Emilia Galotti

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Klasse 10

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 24.06.2018

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Emilia Galotti

Zusammenfassung

Dieses Referat behandelt das bürgerliche Trauerspiel Emilia Galotti, welches von dem Schriftsteller Gotthold Ephraim Lessing verfasst und im Jahre 1772 uraufgeführt worden ist. Es erklärt den Inhalt des Dramas und die wichtigsten Personen.

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Emilia Galotti ist ein bürgerliches Trauerspiel aus dem Jahre 1772, welches von Gotthold Ephraim Lessing verfasst wurde. Das Stück wurde anlässlich des Geburtstags von Herzogin Philippine Charlotte am 13. März 1772 in Braunschweig uraufgeführt. Lessing blieb dieser Aufführung fern und besuchte das Stück auch später nicht. Bei Emilia Galotti handelt es sich um ein Drama der Aufklärung. Das zentrale Thema der Tragödie ist die Liebe, dennoch gilt Emilia Galotti als politisches Werk. Im dem Theaterstück steht der willkürliche Herrschaftsstil vom Adel, dem Bürgertum mit einer neuen aufgeklärten Moral gegenüber. Die traditionellen Vorstellungen und Werte von Liebe und Ehe treffen auf ein bisher nie da gewesenes Liebesverständnis von Empfindsamkeit. Wird die Zeit der Uraufführung des Werks betrachtet, wird klar, weshalb das Stück damals so brisant war.

Inhaltsangabe

Die Handlung des Dramas Emilia Galotti ist recht einfach gestrickt. Sie ist lose an die Verginia Geschichte in Livius römischer Geschichte angelehnt.

Emilia Galotti wird den Grafen Appiani heiraten. Am Tag der Hochzeit merkt der Prinz von Gustalla, dass er in Emilia Galotti verliebt ist. Er versucht die Hochzeit mit aller Gewalt zu verhindern und schafft dies, indem er seinen Kammerherrn Marinelli auf die Ermordung des Grafen Appiani ansetzt. Anschließend entführt er Emilia Galotti. Emilias Vater wird über die Ereignisse informiert, doch es ist zu spät. Es gelingt ihm nicht mehr seine Tochter zu retten und zu befreien. Darum, tötet er sie, auf deren eigenen Wunsch hin, um ihre Tugend und Ehre aufrecht zu erhalten.

Bühnendarstellung

I. Aufzug (frühmorgens im Residenzschloss)

Der Prinz Hettore Gonzaga bearbeitet Bittgesuche, als dessen Kammerherr ihn von der bevorstehenden Hochzeit von Emilia Galotti und dem Grafen Appiani, informiert. Da die Hochzeit noch am selben Tag stattfinden soll, steht der Prinz unter Druck um eine schnelle Lösung für das „Problem“ zu finden. Er überlässt seinem Kammerherrn freie Hand. Dieser darf auch zu gewalttätigen Mitteln greifen.
Der Prinz beschließt, Emilia während deren Gottesdienstbesuchs anzusprechen und ihr die Liebe zu gestehen.

II. Aufzug (vormittags in der Stadtvilla der Galottis)

Odoardo Galotti kontrolliert bei einem kurzen Besuch in der Stadt die Hochzeitsvorbereitungen, welche seine Frau Claudia getroffen hat. Ihm gefällt nicht, dass seine Tochter Emilia alleine zur Kirche gegangen ist. Währenddessen erfragt Marinellis Handlanger Angelo von einem ehemaligen Spießgesellen, den Weg der Hochzeitsgesellschaft zum Trauungsort.

Emilia rennt eilig in das Zimmer und erzählt ihrer Mutter, dass der Prinz sie in der Kirche angesprochen habe. Claudia besänftigt sie mit der Erklärung, es handele sich nur um höfische Etikette und Freundlichkeit.
Der Kammerherr des Prinzen Marinelli fordert den Grafen Appiani zu einem sofortigen Dienstantritt für den Prinzen auf. Diesen lehnt Appiani wegen seiner bevorstehenden Hochzeit ab. Diesen Ungehorsam quittiert Marinelli mit einer Beleidigung, er versucht gezielt, den Grafen Appiani zu reizen und zu provozieren.

