Das Blut und dessen Bestandteile

Fach Deutsch

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 20.08.2018

Schlagwörter

Blutbestandteile

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit dem menschlichen Blut und geht auf dessen verschiedene Blutbestandteile und Funktionen ein. Es werden die Begriffe rote Blutkörperchen, weiße Blutkörperchen und Blutplättchen erklärt.

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Bei Blut handelt es sich um die wichtigste Körperflüssigkeit des Menschen, welche mit Hilfe des Herz – Kreislauf – Systems durch den Körper gepumpt wird und die Funktion der lebenswichtigen Organe sicherstellt. Das Blut besteht aus verschiedenen Bestandteilen, wie den roten Blutkörperchen, den weißen Blutkörperchen und den Blutplättchen sowie dem Blutplasma. Letzteres ist der Träger der Blutzellen. Das Blut wird insbesondere durch die mechanische Pumparbeit des Herzens im Kreislaufsystem durch die Blutgefäße geleitet. Hierbei helfen die Venenklappen sowie die Muskelarbeit unterstützend. Bei den Blutgefäßen, welche vom Herzen wegführen handelt es sich um Arterien und bei den Blutgefäßen, welche zum Herzen hinführen, handelt es sich um Venen.

Ein erwachsener Mensch hat durchschnittlich etwa fünf bis sechs Liter Blut im Körper. Männer haben hierbei im Durchschnitt fast einen Liter mehr Blut im Körper als Frauen, was in erster Linie auf die meist höhere Körpergröße sowie das höhere Gewicht zurückzuführen ist.

Inhaltsstoffe des Blutes

Das Blut besteht aus zellulären Bestandteilen sowie dem Blutplasma und einer wässrigen Lösung, welche aus Proteinen und Salzen sowie Einfachzuckern besteht. Darüber hinaus sind auch Hormone, gelöste Gase und Nährstoffe im Blut enthalten. Die Hauptbestandteile machen das Blutplasma mit knapp 55 Prozent und das Hämatokrit mit ungefähr 44 Prozent aus.
Die typische rote Farbe des Blutes kommt von dem Stoff Hämoglobin, weshalb dieses auch zu den sogenannten Blutfarbstoffen gehört. Blut, welches mit Sauerstoff angereichert ist, ist heller und hat einen kräftigeren und intensiveren Farbton, als Blut, welches sauerstoffarm ist.

Verletzungen der Blutgefäße

Werden Blutgefäße zum Beispiel bei einem Unfall verletzt, so kann das flüssige Blut aus diesen, ins Gewebe übertreten. Ist außerdem auch die Haut verletzt, so kann es auch gänzlich aus dem menschlichen Körper austreten. Wenn nur das Blutgefäß verletzt ist, dringt Blut in das umliegende Gewebe ein, wo sich das enthaltene Hämoglobin in seine Gallenfarbstoffe zersetzt. In einem Zeitraum von einigen Tagen, geht die Farbe des Hämatoms von (dunkel) lila über grün und gelb, bis die Farbe schließlich verblasst und das Hämatom verschwindet. Bei einer äußerlichen Verletzung dringt Blut aus dem menschlichen Körper aus. Bei schwereren Verletzungen mit hohem Blutverlust besteht für den Menschen sogar Lebensgefähr. Die Blutung muss schnellstmöglich gestoppt werden und unter Umständen der Blutverlust mit Hilfe von Bluttransfusionen ausgeglichen werden, da der Patient sonst verbluten kann. Sind die Verletzungen hingegen nur klein, kann der menschliche Körper diese selbst heilen. Die natürliche Blutgerinnung setzt bereits nach kurzer Zeit ein. Es bildet sich im Anschluss eine Kruste auf der Wunde. Darunter heilt die Haut. Ist der Heilungsprozess abgeschlossen, so bröckelt die Kruste mit der Zeit ab.

