Die Blechtrommel von Günter Grass

Fach Deutsch

Klasse 7

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 16.08.2018

Schlagwörter

Die Blechtrommel

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit dem Roman "Die Blechtrommel", welcher vom deutschen Schriftsteller Günter Grass verfasst worden ist und einen wichtigen Teil der deutschen Nachkriegsliteratur darstellt.

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Bei „Die Blechtrommel“ handelt es sich um einen Roman des deutschen Schriftstellers Günter Grass, welcher im Jahre 1959 in der Danziger Trilogie veröffentlicht worden ist. Bei „Die Blechtrommel“ handelt es sich um eines der bedeutendsten Werke von Günter Grass und einen der wichtigsten Romane der deutschen Trümmerliteratur. Der Roman hat den Charakter eines historischen Romans oder Zeitromans.

Aufbau des Romans und Erzählstruktur

Der Roman „Die Blechtrommel“ bedient sich eines Ich – Erzählers. Dieser ist der Sonderling Oskar Matzerath, welcher im Jahre 1924 in Danzig geboren wird. Zum Zeitpunkt seiner Geburt ist, nach eigener Aussage, sein Geist und Verstand schon vollständig gereift und entwickelt. Körperlich und äußerlich ist Oskar Matzerath zunächst, bis zu seinem dritten Geburtstag, ein normales Kind. An seinem dritten Geburtstag beschließt Oskar Matzerath jedoch nicht mehr weiter zu wachsen und tut es fortan auch nicht mehr.

Dies gibt ihm die Möglichkeit, als ewiger Junge aus der Sicht eines Kindes, trotz komplett entwickelten Verstandes, die „Welt der Erwachsenen“ zu beobachten und darüber zu berichten. Oskar Matzerath bekommt von seinen Eltern eine Blechtrommel geschenkt, die besondere Fähigkeiten hat. Mit Hilfe der Blechtrommel, kann Oskar Matzerath sich Geschehnisse vergegenwärtigen, an denen er überhaupt nicht persönlich beteiligt war. Dies betrifft sogar Geschehnisse, welche sich vor seiner eigenen Geburt ereignet haben. Oskar Matzerath tritt an manchen Stellen des Romans „Die Blechtrommel“ daher als auktorialer Erzähler auf und spricht auch von sich selbst in der dritten Person.

Oskar Matzerath hat ein sehr großes Selbstbewusstsein. Er behauptet über sich selbst, dass er zu den hellhörigen Säuglingen gehört hat, deren geistige Entwicklung bereits bei der Geburt abgeschlossen war. Er müsste diese nur noch bestätigen. Oskar Matzerath beschließt früh, sich der Erwachsenenwelt zu verweigern. An seinem dritten Geburtstag trifft er die bewusste Entscheidung einfach nicht mehr weiter zu wachsen und setzt seinen Wunsch erfolgreich in die Tat um. Aufgrund seines großen Selbstbewusstseins fühlt er sich anderen Menschen weit überlegen. Nach eigener Auffassung ist er sowohl innerlich, als auch äußerlich vollkommen fertig. Sein wertvollster Besitz wird eine kleine, rote Blechtrommel. Diese war ein Geschenk, welches er anlässlich seines dritten Geburtstages von seiner Mutter bekommen hat.

Oskar Matzerath erzählt detailliert und umfangreich. Er holt bei seinen Erzählungen in der Regel weit aus aber dennoch bleibt der Wahrheitsgehalt von dem, was er sagt, sehr zweifelhaft.

Der Roman „Die Blechtrommel“ besteht aus einer Vielzahl von Kurzkapiteln. Die Erzählungen von Oskar Matzerath beginnen im Jahre 1952. Da er im Jahre 1924 geboren worden ist, ergibt sich, dass er zum Beginn dieser Erzählungen 28 Jahre alt ist. Er lebt zu diesem Zeitpunkt als Insasse in einer Heilanstalt und Pflegeanstalt.

