Andorra Max Frisch

Fach Deutsch

Klasse 10

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 01.06.2018

Schlagwörter

Andorra Max Frisch

Zusammenfassung

Dieses Referat behandelt das vom Schweizer Schriftsteller Max Frisch geschriebene Drama mit dem Titel Andorra. Es wird auf den Inhalt des Dramas, den Aufbau des Theaterstücks sowie auf die Hauptfiguren und Nebenfiguren eingegangen.

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Das Buch Andorra ist ein Drama, welches vom Schweizer Schriftsteller Max Frisch geschrieben wurde. Es ist in Form einer Parabel aufgebaut und thematisiert die Auswirkung von Vorurteilen, Mitläufern und die Frage nach der Identität eines Menschen am Thema Antisemitismus.

Der Hauptcharakter des Dramas Andorra ist Andri, ein junger Mann, welche unehelich auf die Welt kam und dessen Mutter noch dazu eine Ausländerin ist. Sein Vater schämt sich diesbezüglich und gibt Andri als seinen jüdischen Pflegesohn aus. Andri ist in seinem Alltag stets Vorurteilen ausgesetzt. Er wird letztlich durch Rassisten des Nachbarvolkes ermordet. Die Bewohner Andorras ließen dies geschehen und rechtfertigen ihr Verhalten und leugnen ihre eigene Schuld.

Die Uraufführung des Dramas Andorra fand am 02. November 1961 in Zürich statt. Diese Premiere war äußerst erfolgreich und wurde sogar als eines der wichtigsten Stücke seit Ende des zweiten Weltkrieges bezeichnet.

Inhalt des Dramas Andorra

Die Bevohner von Andorra ahnen und fürchten einen Angriff des Nachbarvolkes, welches Juden verfolgt und tötet. Selbst die patriotischen Teile der Bevölkerung haben viele antisemitische Vorurteile. Hierunter leidet Andri, der Hauptcharakter des Dramas. Er wird von seinem Vater als jüdischer Pflegesohn ausgegeben, da er unehelich mit einer Ausländerin gezeugt worden ist.

Der junge Andri jobbt in der Küche einer Kneipe. Er ist heimlich in seine Halbschwester Barblin verliebt, ohne jedoch zu wissen, dass sie seine Halbschwester ist. Andri traut sich nicht, ihr seine Liebe zu gestehen. Andri ist ein sehr zurückhaltender und höflicher junger Mann. Er achtet stets auf die öffentliche Meinung und versucht sich so gut es geht anzupassen, damit er sich nicht den Unmut der antisemitisch denkenden Bevölkerung Andorras einhandelt.
Andri absolviert eine Tischlerlehre und ist sehr geschickt. Bei der Lehrlingsprobe fertigt er einen fest verzapften Stuhl an, der von guter Qualität ist. Ihm wird jedoch die schlechte Arbeit eines Gesellen zugeordnet, so dass Andri durch die Prüfung fällt und in den Verkauf versetzt wird. Der Tischler, welcher Andri gegenüber große Vorurteile hat, sieht sich in diesen bestätigt und glaubt, dass Andri als Jude ohnehin besser für den Verkauf geeignet sei. Dies ist der Punkt an dem Andri sich das erste Mal gegen die ungerechte Behandlung wehrt.
Kurze Zeit später, fasst sich Andri ein Herz, gesteht Barblin seine Liebe und hält um ihre Hand an. Sie weist ihn jedoch ab und der tief enttäuschte Andri gibt die Schuld seiner jüdischen Zugehörigkeit. Er beschäftigt sich von da an sehr intensiv mit den Vorurteilen gegenüber Juden und entdeckt diese auch immer öfter an sich selbst.

Einige Zeit später, wird Andri mit seiner wahren Identität konfrontiert. Andri weigert sich jedoch diese zu akzeptieren, da er sich mittlerweile mit seiner Rolle als Jude abgefunden hat. Auch der Einmarsch des Rassistischen Nachbarvolkes, der „Schwarzen“, ändern Andris Handlungsweise nicht. Er ist bereit das Schicksal, welches ihn als Juden erwartet anzunehmen. Andri wird kurz darauf als Jude erkannt und festgenommen. Er ist dem Tode geweiht und wird vorab misshandelt. Als ihm ein Finger abgehackt wird, ist dies der Bevölkerung Andorras zuviel, doch es ist zu spät. Andri wird am Ende des Stücks ermordet.

