Natur- und Umweltschutz: Greenpeace

Fach Biologie

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 05.11.2018

Schlagwörter

Greenpeace

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit der Geschichte der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Es wird auf die größten Erfolge sowie die Situation der Organisation in Deutschland eingegangen und die wichtigsten Aktionen erklärt.

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Bei Greenpeace handelt es sich um eine im Jahre 1971 in Kanada von Friedensaktivisten gegründete Non – Profit – Organisation, welche sich für den Natur- und Umweltschutz auf der ganzen Welt einsetzt. Greenpeace setzt sich insbesondere gegen Kernwaffentests sowie gegen den Walfang ein. Darüber hinaus befasst sich die Organisation auch mit der Überfischung, dem Klimawandel sowie der Zerstörung von Urwäldern, welche sie zu stoppen versucht. Auch die Atomenergie ist nach wie vor ein zentrales Beschäftigungsfeld von Greenpeace. Des Weiteren setzt sich Greenpeace gegen die Gentechnik ein.
Weltweit hat Greenpeace mittlerweile ungefähr drei Millionen Mitglieder. Mehr als eine halbe Million Mitglieder kommen aus Deutschland. Greenpeace hat inzwischen in fast 50 Ländern auf der Welt Büros, von denen aus die Arbeit koordiniert wird.
Greenpeace ist zu Beginn der 1970er Jahre aus der kanadischen Formation „Don´t Make a Wave Committee“ entstanden. Hierbei handelte es sich um eine Gruppierung, welche aus amerikanischen und kanadischen Gegnern von Atomkraft bestand und es sich zum Ziel gemacht hat, Atomwaffentests zu verhindern.

Charakteristische Handlungsweise

Die Arbeitsweise von Greenpeace zeichnet sich durch einen hohen Grad der Aktivität aus. Die Aktivisten sammeln sich in der Regel an Orten, welche symbolisch für die Zerstörung der Natur und Umwelt stehen. Dort wird friedlich, beispielsweise mit Hilfe von Plakaten oder Exponaten, demonstriert. In einigen Fällen sind die Aktionen von Greenpeace sehr spektakulär. Als Beispiele hierfür sind die Demonstrationen gegen die Castor Transporte zu nennen oder auch die Demonstration gegen die Rodung des Hambacher Forstes durch den Energiekonzern RWE. Greenpeace versucht mit den Aktionen und Demonstrationen eine möglichst breite Öffentlichkeit zu erreichen und somit den Druck auf die Industriekonzerne und die Regierung zu erhöhen. Den großen Durchbruch in der öffentlichen Wahrnehmung und Bekanntheit erreichte die Organisation Greenpeace in den 1980er Jahren. Zu den berühmtesten Aktionen von Greenpeace gehören unter anderem die Brent – Spar Kampagne sowie die Kampagnen gegen Mahagoni Holz und IT Hersteller, Kohlepolitik sowie TTIP.

Die Brent-Spar-Kampagne

Im Jahre 1995 besetzte Greenpeace den schwimmenden Öltank Brent Spar, dessen Betreiber Shell und Exxon ihn daraufhin nicht, wie geplant im Nordatlantik versenkten. Brent Spar wurde daraufhin an Land gebracht und dort entsorgt. Darüber hinaus erreichte Greenpeace ein allgemeines Versenkungsverbot für Ölplattformen im Nordatlantik.

Kampagnen gegen Mahagoni-Holz

Am 12. April 2002 enterten zwei Greenpeace Aktivisten ein Schiff, um dort gegen Mahagoni Holz zu protestieren. Sie hatten ein Banner aufgehängt, welches den Schriftzug „Präsident Bush, stoppen Sie die illegale Abholzung“ trug. Die Aktivisten wurden verhaftet und zu einer Geldstrafe sowie einem Wochenende Gefängnis verurteilt. Dieses Urteil wurde in den USA und weltweit stark kritisiert. Ein späteres Gerichtsurteil stufte das Verhalten der Aktivisten als eines der „freien Meinungsäußerung“ ein.

Kampagnen gegen IT-Hersteller

Da die IT Branche boomt und sehr schnell wächst, hat es sich Greenpeace zur Aufgabe gemacht, IT Hersteller zu umweltbewusstem Handeln nach „Green IT“ zu bringen. Hierbei geht es beispielsweise um die Verwendung von weniger giftigen Chemikalien bei der Herstellung der Geräte.

Kampagnen gegen Kohlepolitik

Mit Aktionen, wie „Kohle zerstört das Klima“ oder Beteiligung an der Besetzung des Hambacher Forstes, engagieren sich Greenpeace Aktivisten für einen Kohleausstieg.

Erfolge

Zu den größten Erfolgen von Greenpeace, gehören das Verhindern von zahlreichen Atombombentestreihen sowie das Verbot der kommerziellen Walfangs und die Erschaffung eines Schutzgebietes in der Antarktis.

Situation von Greenpeace innerhalb Deutschlands

Greenpeace Deutschland ist ein gemeinnütziger, eingetragener Verein von großer Bedeutung für den Natur- und Umweltschutz. Die Mitgliederversammlung von Greenpeace Deutschland besteht aus 40 stimmberechtigten Mitgliedern, welche nicht von den Fördermitgliedern gewählt werden. Dies brachte Greenpeace Deutschland bereits mehrfach Kritik ein, welche von der Organisation mit dem Hinweis auf eine bessere Effizienz sowie die Unabhängigkeit der Organisationsform, abgewiesen wird. Greenpeace ist aktuell eine der größten deutschen Umweltschutzorganisationen. Auf eine ähnliche Größe und Mitgliederzahl kommen ansonsten nur noch der Naturschutzbund (Nabu) sowie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (B.U.N.D). Das deutsche Länderbüro befindet sich in der Hamburger Hafen City.

Finanzierung

Greenpeace finanziert seine Aktionen aus Spenden sowie Förderbeiträgen der Mitglieder. Greenpeace Deutschland erhält jährlich durchschnittlich etwa zwischen 50 bis 60 Millionen Euro an Spendengeldern.

Greenpeace wirbt stetig um Spenden und versucht darüber Hinaus neue Fördermitglieder zu gewinnen. Insbesondere letztere leisten einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz, da die Förderbeiträge regelmäßig zu leisten sind und die finanzielle Rahmen daher, relativ gut abgeschätzt und die Aktionen geplant werden können.

Geschichte von Greenpeace Deutschland

Greenpeace Deutschland wurde im Jahre 1980 in Bielefeld von William Parkinson, Gerhard Dunkel sowie weiteren Greenpeace Mitgliedern und Aktivisten gegründet. In die Wahrnehmung der Öffentlichkeit gelangte Greenpeace Deutschland durch Aktionen, wie beispielsweise die Proteste gegen die Dünnsäureverklappung in der Nordsee oder auch die Luftverschmutzung durch den Chemiekonzern Boehringer sowie dem Erfolg, durch die Schließung des Werkes in Hamburg im Jahre 1984. Mitte der 1990er Jahre gelang es Greenpeace, die Versenkung des Öltanks Brent Spar im Nordatlantik zu verhindern. Dies war aufgrund von intensiven Verhandlungen mit dem Konzern Shell möglich und gilt als einer der größten Erfolge der Organisation. Dieser Erfolg wurde durch das allgemeine Versenkungsverbot für Öltanks und Ölplattformen im Nordatlantik, welches ein Jahr später in Kraft trat, abgerundet.