Knallkörper

Fach Chemie

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 27.10.2018

Schlagwörter

Knallkörper

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit dem Thema Knallkörper. Es erklärt, wie Knallkörper aufgebaut sind und wie diese funktionieren. Darüber hinaus wird auf die Geschichte von Knallkörpern und deren Produktion eingegangen.

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Bei einem Knallkörper oder „Knaller“, handelt es sich um einen pyrotechnischen Gegenstand. Ihr Haupteffekt ist ein unterschiedlich lauter Knall. Derartige pyrotechnische Gegenstände kommen beispielsweise als Feuerwerkskörper beim Silvesterfeuerwerk, als Bühnenknall oder auch als Signalmunition vor.

Aufbau

Ein Knallkörper besteht meistens aus einer Hülle, welche aus geleimten Papier besteht und recht hart ist. Es gibt sie jedoch auch mit einer Hülle aus Kunststofffaser. In der Bundesrepublik Deutschland dürfen freiverkäufliche Knallkörper für „Jedermann“, lediglich Schwarzpulver als Effektsatz enthalten. Es gibt auch Knallkörper, welche einen Effektsatz aus Aluminiumstaub und Kaliumperchlorat enthalten, diese sind jedoch aus Sicherheitsgründen nicht frei verkäuflich und werden nur an ausgebildete Pyrotechniker verkauft.                                                                             Im osteuropäischen Raum werden oft Knallkörper hergestellt, welche einen hochenergetischen Blitzknallsatz beinhalten, der auch ohne eine harte Hülle, einen lauten Knall erzeugt. Um einen Knallkörper zu zünden muss entweder eine Zündschnur, am äußeren Ende, angezündet oder ein Reibkopf an einer Reibfläche gerieben werden. Die harte Hülle des Knallkörpers zerreißt durch den schnellen Druckanstieg, welchen das Verbrennen des Schwarzpulvers mit sich bringt. Schwarzpulver brennt mit ungefähr 300 bis 600 m / sek ab und überschreitet daher nicht immer die Schallmauer der Luft. Der Knalleffekt klingt in diesem Fall weicher. Knallkörper enthalten im Inneren neben dem Schwarzpulver Lehm oder Tonerde, welche die Hohlräume ausfüllt.

Geschichtlicher Hintergrund

Die Urformen von Knallkörpern, wie Kanonenschlägen, Knallfröschen sowie Reibkopfknallern stammen aus dem 19. Jahrhundert. Die in Deutschland vertriebenen Knallkörper wurden zu der Zeit hauptsächlich in Deutschland gefertigt. Doch auch in der Vorkriegszeit gab es bereits Knallkörper aus anderen Ländern, welche den Weg nach Deutschland fanden. Hierzu zählten insbesondere solche aus Fernost, wie beispielsweise Miniknaller sowie Knallmatten, welche aus zahlreichen, miteinander verbundenen Miniknallern bestehen. Die bekannten Chinaböller kamen in der Bundesrepublik Deutschland im Laufe der 1960er Jahre auf.

Zu den bekanntesten Knallkörpern gehören heute die Kanonenschläge, welche es in zylindrischer und kubischer Form gibt sowie die Knallfrösche und die aus dem Jugendfeuerwerk stammenden Knallerbsen bzw. Knallteufel und Knallziehschnuren.

Zylindrischer Kanonenschlag

Bei einem zylindrischen Kanonenschlag handelt es sich um einen Knallkörper in Form eines Zylinders. Dieser hat in der Regel eine rote Farbe und seine Hülle besteht aus einer harten Schicht Pappe und Leim. Er besitzt an einem Ende eine Sicherheitszündschnur, welche einen Schwarzpulverkopf besitzt. Der Knall eines solchen Knallkörpers ist laut und tief. Einst waren Kanonenschläge meistens Qualitätsfeuerwerk aus Deutschland, mittlerweile stammen diese immer öfter aus Fernost. Diese erfreuen sich zwar größerer Beliebtheit, was jedoch dem günstigen Preis geschuldet ist, da die deutschen Kanonenschläge von besserer Qualität sind.

