Monsanto

Fach Chemie

Klasse 10

Autor Schulpflicht

Veröffentlicht am 22.06.2018

Schlagwörter

Monsanto Chemie Konzern

Zusammenfassung

Dieses Referat behandelt alle relevanten Themen rund um den Gentechnikriesen Monsanto. Sowohl aktuelle Entwicklungen als auch die Entstehungsgeschichte des Unternehmens werden beschrieben. Einfach und gut erklärt.

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Monsanto

Monsanto ist ein börsennotierter Konzern mit Sitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri. Er stellt unter anderem auch Süßstoffe, Pestizide, Unkrautvernichtungsmittel sowie gentechnisch verändertes Saatgut her. Das Unternehmen hatte im Geschäftsjahr 2007 bei einem Umsatz von 8,6 Milliarden US-Dollar einen Nettogewinn von 993 Millionen US-Dollar. Monsanto ist im Aktienindex S&P 500 gelistet.

Im Juni 2018 ist Monsanto von Bayer übernommen worden. Bayer wird den Namen Monsanto streichen. In einer Presseerklärung von Bayer vom 7.06.2018 wird die Übernahme von Monsanto durch den Bayer-Konzern wie folgt beschrieben: „Monsanto wird solange von Bayer unabhängig tätig sein bis Bayer den Verkauf seiner an BASF abzugebenden Geschäfte abgeschlossen hat. In dieser Zeit wird sich nichts ändern, einschließlich des Firmennamens. Auch wird Bayer die Integration von Monsanto erst dann fortsetzen, wenn die Veräußerungen an BASF abgeschlossen sind. Mit Beginn der Integration wird das Unternehmen Bayer heißen. Monsanto-Saatgut und andere Produktmarken (wie DEKALB, Asgrow, etc.) behalten ihre Markennamen und werden Teil des Portfolios von Bayer. Während der Unternehmensname mit Beginn der Integration Bayer sein wird, bleibt die rechtliche Struktur von Monsanto bestehen, bis auch dieser rechtliche Prozess abgeschlossen ist; dies wird mehrere Jahre dauern.“

Geschichte

John Francis Queeny gründete 1901 die nach dem Familiennamen seiner Frau benannten Monsanto Chemical Works mit einem Anfangskapital von 5000 Dollar. Geschäftsziel war damals die Herstellung von dem Süßstoff Saccharin. Damals einziger fester Angestellter war der Schweizer Chemiker Louis Veillon. Nach 3 Jahren in denen Verlust erzielt wurde, fiel 1905 erstmals ein Gewinn von 10600 Dollar an. 1915, also zehn Jahre später, stieg der Umsatz erstmals über eine Million USD. Von 1940 bis 1977 produzierte Monsanto polychlorierte Biphenyle, welche als Weichmacher in Lacken, Dichtungsmassen und Isoliermittel als auch als Hydraulikflüssigkeit verwendet werden und als giftig und krebserregend gelten. 2001 wurden wurde diese Biphenyle durch die Stockholmer Konvention weltweit verboten. Im April 1947 wurde eine Fabrik von Monsanto zerstört als ein im Hafen von Texas City liegendes Schiff mit 2.300 Tonnen Ammoniumnitrat explodierte. Bei der Explosion kamen 581 Menschen ums Leben.

1982 gelang den Wissenschaftlern von Monsanto als ersten weltweit die gentechnische Veränderung einer Pflanzenzelle, 1983 wurde der erste Patentantrag auf eine vom Konzern entwickelte Petunie gestellt. 1987 wurden die ersten Feldversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen durchgeführt. 1994 kam das erste biotechnologisch erzeugte Produkt unter dem Namen Posilac auf den Markt. Es handelte sich ein Wachstumshormon zur Steigerung der Milchleistung von Rindern. Es folgten das Gründen zahlreicher Tochtergesellschaften und das Aufkaufen zahlreicher Saatgutherstellern, wie zum Beispiel Semenis, Emergent Genetics oder Westbred.

Im Mai 2016 legte die Bayer AG ein offizielles Angebot vor, Monsanto für 62 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Dieses Angebot wurde jedoch abgelehnt da es zu niedrig gewesen sei. Später im September 2016 wurde ein neues Angebot in Höhe von 66 Milliarden US-Dollar vorgelegt welches akzeptiert wurde.

Heute hat Monsanto Niederlassungen in 61 Ländern und besitzt mehr als 20 Standorte zur Saatgutproduktion. Das Unternehmen hat weltweit 24.100 Mitarbeiter und hat 2015 13,5 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht, beinahe 40% davon mit gentechnisch veränderten Maissamen. Bekannte Produkte sind verschiedene transgene Maissorten und Breitbandherbizide mit dem Wirkstoff Glyphosat unter dem Namen Roundup. Roundup ist ein Breitbandherbizid, welches hauptsächlich in der Landwirtschaft Anwendung findet. Im März 2015 wurde der im Roundup beinhaltete Stoff Glyphosat von der internationalen Agentur für Krebsforschung als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft, andere Organisation glauben dieses Ergebnis wiederlegen zu können. Mittlerweile findet sich Glyphosat überall im täglichen Leben: In unserem Trinkwasser, Lebensmitteln und sogar in der Muttermilch. Im Juni 2016 wurde die Erlaubnis zur Verwendung von Glyphosat um 18 Monate verlängert.

Zu den Kunden von Monsanto zählen nicht nur private Landwirtschaftliche Betriebe. Es zählen sind auch sehr namhafte Unternehmen zu deren Kunden, wie zum Beispiel der amerikanische Getränkehersteller Coca-Cola, die Süßwarenkonzerne Nestlé und Mars, als auch Duracell oder Oral-B.