Es wird von Außenstehenden nicht näher auf dessen Geisteszustand eingegangen, so dass die Möglichkeit besteht, dass Oskar Matzerath verrückt, nicht zurechnungsfähig und somit der Wahrheitsgehalt seiner Erzählung noch fraglicher ist.

Des Weiteren bleibt offen, ob das „nicht mehr weiter wachsen“, tatsächlich eine bewusste Entscheidung von Oskar Matzerath war, wie er stets behauptet, oder es sich hierbei um die Folgen eines Treppensturzes auf der Kellertreppe handelt. Es besteht die Möglichkeit, dass er den Kellersturz nur als eine Art „Alibi“ verwendet, um seine bewusste Entscheidung vor den Erwachsenen zu verbergen um so unangenehme Fragen zu vermeiden.

Oskar Matzerath lebt im Zeitraum von 1952 bis 1954, also zwei bis drei Jahre in der Heilanstalt und Pflegeanstalt. Dort schreibt er seine ganz persönliche Lebensgeschichte nieder. Er berichtet auch, von aktuellen Ereignissen, während seines Aufenthalts in der Anstalt. Des Weiteren berichtet er von seinem Pfleger Bruno, zu dem er ein gutes Verhältnis hat und über Besuchstage, an denen er Besuch von zwei Freunden und seiner Verwandten Maria bekommt, über den er sich freut. Die Handlungsstränge sind oftmals nur lose zusammen gesetzt. Oskar Matzerath macht sich Vorwürfe, dass die Schuld am Tode seiner Eltern trägt. Diese werden jedoch im weiteren Verlauf des Romans nicht weiter erläutert und auch kaum erhärtet. Die Vertrauenswürdigkeit und die Glaubwürdigkeit der Geschichten von Oskar Matzerath sind jedoch aufgrund dieser Randbedingungen, als gering einzustufen.

Romanverfilmung und weitere Werke

Aufgrund des großen Erfolges des Romans „Die Blechtrommel“, wurde dieser unter der Regie von Volker Schlöndorff im Jahre 1979 verfilmt. Auch die Verfilmung war äußerst erfolgreich und wurde weltweit bekannt. Der Film wurde, als bester fremdsprachiger Film, sogar mit einem Oscar ausgezeichnet und gewann beim Filmfestival in Cannes eine goldene Palme.

Im Jahre 2010 wurde, nach Genehmigung von Günter Grass, eine Bühnenfassung von „Die Blechtrommel“ von Jan Bosse und Armin Petras, erarbeitet. Die Uraufführung auf der Theaterbühne fand bei der Ruhrtrienale 2010 statt. Sieben verschiedene Schauspieler, schlüpften in die Rollen der sieben Hauptfiguren der Romanvorlage und ebenfalls in die Erzählfiguren von Oskar Matzerath. Mit Hilfe einer Minikamera wurden Bilder und Effekte auf eine große Leinwand im Hintergrund der Bühne projiziert.
Zu Beginn des Jahres 2015 wurde das Theaterstück „Die Blechtrommel“ neu inszeniert. Oliver Reese schuf am Schauspiel Frankfurt ein ein – Personen Stück. Der einzige Schauspieler, welcher alle Rollen besetzte, war Nico Holonics. Das Stück hatte eine Gesamtlänge von ungefähr zwei Stunden.

Bereits zwei Monate danach, erschien am Hamburger Thalia Theater eine weitere Fassung des Theaterstücks. Diese wurde von Luk Perceval erschaffen. Das besondere an dieser Fassung ist, dass hier der „altgewordene“ Oskar Matzerath auf sein Leben zurückschaut. Eine Jungenstimme liest im Verlauf des Theaterstücks immer wieder Textpassagen aus der Romanvorlage.
Im September des gleichen Jahres gab es noch eine weitere Fassung des Stücks, welche von Volkmar Kramm erschaffen worden ist und am Alten Schauspielhaus, auf den Schauspielbühnen in Stuttgart aufgeführt worden ist.