Der Naturalismus

Fach Deutsch

Klasse 13

Autor dnTouni

Veröffentlicht am 20.06.2018

Schlagwörter

Naturalismus Literatur Literaturrevolution Arno Holz Gerhart Hauptmann 19. Jahrhundert

Zusammenfassung

Der Naturalismus ist eine literarische Revolution des späten 19. Jahrhunderts und prägt die heutige Moderne mit den damals entstandenen Techniken. In diesem Referat werden die Hintergründe, sowie das Denken zu dieser Zeit erläutert und teilweise näher erklärt.

Kostenlose Tipps zum Erstellen eines guten Referates

Wir haben für Dich eine Zusammenfassung bereit gestellt, die dich anleitet ein gutes Referat zu schreiben.

Tipps anschauen

Der Naturalismus

Der Naturalismus ist eine literarische Bewegung in Deutschland, die gegen den Idealismus voranschritt, wessen Anfänge man vor allem in Skandinavien, Russland und Frankreich fand, von denen sich diese neue Einstellung über Europa ausbreitete. Ungefähr ging diese Epoche von 1880 bis 1900 und in diesen 20 Jahren wurden sehr viele Dramen verfasst, die in der Lyrik einen wichtigen Platz einnahmen. Zu dieser Zeit gab es sehr viele verschiedene Änderungen in Europa, die die Wirtschaft, die Politik und die Gesellschaft stark beeinflussten und teilweise sogar Revolutionierten. Dabei sprechen wir von der Industriellen Revolution, den aufgekommenen Imperialismus und aber auch der Großstadt-Bildung. Zusammen mit diesen neuen Dingen, bildeten sich noch dazu einige Problematiken, wie die Prostitution, der Alkoholismus und soziale Schwierigkeiten. Aus diesen Bereichen wurden die Themen für die Werke entnommen und behandelt, die man auf der Straße finden kann. Das Wort Naturalismus kommt aus dem Lateinischen „natura“, das so viel bedeutet wie Natur und wurde dementsprechend umgewandelt.

Der zentrale Punkt des Naturalismus war, die Wirklichkeit und die Wahrheit der Gesellschaft ganz genau und detailliert zu schildern und zu beschreiben, das mit Hilfe von naturwissenschaftlichen Methoden erreicht werden konnte. Geprägt waren die Schriftsteller und Autoren vor allem von damals bekannten Philosophen, Psychologen und Physiker, sowie Naturwissenschaftler wie Charles Darwin, der die Evolutionstheorie entwickelte und neues Wissen und neue Perspektiven in den Alltag brachte. Der Naturalismus gilt neben den vielen anderen Revolutionen und Neuerungen auch als Vorform einer Revolution, nämlich der europäischen Literaturrevolution. Da man nun auf die Wissenschaft vertraute, war das Ziel, alles wissenschaftlich erklären zu wollen primär. Zwei frühe Zentren in Deutschland waren München, in der die Zeitung „Die Gesellschaft“ - und in Berlin in der die „Freie Bühne“ und die Zeitschrift „Kritische Waffengänge“ gegründet wurden.

Arten und Aufbau naturalistischer Werke

Der Naturalismus kann in 3 Phasen eingeteilt werden. Von 1880 bis 1885 war die Lyrik stark vertreten, in der die grundlegenden Themen Soziale Angelegenheiten und die Bildung von Großstädten waren. Die Stadt war in diesen Werken also der Ort des Negativem und der Schande und des Elends. Alles war auch nur der Natur entspricht ist in diesem Ort verloren. Ein Beispiel ist „Großstadtmorgen“, das von Arno Holz um 1886 verfasst wurde und ein etwas späteres Werk der Phase der Lyrik ist. Er war der wohl bedeutendste Lyriker des Naturalismus. Die Lyrik wird wiederum in 2 Aufgeteilt, nämlich der sozialen Lyrik und der Großstadtlyrik, die aber sowohl zur selben Zeit aufkamen. Die 2. Phase ging von ungefähr 1885 bis 1890 in der die Prosa dominierte. Zu dieser Zeit kamen 2 neue Techniken auf, nämlich der Sekundenstil und der innere Monolog. Beide sind ziemlich ähnlich. Bei dem Sekundenstil wurde jede Sekunde beschrieben. Jede Sekunde wurden Veränderungen und Geschehnisse von Raum und Zeit genauestens erläutert umso möglichst nah wie möglich an die Wirklichkeit heranzukommen.