III. Aufzug (nachmittags im Lustschloss)

Der Kammerherr beichtet dem Prinzen sein Versagen. Dieser weiht ihn in seine weiteren Pläne ein. In der Ferne sind Schüsse zu hören. Der kriminelle Angelo erstattet Report über den gelungenen Überfall: der Graf Appiano ist tot. Emilia ist in Panik und rennt in Richtung Schloss. Sie will zu ihrer Familie, doch es gelingt dem Kammerherrn dies zu verhindern.

Anschließend versucht der Prinz sich bei ihr zu entschuldigen und geleitet Emilia Galotti in einen Nebenraum. Sie ist immer noch sehr aufgebracht und wehrt sich gegen den Prinzen.
Claudia konfrontiert nun den Kammerherrn mit der Erkenntnis einiger Zusammenhänge der Intrige, dem Mord am Grafen Appiano und der Entführung ihrer Tochter Emilia. Emilia erkennt ihre Mutter an der Stimme und ruft nach ihr. Sie rennt zu ihr in den Nebenraum.

IV. Aufzug (nachmittags im Lustschloss)

Nach dem Scheitern der Intrige kommt es zu Streitigkeiten zwischen dem Prinzen und dessen Kammerherrn Marinelli. Jeder gibt die Schuld am Scheitern, dem jeweils anderen.
Der eingetroffenen Orsina gelingt es den Aufenthaltsort von Emilia Galotti vom Kammerherrn zu erfahren. Da Orsinia nun weiss, dass Emilia beim Prinzen ist und das dieser in sie verliebt ist, schlussfolgert sie, dass er die Schuld am Mord am Grafen Appiani trägt. Sie droht mit dem Schritt in die Öffentlichkeit. Zunächst überzeugt sie jedoch Odorardo. Dieser will daraufhin den intriganten Prinzen töten. Orsinia hält ihm hilfsbereit einen Dolch hin.

V. Aufzug (nachmittags im Lustschloss)

Der Prinz und sein Kammerherr haben ihre Streitigkeiten bei gelegt. Der Prinz erklärt Marinelli, dass es zu schwer sein würde, Emilia dauerhaft ihrem Vater vorzuenthalten. Daraufhin planen die beiden gemeinsam eine neue Intrige.

Odoardo wird bewusst, dass es sich in der Einschätzung des Charakters von Orsina geirrt hat und versucht nun alleine seine Tochter Emilia zu befreien. Er spricht mit dem Kammerherrn und erklärt diesem, dass er seine Tochter mitnehmen will. Odoardo will eigentlich keine Gewalt anwenden, ändert seine Meinung diesbezüglich jedoch, als Marinelli ihn hindern will. Daraufhin beschließt Odoardo, den Prinzen zu töten. Gemäß dem vom Kammerherrn Marinelli ausgedachten Intrigenplan, versucht der Prinz die Familienmitglieder zu trennen. Emilias Vater Odoardo erbittet ein letztes Gespräch mit seiner Tochter, unter vier Augen. Dieser Bitte wird stattgegeben.

Odoardo und Emilia diskutieren verschiedene Optionen, erkennen aber schnell die Ausweglosigkeit dieser Situation. Da es Odoardo nicht mehr gelingen kann, Emilia zu befreien, tötet er sie, auf deren eigenen Wunsch hin, durch erstechen mit einem Dolch. Anschließend begibt er sich zum Prinzen und verlangt, von diesem, ihm gegenüber sein Richteramt auszuüben. Der Prinz ist geschockt über den Tod von seiner geliebten Emilia und macht seinen Kammerherrn Marinelli für das Scheitern des Plans verantwortlich und verbannt diesen für immer vom Hof.