild, damit auch kleinere Kinder die Currywurst essen können, ohne dass es ihnen zu scharf wird. Ein größerer Schärfegrad wird mit Hilfe des über die Currywurst gestreuten Currypulvers erreicht. In einigen Fällen ist die Currysosse ebenfalls warm. Auch in der Konstistenz der Currysosse gibt es große Unterschiede, die von pastenähnlich bis dünnflüssig reichen.

Bei der Original Berliner Currywurst in Berlin gibt es zwei äußerst verschiedene Varianten der Currywurst, welche auf die Geschichte der Nachkriegszeit zurückgehen, die Variante mit Darm sowie die Variante ohne Darm. Die Currywürste mit Darm sind die klassische Variante. Die Currywürste ohne Darm haben eine Walzenform und sind weißlich, sie ähneln daher den Wollwürsten, welche in Bayern weit verbreitet sind. Damit sich eine Currywurst, original Berliner Currywurst nennen darf, muss sie einige Anforderungen erfüllen. Sie wurden bereits im Jahre 1951 in Zusammenarbeit der Berliner Behörden und der Metzgerinnung festgelegt. Die Veröffentlichung dieser Festlegung fand am 20. August 1967 in der „Allgemeinen Fleischer Zeitung“ statt. Die Currywurst muss nach dieser Festlegung eine feine, nicht gepökelte und nicht geräucherte Bratwurst sein, welche mindestens mittlere Qualität hat und einen maximalen Fremdwasserzusatz von höchstens fünf Prozent hat. Würste, von geringerer Qualität oder generell Würste anderer Art, dürfen offiziell nicht Currywurst genannt und als solche angeboten und verkauft werden. Eine zulässige Bezeichnung für solche Würste ist beispielsweise „Bratwurst mit Curry“.

Beide Varianten der Currywurst, werden vorab im Ganzen gebraten. In der Regel liegen sie hierbei in einer Fettwanne und sind bis ungefähr zur Hälfte mit heißem Fett bedeckt. Wenn die Wurst fertig gebraten ist, wird diese meistens in Stücke geschnitten, welche eine mundgerechte Größe haben. Manche Imbisse, insbesondere in Berlin, schneiden die Currywürste nur schräg an und servieren sie auf einem Teller. Danach wird die Currywurst mit der Currysosse übergossen und abschließend mit Currypulver bestreut. An dieser Stelle ist die normale Currywurst fertig.

Da es jedoch verschiedene Geschmäcker und Vorlieben, insbesondere beim Schärfegrad gibt, kann die Currywurst noch mit einigen Extras versehen werden. Auch Wunsch wird die Currywurst noch mit Röstzwiebeln oder frischen Zwiebeln überstreut oder mit Hilfe von Cayennepfeffer oder Chilischoten scharf gemacht. Manchmal kommt zur Steigerung der Schärfe auch Tabasco - Sosse zum Einsatz.

Die klassische Currywurst kann pur gegessen werden. In der Regel wird aber entweder eine Scheibe ungetoastetes Toastbrot oder ein Brötchen dazu serviert. Beliebt sind auch Pommes mit Mayonaise als Beilage zur Currywurst. Insbesondere letzteres hat sich zum beliebtesten Kantinengericht entwickelt und das Wiener Schnitzel mit Pommes auf Platz zwei verdrängt.