Alkopops, die unterschätzten Modedrinks

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Klasse 7

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 19.08.2018

Schlagwörter

Alkopops

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit den alkoholhaltigen Mischgetränken "Alkopops", welche sich als Modegetränke verbreitet haben. Es wird auf deren Zusammensetzung, den Alkopop - Trend sowie den Konsumrückgang eingegangen.

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Bei einem Alkopop handelt es sich um ein alkoholhaltiges Süßgetränk. Alkopops gehören zur Kategorie des Modegetränke und Designer Drinks. Sie zeichnen sich damit aus, dass sie trinkfertig, also „ready to drink“ (kurz: RTD) sind. Alkopops sind aufgrund ihrer bunten Farben, schön gestalteten Flaschen und des süßen Geschmacks insbesondere auf Partys bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen beliebt.

Zusammensetzung

Alkopops sind Mischgetränke. Sie bestehen zum einen aus Spirituosen, wie beispielsweise Wodka, Whiskey oder Tequila und zum anderen aus süßen Softdrinks, wie Limonaden oder auch Fruchsäften, Nektar oder ähnlichen Getränken. Das Besondere an den Alkopops ist, dass der intensive Geschmack des Alkohols durch die Süße der beigemischten Getränke überlagert wird. Dies macht die Alkopops insbesondere bei jüngeren Menschen zu einem belieben Party und Freizeitgetränk. Dieser Effekt wurde anfangs noch bestärkt, indem die Alkopops zu sehr günstigen Preisen angeboten worden sind. Später wurden jedoch Sondersteuern auf diese Getränke erhoben. Der für Alkohol typische Bittergeschmack fehlte bei den bunten Alkopops fast vollständig, dies machte sie auch auf Festivals, wo im Laufe der Tage viel Alkohol von den Besuchern konsumiert wird, begehrt. Das Zielpublikum der Produzenten von Alkopops, waren gezielt Jugendliche, welche gerne Alkohol trinken möchten, jedoch den Bittergeschmack oder auch den typischen Geschmack von Bier, Wein oder sonstigen alkoholischen Getränken nicht mögen.

Das tückische an Alkopops sind, dass sie zunächst den Durst löschen. Aufgrund der Süße, merkt der Konsument jedoch den im Alkopop enthaltenen Alkohol zunächst nicht oder nur kaum. Durch sie Süße entsteht bereits nach kurzer Zeit neuer Durst, der dann wieder mit dem oder dem nächsten Alkopop gelöscht wird. So entsteht ein Teufelskreis von einem hohen Alkoholkonsum, an den sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen schnell gewöhnen können.

Verbreitung von Alkopops

Die Produzenten von Alkopops zielen werbetechnisch in erster Linie auf Jugendliche und junge Erwachsene als Zielgruppe ab. In den Werbespots und auf Werbeplakaten oder ähnlichem, werden immer wieder Gruppen von fröhlichen Jugendlichen gezeigt, welche Alkopops konsumieren und dabei viel Spass haben und feiern. Dies ist der Hauptgrund, weshalb viele Menschen Alkopops sehr kritisch sehen, da nach deren Meinung bereits Jugendliche viel zu früh zum Konsum von Alkohol animiert werden. Alkopops waren über eine lange Zeit ein Kernthema der alkoholpolitischen Diskussionen. Für die Hersteller waren sie jedoch, während der Hochphase der Alkopops, ein sehr rentables Produkt, auf das sie keinesfalls verzichten wollten.

In Deutschland betrug der Alkoholgehalt von Alkopops durchschnittlich zwischen 5 Prozent und 6 Prozent Vol., womit der Alkoholgehalt der Alkopops knapp über dem der meisten Biersorten lag.
Gegen die oftmals kritisierte Werbestrategie der Alkopop – Produzenten, wehrten diese sich mit dem Argument, dass die Personen in der Produktwerbung alle volljährig und deutlich sichtbar, älter als 18 Jahre alt gewesen seien. Bevor Alkopops in die Supermärkte und Getränkemärkte einzogen, wurden sie als Partygetränke und Szenegetränke über Diskotheken und die Gastronomie eingeführt. Dies verstärkte die Exklusivität der Getränke.

