Charakterisierung - Firmin aus Firmin ein Rattenleben

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Klasse 10

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 12.05.2018

Schlagwörter

Firmin ein Rattenleben Sam Savage

Zusammenfassung

Dieses Referat beschreibt das Buch Firmin ein Rattenleben von Autor Sam Savage und charakterisiert den Hauptdarsteller - die Ratte Firmin. Des weiteren werden alle wichtigen Handlungsstränge des Buches zusammengefasst.

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Firmin – ein Rattenleben ist das Erstlingswerk von Autor Sam Savage. Es handelt vom Rattenjungen Firmin, welcher als dreizehntes und letztes Rattenbaby des Wurfes zur Welt kam.

Firmin ist die kleinste und somit auch schwächste Ratte des Wurfes und hatte es als Rattenjunges stets schwer, genug Muttermilch abzubekommen, da seine Rattenbrüder und Rattenschwestern ihn meistens erfolgreich von den Zitzen seiner Rattenmutter verdrängen konnten. Doch während Firmin körperlich zunächst den anderen Rattenjungen hinterherhinkt, ist er ihnen intellektuell weit voraus. Ratten gelten im Allgemeinen als sehr soziale und intelligente Tiere. Dies trifft auch auf den Rattenjungen Firmin zu. Doch während die Mitglieder seiner Rattenfamilie die Straßen der Stadt unsicher machen, um etwas essbares zu finden oder sich die Sonne auf den Rattenpelz brennen zu lassen, sucht Firmin die Nähe zu den Menschen um von ihnen zu lernen. Ganz besonders haben es ihm die örtliche Bibliothek und der dort arbeitende Bibliothekar angetan.

Firmin beginnt sich eine Freundschaft zu ihm zu erträumen. Er wünscht sich, als Ratte nicht als Ungeziefer und Parasit von den Menschen angesehen zu werden, sondern ihnen nahe sein. Er möchte ihnen ein treuer Freund und Begleiter sein und er möchte lesen können. Er wünscht sich die Bücher regelrecht zu verschlingen. Firmin strebt nach höherem, nach etwas was Ratten eigentlich vorbehalten ist. Firmin möchte lernen, möchte ein guter Freund sein und träumt davon ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft zu sein. Dadurch das Firmin sehr clever und charmant aber auch ein wenig tollpatschig ist, wächst der kleine Rattenjunge den meisten Lesern schnell ans Herz. Das Buch ist kurzweilig zu lesen und bietet gute Unterhaltung. Doch während Firmin den Lesern viel Freunde und eine schöne Zeit beschert, kommt er bei den Menschen im Buch nicht gut an, da diese in ihm nur die Ratte sehen.

Firmin beobachtet lange Zeit das Geschehen aus der Bibliothek nur aus der Ferne. Er fühlt sich den Menschen dort auf eine gewisse Weise nahe, empfindet diese Nähe jedoch als unbefriedigend, weil seine Zuneigung nicht erwidert wird. Eine Erwiderung kann es zu diesem Zeitpunkt im Buch überhaupt nicht geben, da Firmin von dem Bibliothekar und den Besuchern der Bibliothek noch gar nichtwahrgenommen worden ist. Firmin fühlt sich einsam und wird immer unzufriedener. Ein Rattenleben ist kurz! Im Durchschnitt sind Ratten lediglich zwei Jahre irdischen Daseins beschert. Firmin weiss das und ist sich seiner Endlichkeit bewusst. Insgesamt wird sehr schnell klar, dass Firmin sehr intelligent und sehr reif für eine Ratte ist. Firmin fühlt sich sehr einsam und wird zunächst immer einsamer. Er hat zwar Kontakt zur seiner Rattenfamilie, empfindet diesen aber unbefriedigend. Zum einen, weil er nicht sehr intensiv ist und des Weiteren da seine Rattenbrüder und Rattenschwestern ihn aufgrund seines Verhaltens etwas seltsam finden und immer nur kurz und oberflächlich mit ihm reden. Die Treffen zwischen Firmin und seinen Rattengeschwistern sind eher flüchtiger und zufälliger Natur. Dies wird insbesondere klar, als er zufällig erfährt, dass sein Rattenbruder Peewee von einem Auto überfahren worden ist. Der Tod seines Rattenbruders macht Firmin nicht besonders betroffen, da die beiden kein enges Verhältnis zueinander hatten. Anders ist es beim Verlust seiner Mutter. Firmin benötigt einige Zeit, um diesen zu verarbeiten.

Eines Tages beschließt er all seinen Mut zusammenzufassen und den Bibliothekar „anzusprechen“ um diesen besser kennenzulernen. Leider geht dieser Versuch nach hinten los, denn der Bibliothekar sieht in Firmin nur eine Ratte, also Ungeziefer, in seiner Bibliothek und versucht Firmin zu erschlagen. Firmin kann jedoch schnell genug fliehen und kommt mit dem Schrecken davon. Doch der Schock und vor allem die Enttäuschung sitzen tief, denn Firmin wird klar, dass er und der Bibliothekar wohl niemals Freunde werden können. Des Weiteren bemerkt er, dass er die Bibliothek daher weiterhin nur aus sicherer Entfernung erleben darf.

Als er eines Tages erfährt, dass die Biobliothek von der Schließung bedroht ist, bricht für ihn zunächst eine Welt zusammen, jedoch bemerkt Firmin auch, dass er sich mehr auf das klassische Rattenleben konzentrieren sollte. Zunächst gelingt ihm das nur leidlich aber nach einigen Streifzügen durch die Stadt und mehreren Begegnungen mit seinen Artgenossen kommt er mit dem Rattenleben immer besser zurecht.

Am Ende des Buches stirbt Firmin im hohen Rattenalter friedlich im Schlaf. Dem Leser wird deutlich, dass Firmins Leben vollendet ist, er hat seinen Frieden mit allem geschlossen und ein schönes und spezielles Rattenleben leben dürfen.

Das Buch Firmin ein Rattenleben von Sam Savage hat unterhaltende lustige Momente aber gleichzeitig auch nachdenkliche und traurige. Es ist ein sehr gelungen geschriebenes Buch in einer schönen Sprache. Umso beeindruckender ist es, dass es sich bei Firmin – ein Rattenleben um das erste Werk des Autors Sam Savage handelt. Das Buch ist auch optisch sehr schön gestaltet, sowohl farblich als auch durch die Illustration von Firmin und den illustrierten angenagten Ecken im Cover. Es wirkt, als habe der bücherliebende Firmin sich persönlich in dem Buch verewigt und die Ecken angenagt. Das Taschenbuch Firmin – ein Rattenleben ist charmanterweise auch in einer Edition im Roofcut mit wirklich „angenagten“ Ecken erschienen und ein absolutes must have für alle Firmin Fans. Obwohl es sich um reine Unterhaltungsliteratur handelt, kann der Leser im Buch eine Message entdecken. Es ist richtig, an seine Träume zu glauben und wichtig diese zu verfolgen aber es ist ebenso wichtig, dass reale Leben nicht aus den Augen zu verlieren. Des Weiteren zeigt es, dass der Glaube manchmal Berge versetzen kann und wie wichtig Freundschaft, Loyalität und Liebe ist. Firmin hat dies in genau dem richtigen Moment entdeckt und seinen ganz persönlichen Weg in das Rattenleben gefunden. Firmin ein Rattenleben ist ein gutes Buch, für alle die herzerwärmende Unterhaltungsliteratur mögen, welche kurzweilig, lustig und spannend zugleich ist.