Erich Kästner

Fach Deutsch

Klasse 9

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 30.05.2018

Schlagwörter

Erich Kästner

Zusammenfassung

Dieses Referat handelt vom deutschen Schriftsteller Emil Erich Kästner. Es wird dessen Leben und Karriere als Autor beschrieben, von den Anfängen über die Zeit im Nationalsozialismus, bis zum Tode Kästners.

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Emil Erich Kästner war ein deutscher Schriftsteller. Er wurde am 23. Februar des Jahres 1899 in Dresden geboren. Kästner lebte unter anderem in Dresden, Berlin und München. Er starb am 29. Juli 1974 in München an den Folgen einer Krebserkrankung.

Die Karriere des Emil Erich Kästner

Die ersten Veröffentlichungen Kästners gab es bereits zu Zeiten der Weimarer Republik. Emil Erich Kästner veröffentlichte unter anderem gesellschaftskritische Gedichte, Geschichten und Essays und wurde dadurch immer bekannter.
Emil Erich Kästner war ein intellektueller und klarer Gegner des Nationalsozialismus. Kästner stand stets offen zu seiner Meinung diesbezüglich. Er blieb in Deutschland, obwohl einige seiner Bücher und sonstigen Werke, als undeutsch eingestuft wurden, und im Jahre 1933 der Bücherverbrennung zum Opfer fielen. Die Werke Emil Erich Kästners galten fortan in dem NS Regime als verbotene Literatur. Er veröffentlichte dennoch Schriften, jedoch unter falschem Namen.
Erst nach dem Ende des zweiten Weltkrieges und dem Ende der Nationalsozialisten konnte Emil Erich Kästner seine Werke wieder unter seiner wahren Identität veröffentlichen. Er tat dies mit dem gleichen Einsatz, wie vor der NS Zeit. Darüber hinaus äußerte er sich nach wie vor auch politisch und kritisch.

Berühmt wurde Emil Erich Kästner jedoch in erster Linie durch seine Literatur für Kinder. Hierbei sind insbondere die Bücher Emil und die Detektive, das fliegende Klassenzimmer und das doppelte Lottchen, zu erwähnen.

Kästners Jugend

Emil Erich Kästner wuchs in Dresden auf. In dieser Stadt befindet sich heute, in der damaligen Villa seines Onkels Franz Augustin, das Erich Kästner Museum. Kästners Vater war Sattlermeister in einer Kofferfabrik, seine Mutter war Dienstmädchen und Heimarbeiterin sowie in späteren Jahren Frisörin. Das Verhältnis von Emil Erich Kästner zu seinen Eltern und hierbei insbesondere zu seiner Mutter war innig.
Emil Erich Kästner beschloss im Jahre 1913 Lehrer zu werden. Er besuchte zwecks Ausbildung das Freiherrlich von Fletchersche Lehrerseminar. Drei Jahre später brach er diese Ausbildung jedoch, kurz vor Ausbildungsende, ab. Kurz darauf wurde er zum Militärdienst berufen. Er absolvierte diesen Dienst. Der militärische Drill prägte ihn nachhaltig und machte ihn zum Militärgegner. Mit dem Beginn des ersten Weltkrieges, endete auch die Jugend von Emil Erich Kästner.
Erst nach dem Kriegsende absolvierte Emil Erich Kästner erneut ein Lehrerseminar und das Abitur. Diesmal jedoch mit Auszeichnung.

