Die Textgebundene Erörterung

Fach Fach

Klasse 6

Autor schnuckelwolke72

Veröffentlicht am 27.08.2018

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Textgebundene Erörterung

Zusammenfassung

Was ist eine Textgebundene Erörterung? Wann und wo schreibt man Textgebundene Erörterungen, wie baue ich diese Erörterung am besten auf und aus wie vielen Teilen muss die Textgebundene Erörterung bestehen

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Textgebundene Erörterung

Erörterungen gibt es in vielen verschiedenen Variationen, die meisten davon lernt man in der Oberstufe des Gymnasiums oder im Studium. Doch am häufigsten wird jedoch die textgebundene Erörterung verwendet.
Der Name textgebunden sagt eigentlich schon aus, das die Erörterung sich auf einen bestimmten Text, wie Zeitungsartikel oder einen Sachtext in einem Buch zu einem Tier beispielsweise, bezieht.
Die textgebundene Erörterung muss stark auf ein bestimmtes Thema ausgerichtet sein während das bei der linearen oder dialektischen Erörterung nicht der Fall ist, denn dort kann das Thema meist frei gewählt werden.
Eine textgebundene Erörterung hat den Vorteil, das man Aufgrund der Vorgabe des Textes eine gute Orientierung hat und seine Erörterung so nach und nach aufbauen kann.

Wie Baue ich eine Erörterung auf?

Wie bei allen Erörterungen, wird auch die textgebunden in drei Teilen aufgebaut. Zum einen gibt es da die Einleitung, gefolgt vom Hauptteil und beendet wird sie mit dem Schlussteil. Um beim Schreiben besser klar zu kommen ist es besser, sich detailliert auf den Text vor zu bereiten.
Bei einer textgebundenen Erörterung geht es nicht in erster Linie um seine eigene Meinung sondern um die Argumente des Autors des Textes, also man erörtert quasi die Meinung des Autors.
Möchte man also eine textgebundene Erörterung schreiben, geht man am besten folgenderweise vor:

Vorbereitung:

Wie bei allen Texten auch, sollte man sich den zu erörternden Text genau durchlesen. Man kann während des Lesens die Hilfe eines Textmarkers benutzen um die für sich wichtigen Stellen zu markieren. Es kann sehr hilfreich sein andere Informationsquellen zu dem Thema zu lesen.
Hat man dies gemacht, kann man anfangen alles an Texten zusammen zu sammeln, dabei sollte man die Hauptvoraussetzung des Autors heraus stellen und die einzelnen Argumente finden. Bei diesem Schritt kann man schon nach Art und Weise der jeweiligen Stärke sortieren. Anschließend sollten die Argumente nach Pro-oder Kontra mit den zugehörigen Begründungen und Nachweisen geordnet werden.

Man kann sich so etwas wie eine Checkliste schreiben in der dann zum Beispiel steht:

Einlesen in andere Informationsquellen in Internet, Zeitung etc.
Für mich wichtige Textstellen markieren
Argumentation und Hauptgrund des Autors herausfinden und verstehen
Alle heraus gefundenen Argumente nach Pro und Kontra mit ihren Begründungen und Nachweisen sortieren

Wenn man all dies gemacht hat kann man mit der Einleitung beginnen.

Einleitung:

Wie in jeder Einleitung kommt der Titel des Textes, der Autor, die Textsorte, das Thema worum es im Text geht, die Zeit und natürlich der Inhalt des Textes rein. Um sich zu merken was in die Einleitung rein muss, kann man zum Beispiel die ersten Buchstaben jedes einzelnen Bestandteils nehmen und zu einem Wort als Eselsbrücke nehmen, was dann zum TATTZI heißt. Sollte man also mal vergessen oder zweifeln was in die Einleitung gehört, kann man sich daran erinnern. Die Einleitung hat über den ersten Satz hinaus drei feste Funktionen, zum einen soll sie auf die Thematik des Textes aufmerksam machen um den es in der Erörterung geht, zum anderen soll das Interesse zum Thema wecken und damit dann drittens zum Hauptteil überleiten.
Auch hier kann man sich wie vorher bei der Vorbereitung eine kleine Checkliste vorbereiten um sicher zu gehen das alles wichtige darin enthalten ist. Diese könnte zum Beispiel wie folgt aussehen:

alle wichtigen Informationen müssen im ersten Satz eingebaut sein
leitet meine Überleitung wirklich in den Hauptteil ein und passt sie zum Text?
wird das in der Erörterung behandelte Thema richtig beschrieben
kann das Interesse des Themas durch die Einleitung geweckt werden?

Hat man all dies Erfolgreich in die Einleitung eingebaut kann man zum Hauptteil der Erörterung über gehen.