Blutplasma

Das Blutplasma besteht aus Ionen und Proteinen. Die Proteine des Blutplasmas sind für den funktionierenden Sauerstofftransport zuständig. Darüber hinaus sind sie auch für die funktionierende Immunabwehr verantwortlich und ebenso für die Aufrechterhaltung des pH – Wertes und den Druck des Blutes. Wenn Blutplasma keine Blutgerinnungsfunktion mehr hat, handelt es sich streng genommen nicht mehr um Blutplasma, sondern um Blutserum. Dieses kann gewonnen werden, denn das Blut in einem Glasröhrchen nach Beendigung des Gerinnungsprozesses, zentrifugiert wird. Es teilt sich hierdurch innerhalb des Röhrchens in seine Bestandteile auf. Unten lagert sich der Blutkuchen ab, im oberen Teil des Röhrchens ist das Blutserum, welches in der Regel eine klare Flüssigkeit ist. Das Blutserum besitzt auch Elemente, welche im Blutplasma nicht vorkommen. Dies betrifft insbesondere Wachstumsfaktoren, welche erst während des Gerinnungsprozesses frei gesetzt werden. Das Blutserum besteht zu einem Großteil, von ungefähr 91 Prozent, aus Wasser und zu knapp sieben Prozent aus Proteinen. Die restlichen Inhaltsstoffe sind Elektrolyte, Nährstoffe und auch Hormone.

Zelluläre Bestandteile

Bei den zellulären Bestandteilen des Blutes handelt es sich um die roten Blutkörperchen (Erythozyten), die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) sowie die Blutplättchen (Thrombozyten). Der Zellanteil des Blutes ist bei Männern und Frauen leicht unterschiedlich. Bei Männern liegt dieser zwischen 44 Prozent bis 46 Prozent und bei Frauen knapp darunter bei 41 Prozent bis 43 Prozent. Bei einem Säugling ist der Hämatokritanteil viel höher und beträgt ungefähr 60 Prozent. Im Kleinkindalter sinkt dieser den bis 30 Prozent ab und steigt in der Pubertät auf die Werte eines Erwachsenen an. Beim dem Hämatokritanteil handelt es sich also um den Anteil der roten Blutkörperchen.

Die roten Blutkörperchen sind im Blut für den Transport von Sauerstoff sowie Kohlendioxid verantwortlich. Sie bestehen aus Hämoglobin, einem Protein, welches für die Bindung des Sauerstoffes und dessen Transport im Blut zuständig ist. Es besteht aus dem Eiweiß Globin sowie einer Häm – Gruppe, welche mit Eisen einen Komplex bildet.

Die weißen Blutkörperchen werden in fünf verschiedene Gruppen (Eosinophile Granulozyten, Basophile Granulozyten, Neutrophile Granulozyten, Monozyten und Lymphozyten) eingeteilt. Die drei Granulozytenarten sind nach der Färbewirkung des Protoplasmas benannt und dienen der unspezifischen Immunabwehr. Die gleiche Funktion haben auch die Monozyten. Die letzte Gruppe, die der weißen Blutkörperchen, die Lymphozyten hingegen dienen der spezifischen Immunabwehr.

Die Blutplättchen sind für die Blutungsstillung und Blutgerinnung nach äußerlichen Verletzungen verantwortlich. Sie liefern deshalb die Grundlage und die erste Phase im Wundheilungsprozess.
Erkrankungen des Blutes

Wie alle Organe und Gewebe des menschlichen Körpers, kann auch das Blut erkranken. Es gibt zahlreiche Krankheiten, welche das Blut betreffen. Eine der gefährlichsten Blutkrankheiten ist die Leukämie, also der Blutkrebs, welcher in vielen Fällen sogar tödlich verläuft. Wichtig für die Heilungschancen einer solchen Krankheit ist die frühzeitige Erkennung sowie ein rascher Beginn der medizinischen Behandlung. Anzeichen auf eine Leukämie können unter anderem eine stark erhöhte Anzahl der weißen Blutkörperchen sein.