Großer Stress = kleine Hemmschwelle?

Fach Deutsch

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 16.08.2018

Schlagwörter

Stress

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit negativem Stress und welche folgen er für den menschlichen Körper haben kann. Auch auf die seelischen Folgen und das sinken der Hemmschwelle sowie eine gesteigerte Aggressivität wird eingegangen.

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Stress kann sowohl positive Auswirkungen als auch negative Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben. Im Weiteren Verlauf wird auf die Auswirkungen von negativem Stress auf den Menschen eingegangen.

Auslöser von Stress

Stress kann verschiedene Auslöser haben. Er kann beispielsweise durch Zeitdruck in der Schule, an der Uni oder im Beruf entstehen. Die Zeit in der Klassenarbeit reicht nicht aus und eine schlechte Note droht? Der Abgabetermin einer Semesterarbeit steht kurz bevor und diese ist noch längst nicht fertig? Die Klausuren rücken bedrohlich schnell näher, obwohl man noch nicht vorbereitet ist. Der Chef möchte eine Umfangreiche Präsentation haben, welche im nächsten Meeting vorgetragen wird?

Fast jeder Mensch kennt solche oder ähnliche Situationen. Es handelt sich um Klassiker, welche dazu führen, dass der Mensch „gestresst“ ist.
Gelegentlicher Stress beeinflusst zwar das Wohlbefinden des Menschen, hat jedoch auf den Körper zunächst keine weiteren Auswirkungen. Anders sieht es aus, wenn Menschen regelmäßig Stress ausgesetzt sind. Dies kann sehr wohl körperliche und auch seelische Beeinträchtigungen hervorrufen.

Ab wann ist ein Mensch gestresst und wie viel Stress kann der Mensch ertragen?

Diese Fragen werden nun anhand eines Fallbeispiels beantwortet. Fiktiver Charakter dieses Fallbeispiels ist Peter Müller. Peter Müller ist Pendler. Da sein Auto aktuell kaputt ist und einer aufwendigen Reparatur in der Werkstatt bedarf, muss er auf den Bus und die S – Bahn zurückgreifen, um an seinen Arbeitsplatz zu gelangen. Da die Fahrtzeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln inkl. Umsteigezeit und Wartezeit deutlich länger ist, als mit dem Auto, muss Peter Müller heute deutlich früher aufstehen als sonst. Das behagt dem Langschläfer überhaupt nicht und er ist bereits früh morgens etwas genervt. Als Peter Müller zur Bushaltestelle läuft, beginnt es in Strömen zu regnen, was zur Folge hat, dass sowohl er als auch sein Rucksack völlig durchnässt sind, als er an dem Unterstand der Bushaltestelle ankommt. Er ist froh, dass er nur fünf Minuten warten muss, da er aufgrund der Nässe friert. Allerdings fällt der Bus aus und er muss eine weitere halbe Stunde auf den nächsten Bus warten. Als dieser endlich ankommt, wird Peter Müller klar, dass er auch die S – Bahn welche ihn in die Nachbarstadt fährt, verpassen wird und somit seine Arbeitsstelle nicht mehr pünktlich erreichen kann. Er teilt seinem Teamleiter dies in einer Textnachricht mit. Da Peter Müller sich in diesem Quartal bereits zwei Mal (unverschuldet) verspätet hat, bekommt er von seinem Teamleiter eine Vorladung zu einem Personalgespräch. Immer noch nicht auf der Arbeit angekommen, ist dieser mittlerweile schlecht gelaunt und gestresst.

Als er auf der Arbeit erfährt, dass zwei Kollegen krankheitsbedingt ausfallen, stürzt Mehrarbeit auf ihn und seine anderen Kollegen ein. Diese führt dazu, dass er gesamte Arbeitstag sehr arbeitsintensiv und stressig ist und die Vorgesetzten ständig Druck ausüben, da gewisse Arbeitsschritte in einer sehr knappen Zeit ausgeführt werden müssen. Auch in der Mittagspause findet Peter Müller keine Entspannung. Da er kein Auto zur Verfügung hat, hat er beim Mittagessen lediglich die Wahl zwischen der qualitativ zwar guten aber immer überfüllten Kantine und einer Dönerbude auf der anderen Straßenseite. Er entscheidet sich für die Kantine und stellt sich in der Warteschlange an. Als Peter Müller endlich mit seinem Essen am Tisch sitzt, hat er nur noch etwas mehr als zehn Minuten Zeit. Er schlingt sein Essen hinunter und eilt zurück zu seinem Arbeitsplatz, den er in letzter Minute, also noch pünktlich erreicht. Der Rest des Arbeitstages ist ebenfalls sehr arbeitsintensiv und das Pensum in der vorgeschriebenen Zeit einfach nicht zu schaffen. An einen pünktlichen Feierabend ist nicht zu denken. Das ärgert Peter Müller ganz besonders, da er an diesem Abend mit seiner Frau ins Restaurant und anschließend ins Kino gehen wollte.

Als er endlich Feierabend machen kann, steht ihm noch eine lange Heimfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bevor. Diese verläuft zwar weniger problematisch als die Hinfahrt, doch auch diesmal entsteht eine Viertelstunde Verspätung. Peter Müller kommt anstatt um 17:00 Uhr, durch die Überstunden, die Heimfahrt mit Bus und S – Bahn sowie deren Verspätung erst um kurz vor 20:00 Uhr nach Hause. Er ist total erschöpft und einfach nur gestresst und deshalb auch sehr reizbar. Er wünscht sich eigentlich nur noch etwas zu Essen, um anschließend schnell ins Bett gehen zu können. Da er und seine Frau eigentlich im Restaurant essen wollten, hat sie nichts gekocht. Sie hat immer noch Lust auswärts Essen zu gehen „besser spät als nie“, er jedoch nicht und ist sauer, dass sie nicht mitgedacht und ihm etwas gekocht hat. Es kommt zu einer Meinungsverschiedenheit, wo Peter Müllers Frau klein bei gibt und auf das Abendessen im Restaurant verzichtet und ihrem Mann anschließend eine Kleinigkeit zu essen macht. Peter Müller hatte einen sehr stressigen Tag. Glücklicherweise sind solche Tage in seinem Leben selten.

Ein wie oben beschriebener Tagesablauf ist äußerst stressig. Handelt es sich hierbei um eine Ausnahme, also einfach um einen Tag, an dem einfach alles schiefgeht, ist dies zwar nervig und stressig, jedoch langfristig für den menschlichen Körper nicht weiter problematisch. Gefährlich wird Stress, wenn dieser regelmäßig auftritt und chronisch wird. Körperliche Reaktionen auf Stress sind beispielsweise Unzufriedenheit, Reizbarkeit, Müdigkeit aufgrund von Schlafstörungen, Kopfschmerzen sowie Magenbeschwerden. Diese können unter Umständen auch Chronisch werden. Deshalb ist es wichtig, dass es eine gesunde Work – Life – Balance gibt und der Mensch sich nicht überanstrengt bzw. sich allgemein zu viel zumutet.

Stress kann, wenn er permanent auftritt auch zu Wesensveränderungen beim Menschen führen. Dauergestresste Menschen sich leicht reizbar und neigen zu einer erhöhten Aggressivität, welche dazu führt, dass die Hemmschwelle sinkt. In einer solchen Situation, kann schon eine kleine Provokation oder Unannehmlichkeit dazu führen, dass jemand scheinbar „grundlos“ ausrastet.