Faust (Goethe) - Inhalt

Fach Deutsch

Klasse 11

Autor Simplexi

Veröffentlicht am 12.06.2018

Schlagwörter

Faust Goethe Gelehrtentragödie Literatur Deutsch Oberstufe Gretchentragödie Inhalt von Faust

Zusammenfassung

Dieses Referat bezieht sich auf das Werk "Faust" von Goethe. Es stellt den Inhalt dar, gegliedert nach den zwei Hauptthemen in Faust I. Zum einen die Gelehrten-Tragödie und anschließend die Gretchen-Tragödie.

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Faust I (Goethe)

Ein deutscher Literaturkanon (Literaturkanon = eine Zusammenstellung von ausgewählten Werken, die in der Literatur einen besonderen Wert haben) ohne Faust ist gar nicht vorstellbar. Zu den Pflichtlektüren der Oberstufe gehört fast schon selbstverständlich Faust von Goethe.
Dabei ist dieses Werk nicht leicht zu verstehen. Der erste Teil, Faust I lassen sich in die beiden Hauptteile unterteilen.
Zum einen die Gretchen-Tragödie, zum anderen die Gelehrten-Tragödie.

Die Geleherten-Tragödie

Die erste Szene versetzt den Zuschauer bzw. Leser in ein enges Studierzimmer des späten Mittelalters. Darin Doktor Faust, der ganz allein und in tiefster Nacht sein Leben überdenkt und zu keinem für ihn befriedigendem Ergebnis kommt. Er kennt zwar als Forscher und Gelehrter alle Wissensgebiete seiner Zeit, aber das genügt ihm nicht und kann ihn einfach nicht zufrieden stellen.


Deshalb wendet er sich an die Magie, der Zauberkunst, um zu erkennen “was die Welt im Innersten zusammenhält” (V.382f.).


Die Weltgeistbeschwörung gelingt ihm aber nicht, stattdessen erscheint ihm der Erdgeist, den er nicht begreifen und festhalten kann.
Es folgt ein nächtliches Gespräch mit Wagner und daraus wird Faust nochmals seine verzweifelte Lage bewusst.
Faust sucht danach einen Ausweg aus seinem Elend und sieht den Freitod als einzige Lösung. Ehe er sich vergiften kann, klingen die Glocken zum Osterfest. Der Chorgesang weckt in Faust Erinnerungen an seine Jugendzeit, in der sein Leben noch unbeschwert war. Die Musik wirkt für ihn beruhigend und hält ihn vom “letzten, ernsten Schritt” (V.782) zurück.

In der nächsten Szene ist es hell geworden und Faust geht mit Wagner, am ersten Ostertag vor den Toren der Stadt, spazieren. Das Volk begrüßt den angesehenen Gelehrten mit Achtung und Fausts Stimmung wird durch die frühlingshafte, belebte Natur besser.
Ein Pudel gesellt sich zu Faust und Wagner und begleitet diese sogar bis ins Studierzimmer zurück.

Faust wendet sich in der zweiten Szene dem Neuen Testament zu, und versucht die ersten Verse aus dem Prolog des Johannes-Evangeliums zu übersetzen. Als dieser damit anfängt, beginnt der Pudel unruhig zu werden.
Faust beschwört diesen, und das Tier verwandelt sich in Mephisto, den Teufel.
Faust schlägt ihm einen Pakt vor, doch zunächst entzieht sich der Teufel. Bei einer zweiten Begegnung werden die Bedingungen für den Vertrag präziser und Faust schließt sogar eine Wette darauf ab, dass der Teufel ihn nie in einen Zustand bringen kann, in dem er zufrieden ist. Falls doch, wird er dem Teufel im Jenseits dienen müssen.
Die Abmachung wird mit Blut besiegelt.
Es geht um Leben und Tod und nun beginnt die Reise.

Die erste Etappe der Reise startet in Auerbachs Keller in Leipzig. Das Gegröle der Betrunkenen mitsamt den obszönen Anspielungen ist Faust zuwider.
Mephisto bringt Faust nun in die Hexenküche. In einem Spiegel erscheint ihm “Das schönste Bild von einem Weibe” (V.2436) und Begierde regt sich in Faust.
Ein Hexentrank lässt ihn verjüngen.
Danach setzt die Szene Straße ein.
Margarete kommt vom täglichen Kirchgang zurück und Faust spricht sie auf der Straße an. Margarete entzieht sich der Anmache, aber die Worte des Fremden wirken bei ihr nach.

