"Designerbabies"

Fach Chemie

Klasse 12

Autor Schulpflicht

Veröffentlicht am 22.06.2018

Schlagwörter

Designerbabies In-Vitro-Fertilisation Designer babys Designerbabys

Zusammenfassung

Dieses Referat behandelt das Thema "Designerbabies". Neben einer Allgemeinen Definition des Begriffs, wird auch der Ablauf des Vorganges beschrieben. Außerdem wird auch das Thema der "Rettungsgeschwister" beschrieben und die Chancen und Risiken des Verfahrens aufgezählt.

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“Designerbabies”

Allgemein
Als „Designerbaby“ bezeichnet man ein Kind, das außerhalb des Mutterleibes über die sogenannte „In-Vitro-Fertilisation“ gezeugt wurde. Die Eizellen werden vor dem Einpflanzen in den Mutterleib nach bestimmten Merkmalen über die Präimplantationsdiagnostik aussortiert. Die Merkmale werden von den Eltern oder von Wissenschaftlern festgelegt. Theoretisch können folgende Merkmale des Kindes im Rahmen der Präimplantationsdiagnostik beliebig festgelegt werden: Das Geschlecht des Kindes, Das äußerliche Aussehen des Kindes, Der Charakter des Kindes und das ungefähre Intelligenzlevel. Jedoch ist dies technisch noch nicht fertig erforscht und auch in den meisten Ländern nicht erlaubt.

Ablauf des Verfahrens
Bei der In-Vitro-Fertilisation wird der Frau ein follikelstimulierendes Hormon gespritzt, damit der Körper mehrere Eizellen gleichzeitig produziert. Diese werden durch die Bauchdecke oder die Scheidenwand mit einer Punktationsnadel angestochen und abgesaugt. Danach werden ca. 100.000 Spermien des Mannes zu jeder Eizelle hinzugefügt und über Nacht im Brutschrank ausgebrütet. Nach 24 Stunden, wenn bereits zwei Vollkerne vorhanden sind wählt der Arzt drei Embryonen aus, die weiter 24 Stunden im Brutschrank gelagert werden. Die restlichen Eizellen werden bei -196°C gelagert, damit sie erneut für einen Embryonentransfer verwendet werden können. Beim Embryonentransfer werden anschließend die drei ausgewählten Embryonen im 8ten oder 16ten Zellstadium über einen Katheder in die Gebärmutterhöhle der Frau eingeführt.
Im Gegensatz zur Gewöhnlichen In-Vitro-Fertilisation werden vor der Einführung in die Gebärmutterhöhle die Embryonen auf gewisse Merkmale hin untersucht und anschließend aussortiert oder ausgewählt. Dies gilt sowohl für medizinische Aspekte, um vererbbare oder tödliche Krankheiten auszuschließen als auch, um ein Kind nach gewünschten äußerlichen Merkmalen zu selektieren. Wenn also die Eltern zum Beispiel ein Mädchen möchten, werden ausschließlich die Embryonen mit zwei X-Chromosomen ausgewählt. Dies ist zwar möglich, jedoch in Deutschland und Österreich aufgrund des Embryonenschutzgesetzes nicht erlaubt.

Rettungsgeschwister
Rettungsgeschwister oder Rettungsbabys sind Designerbabies, deren Erbmaterial dazu ausgewählt wird, um einem kranken Geschwisterkind zu helfen. Rettungsgeschwister sollen also Zellspender für anderweitig unheilbar kranke ältere Geschwister sein, zum Beispiel als Spender für Stammzellen des Knochenmarks. Bei Rettungsgeschwistern werden nicht von den Eltern oder von Wissenschaftlern idealisierte Merkmale eingesetzt, sondern solche die den erkrankten Geschwistern helfen können. Nach der Geburt eines Rettungsbabies werden aus dessen Nabelschnurblut, Nabenschnurblutstammzellen entnommen und dem erkranken Geschwisterkind zugeführt.

Chancen und Risiken
Chancen: Der größte Vorteil der Selektierung von Embryonen ist, dass schwere Krankheiten, wie z.B. Down-Syndrom, Alzheimer, Chorea Huntington und noch einige mehr mittels der PID aussortiert und somit verhindert werden können.
Außerdem kann das Risiko im Laufe des Lebens an Krankheiten wie z.B. Diabetes oder Krebs zu erkranken, drastisch reduziert werden.
Die Lebenserwartung von Designer Babys ist aufgrund des geringeren Risikos and schweren Krankheiten zu erkranken um bis zu 30 Jahre höher als die von regulär gezeugten Menschen.

Risiken
Die Technologie und der aktuelle Forschungsstand lassen noch keine risikofreie Abwicklung dieses Verfahrens zu. Zu einem der größten Risiken gehört, dass es durch die Einpflanzung von mehreren Eizellen zu Mehrlingsgeburten kommen kann. Neben den Risiken für die Mutter bestehen natürlich auch große Risiken für das Kind. Dazu können Fehlbildungen, eine Unterentwicklung des Kindes, Frühgeburten oder auch Fehlgeburten gehören.
Neben Risiken aus medizinischer Sicht gibt es auch aus ethischer Sicht rege Kritik. Aus ethischer Sicht greift der Mensch mit der Durchführung der PID mutwillig in die Natur ein und wird zum Richter über Leben und Tod. Aus christlicher Sichtweise wird die göttliche Schöpfung so manipuliert. Dem Verfahren wird außerdem vorgeworfen, zwischen wertvollem und minderwertigem Leben zu unterscheiden.