Kästners Studienzeit

Emil Erich Kästner begann im Jahre 1919 das Studium der Geschichte, Philosophie, Germanistik sowie Theaterwissenschaft an der Universität zu Leipzig. Um sich das Studium leisten zu können, verrichtete Emil Erich Kästner diverse studentische Nebenjobs. Den Abschluss seines Studiums bildete seine Disseration zum Thema Friedrich der Große und die deutsche Literatur. Er wurde im Jahre 1925 promoviert.
Im Jahre 1927 zog Emil Erich Kästner nach Berlin, wo er unter dem Pseudonym Berthold Bürger diverse Schriften veröffentlichte. In den Folgejahren veröffentlichte Kästner auch Arbeiten für die Kinderbeilagen von Familienzeitschriften. Emil Erich Kästner hatte sich im Laufe der Zeit einen Namen gemacht. Die Jahre 1927 bis 1933 gelten als seine erfolgreichste Zeit als Schriftsteller. Emil Erich Kästner schrieb für verschiedene Tageszeitungen und Wochenzeitungen sowie veröffentlichte eigene Werke. Sein erstes Buch, Herz auf Taille, erschien 1928.
Ein Jahr später erschien Emil Erich Kästners erstes Kinderbuch, Emil und die Detektive. Dieses Buch wurde ein sehr großer Erfolg. Alleine innerhalb von Deutschland wurde es mehr als zwei Millionen Mal verkauft. Bis heute wurde das Buch Emil und die Detektive in knapp 60 Sprachen übersetzt. Es folgten die Kinderbücher Pünktchen und Anton sowie das fliegende Klassenzimmer, welche ebenfalls sehr erfolgreich wurden.

Kästners Karriere nach der Machtergreifung Hitlers
Emil Erich Kästner war bekennender Gegner der Nationalsozialisten. Er verließ Deutschland nach der Machtergreifung Hitlers nicht. Dies lag unter anderem daran, dass er vor Ort ein Chronist der Geschehnisse werden wollte. Emil Erich Kästner lebte während der NS Zeit weiter in Berlin. Er sammelte Material und machte sich zahlreiche Notizen zu seinen Erlebnissen. Ein weiterer Grund, weshalb Emil Erich Kästner seine Heimat nicht verlassen wollte, war die Nähe zu seiner Mutter.

„Ich bin ein Deutscher aus Dresden in Sachsen.
Mich läßt die Heimat nicht fort.
Ich bin wie ein Baum, der – in Deutschland gewachsen –
wenn’s sein muss, in Deutschland verdorrt.“ (Emil Erich Kästner)

Während der NS Zeit wurde Emil Erich Kästner mehrfach von der Gestapo verhört und aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen. Seine Bücher wurden als undeutsch eingestuft und im Jahre 1933 bei der Bücherverbrennung der Nationalsozialisten verbrannt. Emil Erich Kästner sah diesem Prozess vor Ort zu.

Zehn Jahre später musste Emil Erich Kästner seine Wohnung in Berlin aufgrund der Evakuierung der Bevölkerung verlassen. Er wohnte daraufhin eine Zeit lang bei Freunden in Neubabelsberg. In seine alte Wohnung kehrte er niemals zurück, da diese etwa ein Jahr später durch einen Bombenangriff zerstört wurde. Zu Beginn des Jahres 1945 reiste Emil Erich Kästner nach Tirol in Österreich und wartete dort das Ende des zweiten Weltkrieges ab.

Kästers Karriere nach dem Ende des zweiten Weltkrieges

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges entschloss sich Emil Erich Kästner nach München zu ziehen. Dort lebte er bis zu seinem Tod. Kästner schrieb und veröffentlichte in den folgenden zehn Jahren noch einige erfolgreiche Werke. In den 1950er und auch 1960er Jahren wurde er zunehmend als Kinderbuchautor von der Bevölkerung wahrgenommen. Seine Kinderbücher wurden in viele Sprachen übersetzt und waren weltweit erfolgreich.

Kästners Ruhestand und Tod

Im Jahre 1965 zog sich Emil Erich Kästner aus der Öffentlichkeit zurück. Er veröffentlichte auch keine neuen Bücher mehr. Emil Erich Kästner erkrankte an Speiseröhrenkrebs. An dieser Krankheit verstarb er am 29. Juli des Jahres 1974. Emil Erich Kästner wurde nach seinem Tod eingeäschert und anschließend in München beigesetzt.