Die Entwicklung und Wirksamkeit von Zytostatika

Fach Chemie

Klasse 9

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 21.10.2018

Schlagwörter

Zytostatika Medizin Therapeutika

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit der Entwicklung und Wirksamkeit von Zytostatika in der medizinischen Chemotherapie zur Bekämpfung von unterschiedlichen Tumorarten und Krebserkrankungen. Des Weiteren wird auf die Nebenwirkungen und Risiken eingegangen.

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Zytostatika und Tumorresistenzen

Tumorzellen können in einigen Fällen sehr schnell Resistenzen gegen eines oder mehrere der in der Chemotherapie verwendeten Zytostatika entwickeln. Dies ist ein großes Problem, was den Erfolg der Chemotherapie angeht. Oftmals ist die Krebserkrankung nach der Entwicklung von Resistenzen nicht mehr aufzuhalten. Des weiteren kann der Erfolg einer Chemotherapie auch durch das Verhalten der Patienten beeinflusst werden. So sollten diese unbedingt auf Nikotinkonsum verzichten, da die Wirksamkeit von einigen Zytostatika durch Nikotin herabgesetzt wird.

Eine Tumorresistenz kann zahlreiche verschiedene Ursachen haben. Hierzu gehören unter anderem der verringerte Transport der Zytostatika in das Zellinnere oder den erhöhten Transport aus der Zelle heraus. Außerdem kann die entartete Zelle auch Enzyme besitzen, welche inaktivierend wirken. Wenn der Tumor eine eigene Blutversorgung entwickelt hat und diese gut funktioniert, so dass es aufgrund der guten Nährstoffversorgung zu einem schnellen Wachstums des Tumors kommen kann. Allerdings kommt es in einem solchen Fall gleichzeitig zu einem guten Ansprechen des Patienten auf die Chemotherapie, da die Anzahl der sich teilenden Zellen größer ist. Die hineingelangten Zytostatika versuchen ein kontrolliertes Absterben der Zelle einzuleiten.

Bei der Chemotherapie können entweder Zytotoxine eingesetzt werden, welche für einen kontrollierten Zelltod der entarteten Zellen sorgen sollen oder Zytostatika, welche die Krebszellen nicht abtöten, sondern deren Wachstum und deren Teilung stoppen. Die klassische Chemotherapie verwendet oft Zytotoxine, während neuere Therapien und Immuntherapien oft Zytostatika verwenden. Die meisten der Chemotherapeutika haben sowohl zytotoxische als auch zytostatische Eigenschaften. Daher wird oftmals nicht zwischen diesen beiden Begriffen differenziert.

Die Auswahl der Zytostatika

Die Wahl der bei einer Chemotherapie verwendeten Zytostatika hängt vom Krebs befallenen Organ und verschiedenen weiteren Faktoren ab, wie zum Beispiel dem Gewebetyp des Tumors, den Rezeptoren, Genveränderungen, zusätzliche Erkrankungen des Patienten und dessen allgemeine Verfassung. In der Regel werden bei einer Chemotherapie mehrere verschiedene Zytostatika miteinander kombiniert, um die Wirksamkeit der Chemotherapie zu erhöhen.

Nebenwirkungen während der Chemotherapie

Im Verlauf einer Chemotherapie kommt es bei vielen Patienten zu Nebenwirkungen. Diese hängen von der Zusammensetzung der Zytostatika, der Dosis sowie der individuellen Verträglichkeit und der Verfassung des Patienten ab. Die Nebenwirkungen einer Chemotherapie treten unabhängig voneinander auf. Des Weiteren können diese in sehr unterschiedlichen Stärkegraden auftreten und im Extremfall sogar tödlich verlaufen.
Häufige Nebenwirkungen einer Chemotherapie sind Haarausfall, Müdigkeit, Erschöpfung sowie Übelkeit und Erbrechen. Darüber hinaus kommen auch oft Entzündungen der Schleimhäute sowie Veränderungen des Blutbildes vor, auch Anämien sind häufig.

Die meisten durch eine Chemotherapie verursachten Nebenwirkungen verschwinden mit dem Absetzen der Zytostatika bzw. mit dem Ende der Chemotherapie. Die ausgefallenen Haare wachsen nach einiger Zeit wieder nach. Es gibt jedoch auch Folgeschäden einer Chemotherapie, welche zeitweise oder dauerhaft auftreten können. Hierzu gehören beispielsweise Unfruchtbarkeit oder Taubheitsgefühle in den Händen und Füßen. Auch Herzmuskelschwächen kommen gelegentlich vor, sind jedoch deutlich seltener, als die anderen genannten Nebenwirkungen oder Folgeschäden.

Eine weitere, gelegentlich Auftretende Beeinträchtigung nach einer Chemotherapie ist das „Chemo Brain“, welches eine vorübergehende Beeinflussung des Denkvermögens, Merkvermögens und Stressbewältigungsvermögens darstellt. Weshalb derartige Probleme bei Krebspatienten auftreten, ist derzeit noch nicht komplett erforscht. Es gilt jedoch als wahrscheinlich, dass ein psychischer Grund die Ursache ist. Diese kann beispielsweise durch die Diagnose oder der Krankheit selbst in einen trauma - ähnlichen Zustand des Patienten führen oder aber in den körperlichen Auswirkungen der Chemotherapie selbst liegen. Auch eine Kombination der beiden Ursachen gilt als möglich.

Die oft als Nebenwirkungen auftretenden Schleimhautentzündungen können mit Hilfe von lokaler Betäubung verhindert oder zumindest vermindert werden. Auch das Lutschen von Eiswürfeln ist hilfreich, da durch die Kälte eine Sauerstoffunterversorgung des Gewebes entsteht, welche die zelluläre Strahlenempfindlichkeit senkt.

Wirksamkeit einer Chemotherapie

Die Wirksamkeit und der Erfolg einer Chemotherapie hängt von vielen Faktoren ab. Die wichtigsten Faktoren sind die Art des Tumors und das Stadium der Krankheit. Generell gilt, je früher eine Krebserkrankung diagnostiziert wird, desto höher sind die Heilungschancen für den Patienten. Da es sehr viele verschiedene Krebserkrankungen, Tumorarten und Chemotherapeutika gibt, ist es äußerst schwierig, diese zuverlässig miteinander zu vergleichen. Die Korrektheit vieler existierender Studien, muss daher stets kritisch hinterfragt werden. Es gibt beispielsweise Krebsarten, bei denen die Chemotherapie generell schlecht wirkt und deshalb oft lediglich als unterstützendes Mittel angewendet wird aber auch solche Krebsarten, die hauptsächlich durch Chemotherapie behandelt werden, weil eine Operation nicht möglich ist, wie am Beispiel der Leukämie deutlich wird. Viele existierende Studien sind mittlerweile sehr veraltet, da sich die Medizin und somit auch die Therapiemethoden bei Krebserkrankungen, äußerst schnell weiter entwickeln.

Hochwirksame Zytostatika haben jedoch in den letzten Jahren dabei mitgeholfen, dass die relative Fünf Jahres Überlebensrate bei vielen Krebsarten innerhalb der letzten 20 Jahre deutlich angestiegen ist. Dies gilt beispielsweise bei Brustkrebs und Hodenkrebs aber auch bei Hodgkin Lymphomen und sogar Leukämien, wenn diese möglichst frühzeitig beim Patienten erkannt und korrekt diagnostiziert werden.