Das zerbrochene Ringlein – Joseph von Eichendorff

Fach Deutsch

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 16.07.2018

Schlagwörter

Das zerbrochene Ringlein Eichendorff

Zusammenfassung

Dieses Referat behandelt das Gedicht "Das zerbrochene Ringlein", welches von dem deutschen Dichter und Schriftsteller Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff verfasst worden ist und auch unter dem Titel "Einem kühlen Grunde" erschienen ist.

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Bei „Das zerbrochene Ringlein“ handelt es sich um ein Gedicht des deutschen Dichters und Schriftstellers Joseph von Eichendorff, welches auch unter dem Namen „Einem kühlen Grunde“ erschienen ist.

Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff wurde am 10. März 1788 in Ratibor in Oberschlesien auf dem Schloss Lubowitz geboren. Seine Eltern waren ein preußischer Offizier und eine Adlige. Das Schloss Lubowitz stammt aus dem Erbe seiner Mutter. Aufgrund des guten Standes der Familie, wurden Sohn Joseph und dessen Bruder Wilhelm einem Hauslehrer privat unterrichtet. Dieser legte viel Wert auf Literatur und dies sorge insbesondere bei Joseph für ein großes Interesse an literarischen Werken. Seine ersten Werke schrieb er bereits im Jugendalter.

Er schilderte im Jahre 1794 seine Eindrücke von einer Reise nach Prag. Seit dem Jahre 1800 verfasste er Tagebucheinträge und eine Naturgeschichte, welche er mit selbst angefertigten Illustrationen versah. Ab 1801 besuchten Joseph und sein Bruder das katholische Matthias – Gymnasium in Breslau. Auch diese Zeit war von der Literatur und einigen prägenden Theaterbesuchen geprägt. Nach dem Ende der Schule, studierte Joseph Eichendorff zunächst Jura in Halle.

Diesem Studium war eine Reisezeit angeschlossen, welche ihn durch den Harz, nach Hamburg und nach Lübeck führten. Ab Frühjahr 1807 setzten die Eichendorffbrüder ihr Studium fort. Diesem folgte 1808 eine Bildungsreise über Straßburg nach Paris. Seine erste Veröffentlichung erschien kurz darauf unter dem Titel „Florens“ in der Zeitschrift „Zeitschrift für Wissenschaft und Kunst“. Ein Jahr später verlobte sich Joseph Eichendorff mit Aloysia von Larisch. Im Jahre 1810 setzte er sein Studium in Wien fort und beendete dieses zwei Jahre später. Von 1813 bis 1815 diente Joseph Eichendorff als Soldat und nahm an den Befreiungskriegen gegen Napoleon teil. Im April 1815 heiratete er seine Verlobte, mit der er im Laufe der nächsten Jahre fünf Kinder bekam. Zwei seiner Töchter starben jedoch bereits im Kleinkindalter. Joseph Eichendorff wurde im Jahre 1816 Referendar in Breslau.

Er stellt sich in den preußischen Staatsdienst und machte dort Karriere. Fünf Jahre später wurde er zum katholischen Kirchenrat und Schulrat ernannt und im Jahre 1824 dann zum Oberpräsidialrat zu Königsberg. Die Familie siedelte in Folge dessen im Jahre 1831 nach Berlin um. Zehn Jahre darauf wurde Joseph Eichendorff zum geheimen Regierungsrat ernannt. Aus gesundheitlichen Gründen ging es bereits im Jahre 1846 in den Ruhestand. Er beschäftigte sich nun wieder vermehrt mit seiner großen Leidenschaft, der Lyrik und der Literatur. Neben einigen selbst verfassten und veröffentlichten Werken, übersetzte er auch einige religiöse Dramen von Pedro Calderón de la Barcas.