Gesetzliches Abgabeverbot

Alkopops bestehen aus hochprozentigem Alkohol. Aus diesem Grund ist der Verkauf und die Abgabe nach dem Jugendschutzgesetz nur an volljährige Personen gestattet. Darüber hinaus müssen Alkopops von den Herstellern entsprechend gekennzeichnet sein.

Alkopop-Steuer

Da der Alkopopkonsum eine Zeit lang immer stärker anstieg und dies insbesondere bei Jugendlichen der Fall war, wurde ab dem 01. Juli 2004 eine Sondersteuer auf Alkopops erhoben, um einen Konsumrückgang zu bewirken. Dies hatte eine Verteuerung von etwa einem Euro pro Standardflasche zur Folge.

Konsumrückgang

Nicht nur Deutschland, sondern auch weitere Staaten, wie beispielsweise Österreich und die Schweiz führten eine Alkopopsteuer ein. Als der Konsum zurück ging, führten die Regierungen dieser Staaten den Konsumrückgang auf die Einführung der Sondersteuer zurück. Allerdings ist fraglich, ob dies wirklich korrekt ist. Die Alkopops waren ein Modegetränk und lagen eine Zeit lang einfach im Trend. Ein einfaches Abwarten, bis dieser Trend vorüber ist, hätte vermutlich einen ähnlichen Erfolg gehabt. Dennoch ist es natürlich möglich, dass die öffentlichen Diskussionen sowie die Besteuerung einen Teil zum, relativ, schnellen Ende des Alkopop – Trends beigetragen haben.

Reaktionen und Gegenmaßnahmen der Getränkehersteller

Nachdem die Alkopop Besteuerung beschlossen worden ist, haben zahlreiche Getränkehersteller bzw. Alkopopproduzenten beschlossen, die Zusammensetzung und das Mischverhältnis der Getränke, umgehend zu verändern. Einige Firmen, gingen bei diesem Prozess offensiv vor und gaben über Printmedien Einblicke in diesen Prozess.
Wieder andere Firmen, unter anderem die Marktführer Smirnoff oder Bacardi, lehnten Umstellungen an der Zusammensetzung ihrer Spirituosen aus Sorge um einen Imageschaden jedoch ab und begründeten dies mit der Erwartungshaltung ihrer Kunden. Die „großen“ und namhaften Hersteller konnten es sich leisten, die Produkte nahezu zum selben Preis, wie vor der Sondersteuer anzubieten. Sie erreichten dies, indem sie auf einen Teil ihres Gewinns verzichteten und Einsparungen bei den Werbeausgaben vornahmen.

Folgen der Sondersteuer auf Alkopops

Weitere sichtbare Folgen im Konsumverhalten der Jugendlichen war ein Ausweichen auf andere alkoholhaltige Getränke, wie beispielsweise Biermischgetränke und Weinmischgetränke. Diese waren nicht von der Sondersteuer betroffen und insgesamt kostengünstiger. Des Weiteren dürfen diese Getränke bereits an Jugendliche im Alter von 16 Jahren verkauft werden, somit zwei Jahre früher, als klassische Alkopops. Inwieweit die Sondersteuer für den Konsumrückgang verantwortlich ist, lässt sich nicht konkret belegen. Vermutlich war der Alkopoptrend einfach schneller vorbei, als die meisten Getränkehersteller und auch Politiker dies erwartet hatten. Bereits im August des Jahres 2007 kündigten bekannte Hersteller, wie zum Beispiel Bacardi an, ihre Alkopops aufgrund des sinkenden Absatzes, aus dem Sortiment zu nehmen.