Hauptteil:

Der Kern aller Erörterungen, egal um welche es dabei geht, auch bei der textgebundenen Erörterung, ist der Hauptteil des Textes.
Im Hauptteil geht es darum zu zeigen das man die Argumente des Autors verstanden und richtig eingeordnet und bewertet hat. Das Ziel des Hauptteils jedoch ist es einem unbekannten Leser den Text schmackhaft zu machen. Der fremde Leser soll durch den Hauptteil die Struktur des Textes erkennen und die Argumente übersichtlich zusammen fassen und bewerten können.

Die eigentliche Aufgliederung ist ein Text den man unterschiedlich gestalten und die Beantwortung von gezielten Fragen relativ frei stellen kann. Im Grunde beantwortet man dem Leser folgende Fragen:

Welche Behauptung ist leitend für den Autor?
Nutzt der Autor eher persönliche Erfahrungen in seinem Text oder Faktenargumente?
Wie ist der Lebenslauf des Autors und vor allem wer ist er?
Wie aussagekräftig sind die darin enthaltenen Argumente?
Sind die Argumente des Autors ethisch unbedenklich?
Von welchen Merkmalen wird der Text geprägt?
Wird der Text sachlich und neutral oder eher befangen und auf mich beeinflussend geschrieben?
Wenn er manipulieren will, wie wirkt er auf mich ein und was möchte er damit erreichen?
Ist die Grundvoraussetzungen für die Argumente des Autors falsch oder richtig?
Welches Fazit zieht er aus seinem Text?

Man kann dabei auf verschiedene gezielte Textformen, die der Autor benutzt, eingehen.
Im Hauptteil geht es hauptsächlich darum die Begründungsstruktur und das Ziel worauf er hinaus will, zu verstehen und einem unbekannten Leser verständlich zu machen. Wichtig sind auch die Beweise für das was man in der Erörterung schreibt, denn da es eine textbezogene Erörterung ist, gibt man lediglich die Meinung des Autors wieder, das heißt im Text muss man immer wieder darauf verweisen, das es nicht die eigene Meinung sondern die des Autors ist, denn nur so kann man beweisen das die Aussagen zum Text stimmen.
Auch für den Hauptteil kann man sich wieder eine kleine Checkliste vorbereiten die zum Beispiel so aussehen könnte:

Ist der Text richtig durch sortiert und aufgebaut?
Sind alle Verweise und Belege die man finden konnte korrekt angegeben?
Ist der Text für fremde Leser gut zu verstehen?

Findet man all diese Punkte im Hauptteil wieder, kann man sich nun an den Schlussteil begeben.

Schlussteil:

Bei einer textgebundenen Erörterung fällt der Schlussteil meist länger aus als bei anderen Erörterungen und Textarten, das führt daher, dass er zusätzlich aus verschiedenen Teilen besteht, die je nach belieben des Autors mehr oder weniger in den Schlussteil eingehen. Am wichtigsten und bindend für den Schlussteil ist eine kurze Zusammenfassung des Hauptteils oder anders gesagt des gesamten Textes. Man geht dabei nochmal auf die wichtigsten Aussagen des Textes ein und fasst seine Arbeit in drei oder vier Sätzen zusammen. Anschließend hat man die Chance selbst kurz Stellung zum Thema zu nehmen, auch eigene Argumente und Beispiele mit einem Aufruf an den Leser kann man einfügen und dabei klare Aussagen zum Sinn oder gar Unsinn des erörterten Textes geben.

Zudem sollte man den Text noch in den Gesamtsachverhalt der Zeit einordnen. Dies kann man zum Beispiel machen wenn das Thema sich gerade auf eine politische oder gesellschaftliche Diskussion bezieht. Im Anschluss kann man so etwas wie eine Voraussage zum Thema in welche Form das Thema in dem erwähnten Sachverhalt entwickelt. Auch eigene Lösungsvorschläge kann man dem Schlussteil hinzufügen.

Der Schlussteil gibt einem selbst nochmal die Möglichkeit seine eigenen Fachkenntnisse zu dem Thema ein zu fügen. Somit ist der Schlussteil genauso wichtig wie der Hauptteil der textgebundenen Erörterung.
Wie bei den vorherigen Teilen kann man sich auch beim Schlussteil eine Checkliste anlegen um nichts zu vergessen.

Wurde der Text des Hauptteils noch mal kurz zusammengefasst?
Wurden persönliche Argumente mit dementsprechenden Beispielen eingefügt?
Der erörterte Text muss in einem größeren Zusammenhang eingeordnet sein
Ein Ausblick auf die Zukunft sollte mit eingefügt sein
Eigene Lösungsvorschläge wie Dinge anders gemacht werden können, sollten enthalten sein

Quellenangaben
<p><a rel="nofollow" href="https://www.schreiben.net/artikel/textgebundene-eroerterung-in-4-schritten-719/">https://www.schreiben.net/artikel/textgebundene-eroerterung-in-4-schritten-719/</a></p>