Er zog im Anschluss mit seiner Ehefrau zu seiner Tochter Therese und deren Mann, einem preußischen Offizier. Joseph Eichendorffs Bruder Wilhelm starb am 07. Januar 1849, er erbte daraufhin dessen Grundherrschaft Sedlnitz. Er floh noch im selben Jahr vor den Unruhen der Revolution und reiste von Dresden aus nach Köthen. Joseph Eichendorff verfasste in den nächsten Jahren zahlreiche Gedichte. Im Anschluss an diese Phase, beendete Joseph Eichendorff seine Karriere als Dichter und Schriftsteller. Er betätigte sich im Anschluss hauptsächlich publizistisch und erschuf seine Geschichte der poetischen Literatur.

Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff starb am 26. November des Jahres 1857 im Alter von 69 Jahren in Neisse in Oberschlesien. Er gilt bis heute als einer der bedeutendsten Dichter und Schriftsteller des Landes. Seine große Bekanntheit hält bis heute an. Dies liegt zum einen in der großen Anzahl seiner Werke begründet und außerdem darin, dass seine Gedichte oftmals fester Bestandteil der Schulliteratur im Deutschunterricht sind. Ein sehr bekanntes Gedicht von Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff ist „Das zerbrochene Ringlein“, welches er auch unter dem Titel „Einem kühlen Grunde publizierte“.

Originaltext und Form des Gedichts „Das zerbrochene Ringlein“

Das zerbrochene Ringlein.

In einem kühlen Grunde
Da geht ein Mühlenrad
Mein’ Liebste ist verschwunden,
Die dort gewohnet hat.

Sie hat mir Treu versprochen,
Gab mir ein’n Ring dabei,
Sie hat die Treu’ gebrochen,
Mein Ringlein sprang entzwei.

Ich möcht’ als Spielmann reisen
Weit in die Welt hinaus,
Und singen meine Weisen,
Und geh’n von Haus zu Haus.

Ich möcht’ als Reiter fliegen
Wohl in die blut’ge Schlacht,
Um stille Feuer liegen
Im Feld bei dunkler Nacht.

Hör’ ich das Mühlrad gehen:
Ich weiß nicht, was ich will —
Ich möcht’ am liebsten sterben,
Da wär’s auf einmal still!

Das Gedicht „Das zerbrochene Ringlein“ besteht aus fünf Strophen, welche aus jeweils vier Versen bestehen. Innerhalb der Strophen gibt es das Reimschema abab.

Geschichtlicher Hintergrund

In den Jahren 1807 und 1808 verfasste Joseph von Eichendorff in seinen Tagebüchern Einträge über seine unerwiderte Liebe zu Käthchen Förster, zahlreiche Gedichte. Darunter auch „Das zerbrochene Ringlein“. Im Jahre 1813 wurde dieses Gedicht unter dem Namen „Lied“ in „Deutscher Dichterwald“ veröffentlicht. Joseph Eichendorff schrieb dort unter dem Namen „Florens“. Er veröffentlichte das Gedicht in weiteren Arbeiten, unter anderem auch in seinem Roman „Ahnung und Gegenwart“ aus dem Jahre 1815. In diesem Roman tauchte das Gedicht „Das zerbrochene Ringlein“ erstmalig als eigenes Werk unter echtem Namen von Joseph Eichendorff auf. Das Gedicht wurde im Laufe der Zeit sehr erfolgreich und zählt zu einem der bekanntesten Gedichte von Eichendorff.

Aufgrund der größer werdenden Bekanntheit des Gedichts und des Dichters und Schriftstellers, gab es einige weitere Veröffentlichungen. Im Jahre 1814 hat Friedrich Glück das Gedicht erstmalig vertont. Es erschien unter dem Titel „Untreue“ und erreichte große Bekanntheit. Seit dem ist das Gedicht „Das zerbrochene Ringlein“ unzählige weitere Male vertont und anders interpretiert worden. Die Comedian Harmonists beispielsweise nahmen das Lied am 07. Januar 1932 auf und brachten es auf Schallplatte heraus. Auch dies wurde ein großer Erfolg. Weitere Interpreten sind unter anderem: Heino, die Fischer Chöre sowie der deutsche Kabarettist Max Raabe.