Charaktere und Szenen

Das Drama Andorra hat zwölf Personen, welche eine Sprechrolle haben. Im Personenverzeichnis werden lediglich Andri und Barblin namentlich genannt. Die anderen Personen werden anhand ihrer Berufsbezeichnungen aufgeführt. Die Bevölkerung Andorras bleibt namenlos. Viele von ihnen verkörpern mindestens ein Vorurteil gegenüber Juden, mit dem sie im Laufe des Stücks auch Andri begegnen. Neben den zwölf Sprechrollen, gibt es zwei stumme Einzelpersonen. Hierbei handelt es sich um den Idioten und um den Judenschauer. Neben den Sprechrollen treten zwei stumme Einzelpersonen auf, der Idiot und der Judenschauer, sowie zwei stumme Kollektive, das andorranische Volk und die Soldaten der „Schwarzen“.

Das Drama Andorra unterteilt sich in zwölf Szenen. Diese zwölf Szenen wiederum unterteilen sich in zwei Themenbereiche. Diese beiden Themenbereiche enthalten jeweils sechs Szenen. In den ersten sechs Szenen des Dramas wird Andris Leben als junger Erwachsener und seine Ausgrenzung von der Gesellschaft behandelt. Es wird auf seine Jugend, seine familiäre Beziehung und seine, zunächst, heimliche Liebe zu Barblin eingegangen. In den folgenden sechs Szenen wird Andris Identifikation mit dem Judenbild, welches die Bevölkerung von ihm gemacht hat, thematisiert. Es wird auch auf Andris Bereitschaft eingegangen, für die Menschen genau „dieser Jude“ zu sein. Dieser fortschreitende Prozess wird bis zum Einmarsch der „Schwarzen“ und der damit verbundenen Ermordung Andris gezeigt.

Andri

Die Figur des Andri ist der Hauptcharakter des Dramas Andorra. Andri ist von den anderen Charakteren isoliert, obwohl er eine Hauptrolle spielt. Andri ist zurückhaltend und höflich, jedoch kein Musterknabe. Andri ist heimlich in seine Halbschwester Barblin verliebt, ohne zu wissen, dass sie seine Halbschwester ist. Andri nimmt das Schicksal der Juden für sich persönlich an und ist bereit es zu ertragen – bis zum Tod.

Barblin

Die Figur der Barblin ist eine der Hauptfiguren des Dramas. Barblin ist die Halbschwester von Andri und die einzige Person, die für ihn kämpft. Sie setzt sich bis zu dessen Tod für ihn ein. Der Tod Andris und eine zuvor erlebte Vergewaltigung durch einen Soldaten treiben Barblin in den Wahnsinn.

Can

Die Figur des Can ist eine Nebenfigur. Can ist Lehrer und der Vater von Andri und Barblin.

Die Mutter

Die Figur „Die Mutter“ ist eine nicht namentlich bekannte Nebenfigur. Sie ist die leibliche Mutter von Barblin und bemüht, die Familie zusammenzuhalten.

Die Senora

Die Figur „Die Senora“ ist eine nicht namentlich bekannte Nebenfigur. Sie ist die leibliche Mutter von Andri und gehört zur Bevölkerung der „Schwarzen“.

Benedikt

Die Figur des Benedikt ist eine Nebenfigur. Benedikt ist Pater. Er ist einer der wenigen, der zunächst zu Andri hält. Pater Benedikt ist der einzige, der sich seine Schuld an Andris Schicksal eingesteht.

Peider

Die Figur des Peider ist eine Nebenfigur. Peider ist Soldat. Er vergewaltigt Barblin.

Der Wirt

Die Figur „Der Wirt“ ist eine nicht namentlich bekannte Nebenfigur. Er ist der mutmaßliche Mörder von Andris Mutter.

Prader

Die Figur des Prader ist eine Nebenfigur. Er ist Tischler und der Ausbilder von Andri. Er ist extrem antisemitisch eingestellt.

Fedri

Die Figur des Fedri ist eine Nebenfigur. Er ist Geselle in der Firma von Prader und verrät Andris Freundschaft.

Der Jemand

Die Figur „Der Jemand“ ist eine namentlich nicht bekannte Nebenfigur. Es handelt sich um einen distanzierten Beobachter der Situation.

Ferrer

Die Figur des Ferrer ist eine Nebenfigur. Ferrer ist Arzt. Er ist extrem antisemitisch und patriotisch.