Dies ist der Beginn der Gretchen-Tragödie

In der Szene Abend dringt Faust in Gretchens Stube ein und versteckt dort ein Schmuckkästchen. Beim Ausziehen findet Margarete diesen Schmuck, legt ihn um sich und entdeckt dabei ihre eigene Schönheit.
Am nächsten Morgen greift jedoch ihre Mutter ein und nimmt ihr diesen Schmuck weg. Ein zweites Mal muss Mephisto ein Schmuckkästchen besorgen. Damit flüchtet Gretchen nun zu ihrer Nachbarin Frau Marthe.
In deren Garten treffen Margarete und Faust endlich wieder zusammen. Während Mephisto die Witwe Frau Marthe herumführt, die erotische Absichten hat, entwickelt sich zwischen Faust und Gretchen eine intenstive Beziehung.
Im Gartenhäuschen kommt es zu der einzigen Liebesszene des gesamten Werks, nämlich zum Kuss zwischen Margarete und Faust. Margarete erklärt ihm ihre Liebe.

Faust zieht sich in Wald und Höhle zurück, denn er will Abstand halten und Gretchen nicht gefährden, denn eine langfristige Beziehung oder Ehe ist unter den gegebenen sozialen Beziehungen der beiden nicht möglich.
Für einen kleinen Augenblick scheint Faust zufrieden zu sein, aber kaum hat er dem Erdgeist gedankt, sieht er sich wieder als jemand, der seiner Begierde ausgesetzt ist.
Mephisto ist sofort zur Stelle, um auszuführen wozu Faust bereit ist, nämlich Gretchen zu erfassen und ihre Welt in Trümmer zu schlagen und sie mit sich in den Abgrund zu reißen.
Gretchen selbst drückt in einem Lied “Am Spinnrade allein” ihre Sehnsucht und Unruhe aus. Sie wartet auf ihren Geliebten und will ihn, auch wenn sie weiß, dass es für sie vernichtende Konsequenzen haben kann.

In Marthens Garten treffen sie wieder zusammen und sie fragt ihn nach seinem Glauben.
“Wie hast du’s mit der Religion?” (V.3415) und äußert ihre Angst vor Fausts Begleiter Mephisto.

Da ihre Mutter ein Treffen in der Nacht nicht erlauben würde und Gretchen sich ein solches Zusammensein sehnsüchtig wünscht, stimmt sie Fausts Plan zu, die Mutter mit einem “Schlaftrunk” zu betäuben, welches Faust von Mephisto bekommen hatte. Das Mittel wirkt aber tödlich.
Die Liebesszene in der Nacht ist nicht im Werk beschrieben.

Am Brunnen wird dem Leser klar, dass Gretchen schwanger ist, und Faust sie verlassen wird.
Gretchen flüchtet sich vor das Andachtsbild der Mutter Gottes und bettelt um Hilfe.
In der Szene Nacht taucht der Bruder von Gretchen auf, der vom Fall seiner Schwester gehört hat. Er will Faust auflauern und überrascht Faust und Mephisto vor Gretchens Fenster. Es kommt zum Kampf zwischen Faust und Valentin. Valentin stirbt durch Faust. Jedoch bleibt ihm noch im Sterben Zeit, seine Schwester öffentlich bloßzustellen und zu verfluchen.
Gretchen flüchtet sich in den Dom und ihr Gewissen und der Gesang vom jüngsten Gericht lassen sie ohnmächtig werden.

Mephisto und Faust stürzen sich währenddessen in ein anderes Abenteuer.
In der Szene Walpurgisnacht wird Faust in einen Hexentanz eingebunden und sieht plötzlich Gretchen vor sich, wie sie gefesselt und verlassen mit einem durchgeschnittenen Hals ist.
Dies ernüchtert ihn und beschuldigt Mephisto, dass er an dem Unglück Schuld hat.
Faust will zu Gretchen und auf Zauberpferden reiten die beiden zum Gefängnis.

Die Kerker Szene schließt Faust I ab.
Margarete ist wahnsinnig geworden und hat ihr Kind ertränkt. Nun wartet sie im Kerker völlig sinnverwirrt und ängstlich auf den Tag ihrer Hinrichtung. Faust schließt ihre Zelle auf, doch Gretchen weiß, dass es für sie keine Flucht gibt, da sie vor der Schuld nicht fliehen kann.