Speed / Maphetamin

Fach Chemie

Klasse 10

Autor joflo

Veröffentlicht am 07.09.2018

Schlagwörter

Speed - Droge

Zusammenfassung

Dieses Referat behandelt die Droge Amphetamin, umgangssprachlich Speed genannt. Das Referat geht auf die Geschichte zurück, beschreibt die Wirkung sowie die Wirkungsweise und klärt über das Abhängigkeitspotential auf.

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Der Begriff «Speed» bezeichnet umgangssprachlich die künstliche chemische Verbindung Amphetamin. Amphetamin ist vor allem in der Drogenszene aufgrund seiner stark stimulierend und aufputschenden Wirkung weit bis sehr weit verbreitet. Amphetamin gehört zu den psychoaktiven beziehungsweise psychotropen Substanzen. In Deutschland ist Amphetamin im Betäubungsmittelgesetz aufgeführt. Das bedeutet, dass der Handel und der Besitz von Speed strafrechtlich verfolgt wird.

Die Geschichte von Amphetamin
Entdeckt wurde Amphetamin 1887 vom rumänischen Chemiker Lazar Edelanun an der Humboldt- Universität in Berlin und nannte die Verbindung «Apha-Methylphenethylamin». Geprägt wurde die Verbindung allerdings erst, durch weitere Forschungen durch den US-amerikanischen Chemiker Gordon Alles, der auch den Namen «Amphetamin» durchsetzte.
Früher wurde Amphetamin als Bronchospasmolytikum verwendet, dies ist ein Arzneimittel, welches die Spannung in den Bronchialmuskeln senkt und wurde zum Beispiel zur Behandlung von Asthma eingesetzt. Auch als Diätmittel wurde Amphetamin am Anfang seiner medizinischen Karriere eingesetzt. Nach und nach wurde dann allerdings immer mehr über das Suchtpotential von Amphetamin bekannt, bis man es schliesslich nurnoch gegen die Schlafkrankheit Narkolepsie und die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung ADHS eingesetzt wurde. Mit der Zeit wurden allerdings auch immer mehr Nebenwirkungen entdeckt und auch das Suchtpotential wurde noch genauer untersucht und studiert. Aufgrund dessen und auch aufgrund von zahlreichen unabhängig durchgeführten Stundien, wurde Amphetamin in vielen Ländern auf der Welt verboten. Allerdings wird in Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika bis heute noch in seltenen Fällen zur Bekämpfung von Narkolepsie und der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung ADHS Amphetamin verschrieben. Es wird heutzutage allerdings viel lieber auf den Arzneistoff Modafinil bei Narkolepsie gesetzt. Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung ADHS wird heutzutage hauptsächlich mit dem Arzneistoff Methylphenidat behandelt, welcher beispielsweise im Medikament Ritalin enthalten ist. Nicht per Zufall, wird auch oft die Wirkung von Ritalin missbraucht, entweder um Speed also Amphetamin nachzuahmen oder wegen der leistungssteigernden Wirkung von Methylphenidat beispielsweise zum Lernen oder Arbeiten.

Wirkungen und Wirkungsweise
Das Amphetamin gleicht in seiner chemischen Struktur und Form stark dem körpereigenen Dopamin. Trotzdem kann Amphetamin nicht direkt an die Dopamin-Rezeptoren in unserem Gehirn andocken. Es wirkt daher so, dass es die Freisetzung von körpereigenem Dopamin und dem natürlichen Neurotransmitter Noradrenalin stark ankurbelt. Ebenfalls hemmt das Amphetamin auch die sogenannte Monoaminooxidase, dies sind Enzyme, welche für den Abbau von Glückshormonen zuständig sind. Die Wirkungen und Nebenwirkungen von Amphetamin beziehungsweise Speed sind hauptsächlich die verringerte Müdigkeit und vollständige Wachheit, welche einem über Stunden hinweg nicht schlafen lassen. Ebenfalls eine sehr bekannte Wirkung von Speed ist eine viel höhere Aufmerksamkeitsspanne als im nüchternen Zustand. Die Konzentrationsfähigkeit steigt an und kann daher genau wie auch beim Ritalin zum Tunnelblick führen, was beispielsweise beim Lernen helfen kann. Auch die geistige sowohl wie auch die körperliche Ausdauer wird gesteigert, was Amphetamin auch im Dopingbereich verbreitet gemacht hat. Das Selbstwertgefühl und das sexuelle Verlangen gegenüberhin andern Personen wird stark gesteigert. So beschreiben zum Beispiel mehrere heterosexuelle Menschen, während eines Speed-Trips, sich vorstellen zu können mit Personen welche das gleiche Geschlecht wie sie haben, schlafen zu können. Auch Verspannungen vor allem im Hals- und Kieferbereich treten sehr häufig auf, was den typischen Kiefer-knirschenden Speed-Konsumenten erklärt. Auch der Hunger und Durst wird so stark unterdrückt, dass man diese auf dem High kaum mehr wahrnehmen kann. Negativ auffallen kann zum Beispiel, eine sogenannte Atemdepression, bei der der Konsument beziehungsweise der Patient bei einer Überdosis das Gefühl hat keine Luft mehr zu bekommen und bei starker Überdosierung auch tatsächlich keine Luft mehr bekommt. Auch eine erhöhte Herzfrequenz bis hin zum Herzrasen oder sogar Kammerflimmern kann oder wird höchstwahrscheinlich bei einem Speed-Rausch auftreten.
Da das Amphetamin eine derart starke Wirkung auf unser Gehirn ausübt, können teilweise akut lebensgefährlich Wechselwirkungen mit vielen verschiedenen anderen Medikamenten und Substanzen auftreten, darunter beispielsweise Alkohol, Rasagilin, welches gegen Parkinson eingesetzt wird, Paroxetin, welches gegen Depressionen eingesetzt wird, Chlorpromazin, welches zur Behandlung bei Schizophrenie eingesetzt wird und vielen andern. Allgemein verträgt sich Speed nicht mit andern Monoaminooxidase-Hemmern, da dies ein sogenanntes Serotoninsyndrom herbeiführen kann, welches tödlich enden kann. Monoaminooxidase-Hemmer werden hauptsächlich zur Behandlung gegen psychische Erkrankungen wie Schizophrenie, Depressionen und Bipolare Störungen angewandt.

Chronische Abhängigkeit
Hinweis: Dies soll auf keinster Weise eine Aufforderung oder eine Verleitung zum Konsum von Drogen darstellen und spiegelt die Erfahrungen von Konsumenten und das Wissen von Ärzten und Chemikern wieder. Der Konsum von Speed macht laut vielen ehemaligen und aktiven Konsumenten sehr glücklich. Es sei zum Zeitpunkt des Highs ein wunderschönes, unbeschreibliches Gefühl. Wenn die Wirkung des Amphetamins allerdings nachlässt, ist das gesummte körpereigene Dopamin verbraucht und man stürzt in eine bis zu 3 Tage dauernde Depression. Diese Faktoren verursachen ein extrem hohes Suchtpotential was sehr schnell zur Abhängigkeit führen kann, aus der man alleine nur sehr schwer wieder rauskommt.

Fazit
Vom Konsum von Speed kann ich nur abraten, ausser es wurde unter legalen Umständen von einem ausgebildeten Facharzt in Deutschland verschrieben.