Die Merkmale der Romantik

Fach Deutsch

Klasse 12

Autor VeqasZ

Veröffentlicht am 26.04.2018

Schlagwörter

Romantik Merkmale

Zusammenfassung

In diesem Referat behandele ich die Merkmale der Romantik, von den Sehnsuchtsmotiven bis zu den Themen. Dies ist vor allem für Klasse 11/12 zur Vorbereitung auf die Klausur und Abiturprüfung. Des Weiteren behandele ich die Einteilung der Romantik in die drei Epochen (Frühromantik, Hochromantik, Spätromantik).

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Merkmale der Romantik

Das Hauptbestreben der Romantik war es, die raue Wirklichkeit und den oft schwierigen Alltag zu vergessen. Der Alltag wurde bestimmt durch die Koalitionskriege und die Unterdückung Europas durch Napoleon.
Die Romantik begann ungefähr um 1795 und endete circa 1848. Hierbei ist sie in 3 Abschnitte einzuteilen. Der erste Abschnitt ist die Frühromantik, diese dauerte von 1795 bis 1804 an. Hierbei ist zu erkennen, dass die Leute vorallem intellektueller und philosophischer waren. Bedeutende Philosophen waren zum Beispiel Johann Gottlieb Fichte oder Friedrich Wilhelm Joseph Schelling.

Nach der Frühromantik folgte die Hochromantik (auch Heidelberger Romantik genannt), von 1805 bis 1815. Hier wurden Volkslieder und Märchen gesammelt. Jedoch wendeten sich die Leute vom Intellektualismus der Frühromantik ab. Umgangssprache und Volksnähe wurden groß geschrieben, was auch an der Wertschätzung der Volkspoesie zu erkennen ist. Hauptvertreter der Hochromantik waren z.B. Clemens Brentano oder Joseph Freiherr von Eichendorff.
Der letzte Abschnitt ist die Spätromantik (1816-1848). Diese wurde durch religiöse und bigotte Werke geprägt. Des Weiteren wird die Vernunft und Rationalität durch Leidenschaft und extreme Gefühle ersetzt. Bekanntester Vertreter dieser Teilepoche ist Ernst Theodor Amadeus Hoffmann.

Besondere Merkmale der Romantik ist die Sehnsucht und das Schweifen in die Ferne. Dies ist besonders gut zu erkennen an dem Gedicht “Sehnsucht” von Joseph von Eichendorff. “Am Fenster ich einsam stand, Und hrte aus weiter Ferne”. An diesen beiden Versen kann man sehr gut die Sehnsucht und Ferne erkennen.

Während 1795 bis 1848 werden Friedhöfe und Ruinen sowie Naturlandschaften zu den Schauplätzen der Werke. Ein weiteres Merkmal ist die offene Form der Werke. Gedicht und Literatur folgen keinem festgesetzten Schema, weder Inhalte noch Formen sind festgelegt. Philosophie unf Wissenschaften werden in der Literatur verbunden.Die Sprache der Romantiker zeichnet sich vorallem durch einfache Volkstümlichkeit aus. Das heißt es wurden Fremdwörter vermieden und längst vergessene Ausdrücke des Mittelalters wurden wieder in die Sprache eingeführt.

Wichtigstes Thema der Romantik war die blaue Blume, diese stand für die romantische und poetische Welt. Sie repräsentiert sowohl Sehnsucht als auch das Streben nach Liebe. Weiteres Thema der Romantik war die Psyche des Unbewussten, sie wird zentrales Thema in den Werken der Romantiker. Die Psyche des Unbewussten ist der Bereich der Psyche, der dem Bewusstsein nicht direkt zugänglich ist.

In der Romantik wurde viel romantische Ironie benutzt, der Autor kann sozusagen das Werk und die damit freigesetzte Stimmung bewusst zerstören. Dafür reicht oftmals sogar ein einziges Wort oder Satz aus. Ein Musterbeispiel dafür ist “Der gestiefelte Kater” von Ludwig Tieck. Wie der Name schon sagt handelt es sich hierbei um ein Kindermärchen. So dachten auch die Zuschauer im Theather damals und waren verärgert, dass es gar kein Märchen war. Um die Zuschauer zu beruhigen, kam der Dichter selbst auf die Bühne und die Besucher des Theaters applaudierten darauf dem Dichter. Was unüblich für diese Zeit war, die Zuschauer wurden in das Märchen mit einbezogen.Die doppelte Ironie liegt nun vor, wenn das Publikum glaubt einen Scherz zu machen, das scheinbar ironisch gemeinte dann aber wortwörtlich zutrifft. Zum Beispiel, verwirrt zu werden, sei ja ein “toller Kunstgenuss”. Die Zuschauer meinten dies ironisch, werden aber in der Komödie komplett verwirrt. Des Weiteren hab es im Werk auch eine “wild gewordene Ironie”. Es scheint so als würden alle Zuschauer vergessen haben was ihre Rolle ist und was sie zu sagen haben, dabei spielen sie nur ihre aufgetragenen Rollen.

Abschließend kann man sagen, dass die Werke in der Romantik sich viel mit Gott und der Natur beschäftigten. Man könnte sogar meinen, dass sie sich darin flüchteten um von dem grausamen Alltag abzulenken und dort ihre Hoffnung finden. Die Romantik hat mit dem Naturalismus sehr viel gemeinsam, auch wenn sie gut 100 Jahre auseinander liegen.