Kubischer Kanonenschlag

Bei einem kubischen Kanonenschlag handelt es sich um einen Knallkörper in Form eines Würfels. Auf der Oberseite besitzt der Kubische Kanonenschlag seine Anzündschnur. Ein kubischer Kanonenschnall erzeugt einen lauten, dumpfen Knall. Typisch für den kubischen Kanonenschlag ist seine Oberfläche aus Hanfspagat. Er ist komplett deckend und sehr dicht mit diesem Material bandagiert und ebenfalls geleimt. Auch der kubische Kanonenschlag war ursprünglich ein deutscher Qualitätsknallkörper, ehe die Produktion in Fernost begann und diese Produkte nach Deutschland importiert wurden. Auch der deutsche, kubische Kanonenschlag wurde aus Preisgründen, von dem asiatischen kubischen Kanonenschlag verdrängt. Mittlerweile gibt es keine deutschen Firmen mehr, die kubische Kanonenschläge produzieren.

Reibkopfböller

Bei einem Reibkopfböller handelt es sich um einen recht langen und dünnen, zylindrischen Knallkörper. Anstelle der für Knallkörper typischen Zündschnur verfügen diese Reibkopfböller über einen Reibkopf, welcher Ähnlichkeit zu einem Streichholzkopf hat. Auch der Entzündungsprozess ist der gleiche. Der Reibkopf wird an einer Reibfläche entzündet.

Die in der Bundesrepublik Deutschland verkäuflichen Reibkopfknaller enthalten lediglich eine geringe Menge Schwarzpulver und erzeugen meistens einen relativ leisen Knalleffekt. In der deutschen demokratischen Republik hingegen, waren die Reibkopfknaller deutlich lauter und von sehr guter Qualität. Besonders hervorzuheben sind hierbei die Reibkopfknaller mit einem Blitzknallsatz, wie zum Beispiel der Harzer Knaller oder die Blitzschläge.                                         Nach der Wiedervereinigung Deutschlands galten für das Feuerwerk die angepassten, damals gültigen 115 Dezibel und das BKS Verbot. Im Jahre 2006 wurde Produktion des Original Harzer Knallers für immer eingestellt. Seitdem gibt es lediglich noch Knaller Harzer Art, welche meistens in Fernost hergestellt werden und an die Qualität des Originals nicht heranreichen. Auch westdeutsche Reibkopfknaller mit großer Tradition, wie zum Beispiel Petarde oder Böller A, werden mittlerweile nicht mehr produziert. Auch dies ist der Schwemme von fernöstlichen Billig - Knallkörpern geschuldet. Mittlerweile produziert noch lediglich eine Firma Reibkopfknaller in Deutschland, wie die „deutschen Kracher“. In vielen anderen Ländern sind Reibkopfknaller anstelle von Schwarzpulver mit einem Blitzknallsatz befüllt und haben deshalb einen viel lauteren Knalleffekt.

Knallfrosch

Bei einem Knallfrosch handelt es sich um einen aus einer Ladung bestehenden, gefalteten Knallkörper, der nach dem Anzünden mehrfach knallt und umher springt. Es gibt in Deutschland keine Knallfroschproduktion mehr. Diese werden mittlerweile in der Regel in Fernost hergestellt und nach Deutschland importiert.

Knallziehschnur und Knallerbsen bzw. Knallteufel

Bei einer Knallziehschnur und Knallerbsen bzw. Knallteufel handelt es sich um Knallkörper für Kinder und Jugendliche. Knallschnüre bestehen in der Regel aus einer 30 – 40 Zentimeter langen Schnur, in deren Mitte sich ein drei bis vier Zentimeter langer und sehr dünner Knallkörper befindet. Durch ein rasches Auseinanderziehen der Schnurenden wird im Knallkörper eine Explosion ausgelöst.

Bei Knallerbsen bzw. Knallteufel handelt es sich um kleine Kugeln, deren Hülle aus Krepppapier besteht. Im Inneren befinden sich kleine Steinchen und Silberfulminat, was einen Initialsprengstoff darstellt. Durch Reibung explodiert die Knallerbse.