Die Entdeckung der Currywurst

Fach Deutsch

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 22.05.2018

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Die Entdeckung der Currywurst

Zusammenfassung

Dieses Referat beschreibt, wie die klassische Berliner Currywurst entstanden ist. Es wird ihre Erfinderin vorgestellt und erklärt, welche Varianten es bei der Currywurst gibt und welche Qualitätsstandards zu beachten sind.

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Die Currywurst ist ein klassisches Imbissgericht und Kantinengericht, welches in der Regel aus einer in Stücke geschnittenen Bratwurst besteht, welche in Currysosse getränkt und mit Currypulver bestreut wird. In seltenen Fällen wird die Currywurst auch aus einer Brühwurst oder einer Krakauer gemacht. Es gibt sowohl Varianten mit Darm als auch welche ohne Darm. Alleine in Deutschland werden pro Jahr mehr als 800 Millionen Currywürste verkauft und verzehrt.

Die Geschichte und Herkunft der Currywurst

Die Currywurst geht auf die Berlinerin Herta Heuwer zurück, wie seit 1949 einen Imbissstand im Berliner Ortsteil Charlottenburg betrieb. Sie schnitt ihre Bratwürste in Stücke und tränke diese in die von ihr entwickelte Currysosse. Anschließend bestreute sie das Gericht noch mit etwas gelbem Currypulver. Meistens wird die Currywurst mit Pommes serviert, früher war auch Brot oder ein Brötchen als Beilage üblich. Herta Heuwer bezeichnete ihren Imbissstand als 1. Currywurst Braterei der Welt und ließ sich im Jahre 1959 die Marke Chillup als Namen für die von ihr kreierte Sosse eintragen.

Dies ist ein Wortspiel, bzw. eine Zusammenlegung der Wörter Chili und Ketchup. Es gelang ihr die Sosse als Spezialsosse in der Zeichenrolle beim deutschen Patentamt eintragen zu lassen. Nach eigenen Aussagen hat die Firma Kraft versucht Herta Heuwer das Rezept sowie das Recht an der Marke abzukaufen. Heuwer verkaufte jedoch nicht. Herta Heuwer ließ sich später von zahlreichen Medien als Erfinderin der Currywurst darstellen und feiern. Im Deutschen Currywurst Museum in Berlin ist ihr ein Denkmal gesetzt. Ebenso am ehemaligen Standort ihres Imbissstandes, dort befindet sich seit dem Jahre 2003 eine Gedenktafel ihr zu Ehren.

Da Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, wird die Currywurst von Region zu Region unterschiedlich zubereitet. In manchen Regionen wird die Bratwurst gebraten, geschnitten und anschließend in die Currysosse gegeben und mit Currypulver betreut. In anderen Regionen Wiederum, wird die Bratwurst in der Sosse gewärmt. In manchen Gegenden, wird die Currysosse erwärmt und auf die warme Bratwurst gegossen und dann mit dem gelblichen Currypulver bestreut. In seltenen Fällen wird die Bratwurst auch nur mit Hilfe des Currypulvers gewürzt.

Da Schärfe von den Menschen unterschiedlich empfunden und gemocht wird, gibt es inzwischen auch unterschiedliche Schärfegrade der Currywurst an Imbissbuden zu erwerben. Viele verwenden hierbei unterschiedliche Currysossen und zusätzlich verschiedene Currymischungen zum Schärfen. Bei manchen Imbissständen hat der Kunde selbst die Möglichkeit zwischen den Currysorten zu wählen und seine Currywurst damit zu bestreuen. Auch bei der Currysosse gibt es große Unterschiede, ihre Konsistenz geht von dünnflüssig bis sehr dickflüssig.

Die klassische Berliner Currywurst

Bei der original Berliner Currywurst gibt es in der Grundform zwei Varianten. Entweder Currywurst mit Darm oder Currywurst ohne Darm. Der Darm hält die Bratwurstmasse in ihrer klassischen Form. Die Würste ohne Darm sind walzenförmig und weiß, daher erinnern sie entfernt an Bayrische Weißwürste. Die Variante mit Darm inzwischen deutlich weiter verbreitet, als die ohne Darm. In der Nachkriegszeit war dies aus Kostengründen anders.

Um den Namen Currywurst tragen zu dürfen muss eine Wurst gewisse Qualitätsstandards erfüllen. Diese wurden bereits 1951 von den Berliner Behörden und der Fleischerinnung festgelegt. Am 20. August 1967 wurde in der Allgemeinen Fleischer Zeitung veröffentlicht, welche Qualität eine Berliner Currywurst haben muss. Die Currywurst muss eine feine, weder gepökelt noch geräucherte Wurst von mindestens mittlerer Qualität sein. Sie darf einen Fremdwasserzusatz von maximal fünf Prozent beinhalten. Erfüllt eine Bratwurst diese Qualitätsstandards nicht, so darf sie zubereitet nicht den Namen Berliner Currywurst tragen. Würste einfacher Qualitäten oder andere Würste müssen daher beispielsweise als Bratwurst mit Curry, Brühwurst mit Curry oder Dampfwurst mit Curry angeboten werden, dürfen jedoch keinesfalls als Currywurst verkauft werden.

Sowohl die Variante mit Darm als auch die Variante ohne Darm werden zunächst als ganze Bratwurst gebraten. Hierbei liegen sie häufig in einer Fettwanne und sich knapp bis zur Hälfte von heißem Fett bedeckt. Ist die Wurst fertig betraten, so wird sie im Anschluss geschnitten. Früher geschah dies in der Regel von Hand, in den Anfangszeiten mit einem klassischen Messer, später mit einem manuellen Schneidegerät, welches ähnlich wie ein Eierschneider funktioniert. Heutzutage verfügen viele Imbissbuden, Imbissstände und Kantinen über elektrische Wurstschneidegeräte. Die Stücke sind in mundgerechter Größe gehalten und werden dann mit der oftmals warmen Currysosse übergossen. Zum Abschluss der Zubereitung wird noch Currypulver über die Currywurst gestreut. Die klassische Berliner Currywurst ist an dieser Stelle verzehrfertig. Je nach Wunsch des Kunden kommen noch Cayennepfeffer, Chilischoten oder spezielle Sossen hinzu, um den Schärfegrad der Currywurst zu erhöhen.

In der DDR Begann die Geschichte und der Siegeszug der Currywurst in den 1960er Jahren in Ost – Berlin. Dort wurde jedoch nur die Variante der Currywurst ohne Darm verkauft. Bratwürste wurden dort schon vorab ohne Darm hergestellt. Die Currywurst, wurde anders als in Westdeutschland auch nicht geschnitten, sondern im Ganzen serviert. Als Currysosse fungierte entweder kalter, dünnflüssiger Ketchup, welcher mit Currypulver gewürzt wurde oder eine kalte dickflüssige Tomatensosse, welche ebenfalls mit Currypulver gewürzt wurde. Damit der Kunde die Currywurst auch ohne Besteck essen konnte, wurde ein Wurstende ohne Sosse belassen, damit dort angefasst werden konnte.
Die Currywurst kann pur gegessen werden, jedoch ist es meist üblicher sie mit einer Beilage zu verzehren. Diese Beilage war früher häufig ein kleines Brötchen oder eine Scheibe ungetoastetes Toastbrot, mit dem sich die Currysosse gut aufnehmen liess. Eine weitere typische Beilage zur Currywurst sind Pommes, welche sich im Laufe der Jahre zur beliebtesten Beilage zur Currywurst entwickelt haben.