Die Zweite Technik ist der innere Monolog, der ähnlich wie der Sekundenstil ist, nur etwas weniger streng. Beim inneren Monolog werden aber nicht nur die äußeren Geschehnisse erläutert, sondern auch das, was sich im inneren abspielt, wie zum Beispiel Gedankenläufe und Gefühle. Nun zu guter Letzt die letzte Phase, die sich von 1895 bis 1900 und etwas länger entwickelt hat, in der viele Dramen und aber auch Romane verfasst wurden. Der damals beliebteste und wohl bekannteste Autor und Dramaturg war Henrik Ibsen. In dieser 3. Phase waren teilweise auch die anderen zwei Phasen involviert, da zum Beispiel der innere Monolog oder Dialekte auch vorkamen. Diese letzte Etappe des Naturalismus war also der wichtigste Teil der Literatur der, zwar in einer etwas anderen Art und Form, heute noch verwendet wird. Nun war die Beschreibung der einzelnen Charaktere der Hauptpunkt und wurde so ziemlich real beschrieben.

Wichtige Werke und Autoren des Naturalismus

Zum Schluss sind noch einige wichtige Vertreter des Naturalismus aufgelistet. Zwei davon, sind die meist bekanntesten und beliebtesten Autoren, nämlich Gerhart Hauptmann und Arno Holz, die etwas genauer beschrieben werden.

Arno Holz (1863-1929)
Wilhelm Bölsche (1861-1939)
Bruno Wille (1860-1928)
Julius Hart (1859-1930)
Michael Georg Conrad (1846-1927)
Hermann Conradi (1862-1890)
Gerhart Hauptmann (1862-1946)
Ernst von Wolzogen (1855-1934)
Heinrich Hart (1855-1906)
Johannes Schlaf (1862-1941)

Gerhart Hauptmann

Gerhart Hauptmann lebte von 1862 bis 1946 und ist der wahrscheinlich bedeutendste Vertreter des Naturalismus und erhielt 1912 den Nobelpreis für Literatur. Seine Werke waren „Bahnwärter Thiel“, „Die Weber“ und „Der Biberpelz“ die er um 1892 geschrieben hat. Wie diese Titel schon verraten, klingen diese schon romanartig, sind aber trotzdem noch etwas in Prosa gehalten. Ab diesem Jahr aufwärts, wurden folgende Werke von ihn verfasst: „Rose Bernd“ um 1903, „Die Ratten“ um 1909 bis 1910, „Der Ketzer von Soana“ um 1918, „Fasching“ um 1923, „Die Insel der grossen Mutter oder das Wunder von Île des Dames“ um 1924, „Buch der Leidenschaft“ um 1930 und zu guter Letzt „Die Hochzeit auf Buchenhorst“ um 1932. Diese von ihm Geschriebenen Werke wurden zu dieser Zeit in Deutschland viel verkauft und gelesen.

Arno Holz

Arno Holz wurde 1863 in Ostpreußen geboren und lebte bis 1929. 1875 kam er zusammen mit seinem Vater, der Apotheker war nach Berlin. Er war eigentlich schon immer begeistert und fasziniert von der Literatur und von literarischer Arbeit. Und dieser Umzug nach Berlin war ein wichtiger Lebensabschnitt für ihn, da wie zuvor schon genannt, waren München und Berlin vor allem die ersten Zentren des Naturalismus, also eine literarische Epoche. Er verfasste in seinem Leben rund 28 Werke, die zu lange dauern, um sie jetzt aufzuzählen, zu denen Komödien, wie die „Sozialaristokratie“ um 1896 oder Gedichte wie „Phantasus“ um 1898 oder Zusammenarbeiten mit anderen Autoren wie Johannes Schlaf. Sein literarisches Niveau ging von Tragödien, nach Dramen bis zu Gedichtparodien und Komödien.